Johannes, Bischof von Edremit, Generalvikar des Kölner Erzbischofs und Paderborner Administrators Hermann berichtet, am Montag vor Laetare des Jahres 1502 [28.02.1502] seien die abtrünnigen Ruthenen und andere Ungläubige in das Deutschordensland Livland eingefallen und hätten großen Schaden angerichtet. Unter anderem sei eine dem Ordensmeister unterstehende Kirche in Jewe zerstört worden, in der sich ein geweihtes Kreuz befunden hätte, das zuvor von zahlreichen Pilgern besucht worden sei. Nach der Vertreibung der Ungläubigen habe der Ritter Konrad von Exter das beschädigte Kreuz an sich genommen und dem Kloster zu Blomberg übergeben. Dort habe man es in einer vergoldeten Monstranz ausgestellt. Der Bischof gewährt nun allen Gläubigen, die vor dem Kreuz beten, Weihrauch verbrennen, Kerzen stiften, dem Kruzifix bei der Prozession durch den Kreuzgang folgen oder den Gottesdienst in der Kirche an den Festen Kreuzauffindung und Kreuzerhöhung beziehungsweise an Freitagen feiern einen Ablaß von 40 Tagen.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
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