Bürgermeister, Rat und Bürgerschaft der Stadt Ulm teilen allen Gläubigen der Diözese Augsburg ("Augusten.") mit, dass die Leprosen vor den Mauern ihrer Stadt große Not leiden, weil ihr Spital bei der Kapelle St. Katharina [abgegangenes Spital der Reichen Siechen mit Kapelle St. Katharina, Bereich Frauensteige 10-14] bei einem Sturm schwere Schäden erlitten hat. Sie haben daher Heinrich Kramer damit beauftragt, Spenden für das Spital zu sammeln. Sie bitten sie daher, ihn bei sich in der Diözese Augsburg mit seinen Genossen wohlwollend aufzunehmen, ihm bei seinem Vorhaben zur Hand zu gehen und ihn und das Spital mit Almosen zu unterstützen. Außerdem teilen sie ihnen mit, dass die Bischöfe von Konstanz ("Constan."), Augsburg, Regensburg ("Ratisponen."), Würzburg ("Erpipolen."), Basel ("Basilien."), Padua ("Baduen."), Straßburg ("Argentin."), Marienwerder ("in Valle Sancte Marie in Prusia") [heute Kwidzyn/Polen] und Chur ("Curien.") [Kanton Graubünden/Schweiz] diese Spendensammlung mit einem Ablass von einem Jahr für lässliche und 40 Tagen für schwere Sünden unterstützen.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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