Nachlass Adolf Wischmann (Bestand)
Show full titleLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
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N 078
Landeskirchliches Archiv Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> Landeskirchliches Archiv >> N - Nachlässe
1787-1984
Bestandsgeschichte: Handakten aus der Tätigkeit als Präsident des Kirchlichen Außenamtes übergab Wischmann bereits bei seinem Ausscheiden aus dieser Funktion 1974 dem Landeskirchlichen Archiv Hannover (vgl. N 78 Nr. 265). In der Folgezeit rissen die Kontakte zwischen ihm und dem Archiv nicht ab. Deren Inhalt bildeten weitere Vereinbarungen hinsichtlich seines Nachlasses und schließlich dessen Übergabe. Wischmann selbst ordnete unter Beteiligung einer Hilfsperson seinen Nachlass und gab ihn in den Jahren bis zu seinem Tod 1983 in mehreren Chargen nach Hannover ab. Ein geringer Teil gelangte nach seinem Ableben ins Landeskirchliche Archiv. In den Jahren 1997 bis 1999 verzeichnete Pastor Dietrich Kunze aus Hildesheim den Nachlass im Auftrag des Landeskirchlichen Archivs Hannover. Dabei blieb die von Wischmann selbst erstellte Ordnung des Schriftgutes im Wesentlichen erhalten. Diese folgt in erster Linie seinen beruflichen Stationen, ist also weitgehend chronologisch aufgebaut; die zahlreichen, mehr oder weniger sachfremden Einsprengsel wurden belassen und über Intus"-Vermerke in diesem Findbuch gesondert ausgewiesen. Andererseits waren nicht wenige "Sammelakten" vorhanden, die Material zu mehreren seiner beruflichen Stationen enthalten. Diese wurde ebenfalls in weitgehend unveränderter Ordnung belassen und verzeichnet. Die nach Kunzes Verzeichnung ins Landeskirchliche Archiv Hannover gelangten Teile des Nachlasses wurden in den Jahren 2006 und 2007 von Britta Perkams und Karl-Heinz Grotjahn geordnet und verzeichnet. Der Bestand ist überwiegend uneingeschränkt nutzbar, lediglich bei den wenigen jüngeren Akten wirkt zum Zeitpunkt der Verzeichnung noch die Schutzfrist. Bei dem in Hannover verwahrten Nachlassteil handelt es sich um sowohl private als auch dienstliche Inhalte. Der eigentliche dienstliche Nachlass (ca. 25 laufende Meter Akten), der auf dem beruflichen Höhepunkt Wischmanns, nämlich während seiner Tätigkeit als Präsident des Kirchlichen Außenamtes entstanden ist, befindet sich im Evangelischen Zentralarchiv in Berlin. Weitere Informationen über Wischmann enthält die Presseausschnittssammlung des Landeskirchlichen Archivs Hannover (S 9 Rep. Nr. 201). Die im Nachlass des Adolf Wischmann enthaltenen Fotografien sind bei der Bearbeitung entnommen und in die Fotosammlung des Landeskirchlichen Archivs überführt worden.
Bestand
Literatur: (Auswahl): Der Anfang. Berichte von Adolf Wischmann, Wuppertal-Elberfeld 1940; Die Wischmann-Briefe 1939-1945. Mit einem Geleitwort von Landesbischof D. Hermann Dietzfelbinger eingeleitet und herausgegeben von Bischof Dr. Hans Heinrich Harms, Red. Wolfgang Erk, Stuttgart 1973; Adolf Wischmann: Führung und Fügung. Erinnerungen aus meinem Leben, Hannover 1987; Adolf Wischmann: Martin Niemöller als Leiter des Kirchlichen Außenamtes, in: Wilhelm Niemöller: Neuanfang 1945. Zur Biographie Martin Niemöllers nach seinen Tagebuchauf-zeichnungen aus dem Jahre 1945, Frankfurt a.M. 1967.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
01.04.2025, 1:47 PM CEST
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