König Gustav Adolf von Schweden schenkt und verehrt Herzog Julius Friedrich von Württemberg in Ansehung seiner dem "gemeinen evangelischen Wesen... erwiesene Treue", für geleistete Dienste und deswegen "erlittene Drangsahle" alle iure belli eingezogenen und okkupierten im Herzogtum Württemberg gelegenen, aber bisher nicht dem Herzogtum unterstehenden Klöster und geitlichen Güter wie Zwiefalten, Nellingen, Winnenden "und dergleichen", die Grafschaften Simringen [Sigmaringen] und Bar und die Herrschaft Hochberg [Hohenberg ?] mit allen Rechten, Regalien usw., ausgenommen das Recht der "Superiorität", entbindet die geistlichen und weltlichen "Anverwandten", Lehnsleute und Untertanen ihrer bisherigen Pflichten und befiehlt sie zum Gehorsam und unter die Herrschaft des Herzogs, dem auch alle schriftlichen Rechtdokumente auszuhändigen sind. Ausgefertigt durch den schwed. Kanzler Axel Oxenstierna 1633 Jan. 20, da die Urkunde durch den Tod des Ausstellers von diesem nicht mehr unterzeichnet werden konnte.
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König Gustav Adolf von Schweden schenkt und verehrt Herzog Julius Friedrich von Württemberg in Ansehung seiner dem "gemeinen evangelischen Wesen... erwiesene Treue", für geleistete Dienste und deswegen "erlittene Drangsahle" alle iure belli eingezogenen und okkupierten im Herzogtum Württemberg gelegenen, aber bisher nicht dem Herzogtum unterstehenden Klöster und geitlichen Güter wie Zwiefalten, Nellingen, Winnenden "und dergleichen", die Grafschaften Simringen [Sigmaringen] und Bar und die Herrschaft Hochberg [Hohenberg ?] mit allen Rechten, Regalien usw., ausgenommen das Recht der "Superiorität", entbindet die geistlichen und weltlichen "Anverwandten", Lehnsleute und Untertanen ihrer bisherigen Pflichten und befiehlt sie zum Gehorsam und unter die Herrschaft des Herzogs, dem auch alle schriftlichen Rechtdokumente auszuhändigen sind. Ausgefertigt durch den schwed. Kanzler Axel Oxenstierna 1633 Jan. 20, da die Urkunde durch den Tod des Ausstellers von diesem nicht mehr unterzeichnet werden konnte.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, G 75 U 192
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, G 75 Herzog Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635)
Herzog Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635) >> Unterlagen zu Herzog Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen
1632 Oktober 28
Urkunden
Ausstellungsort: Im Hauptquartier zu Buttstadt (Thür.)
Aussteller: König Gustav Adolf von Schweden
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Siegel abg.
Aussteller: König Gustav Adolf von Schweden
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Siegel abg.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:24 MEZ
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