Erzherzog Ferdinand von Österreich verpflichtet sich Abt Martin und seinem Konvent von Rot und Abt Oswald von Schussenried gegenüber, die sich in vielen Fällen als Bürgen obligiert und mitverschrieben haben, sie an der verbürgten Summe schadlos zu halten und den jährlich fälligen Zins an seine Gläubiger aus den Amtsgefällen seines Generaleinnehmers in den vorderösterreichischen Landen oder dem Salzmaieramt zu Hall pünktlich zu bezahlen, ohne Nachteil und Schaden der Bürgen. Zur Sicherheit verpfändet er ihnen das Pfandhaus und Salzmaieramt zu Hall und, falls dieses nicht genügt, seine ober- und vorderösterreichischen Ämter und Herrschaften. Auch verpflichtet er sich, sie binnen 10 Jahren aus ihrer Mitbürgschaft zu lösen. Die genannten Äbte haben sich gegen folgende Parteien verbürgt: Simon Pärtlin, Zöllner zu Breisach um 1 200 fl, Marx Kettenacker zu Breisach um 600 fl, Probst, Dechant und Kapitel des Stiftes zum alten St. Peter zu Straßburg um 1 000 fl, Priorin und Konvent des Klosters zur Seil in Schlettstadt um 1 000 fl, Hans Christoph von Wessenburg um 2 000 fl, Jakob von Falkenstein um 2 700 fl, Michel von Ambringen um 3 000 fl, Hans Heinrich von Reinach um 701 fl 20 kr, Ludwig Perger um 1 000 fl, Priorin und Konvent der Kartause zu Freiburg im Breisgau um 1 250 fl, Simon Füxlin um 1 000 fl, Dominikus Gregori als Vogt Jakob Körenbergers Kinder um 400 fl, Simon Bärtlin als Gewalthaber der Ursula Mezger um 800 fl,. als Vogt der Euphrosina Mezger eben-. falls um 800 fl. Die Gesamtsumme des verbürgten Geldes beträgt 17 451 fl, 20 Kr. Siegler: Erzherzog Ferdinand, der auch eigenhändig unterschreibt. Schreiber: Haler. Innsbruck 1582, Sonntag Letare. Orig. Perg., 1 großes Siegel in Holzkapsel, sehr gut erhalten.