Regierungspräsidium Wiesbaden (Bestand)
Show full title
405
Hessisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Gliederung >> Preußen >> Allgemeine und innere Verwaltung >> Regierungspräsidium Wiesbaden
1867-1950
Enthält: Akten 1867-1950
Unter den Akten befinden sich auch die Unterlagen der Regierungsaussenstellen, die 1919 unter dem Druck der Besatzungsverhältnisse vorübergehend in Frankfurt und Kassel eingerichtet worden waren, soweit sie wieder in die Registratur der Regierung gelangten und erhalten sind. Die Gliederung ist entsprechend dem Aufbau der Behörde in drei Abteilungen, in den Untergruppen jedoch wegen mehrfachen Wechsels des Registraturschemas (Geschäftsordnungen vom 1.1.1900, 1929, 1.1.1933, 15.11.1933, 29.9.1941) nach der Sache unter möglichster Berücksichtigung der alten Haupttitel:
Abt. I. Innere Verwaltung einschließlich der Präsidialregistratur und der Kassensachen:
A. Hoheits- und Landessachen. 1. Besitznahme Nassaus durch Preußen, Errichtung und Abgrenzung des Regierungsbezirks. 2. Einrichtung der Kommunalverwaltung und allgemeine Landesverhältnisse. 3. Angelegenheiten des Kgl. Hauses. 4. Auswärtige Angelegenheiten. 5. Aus- und Einwanderungsangelegenheiten. 6. Nachlasswesen. 7. Bevökerungs-, Familien- und Standesamtswesen, Statistik. 8. Parteiwesen und politisches Leben. 9. Reichs- und Landtagssachen. 10. Handels-, Zoll- und Passsachen. 11. Orden, Titel und sonstige Auszeichnungen. 12. Vereine, Bünde und Logen. 13. Denkmalssachen.
B. Organisation und Verwaltung des Regierungsbezirks. 1. Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten. 2. Allgemeine Beamtensachen. 3. Die Regierung. 4. Regierungshauptkasse. 5. Kreisverwaltung.
C. Justizverwaltung. 1. Allgemeines. 2. Personalia. 3. Zucht- und Korrektionshäuser.
D. Städte und Gemeinden. 1. Allgemeines. 2. Einzelne Städte- und Gemeindesachen.
E. Landeskultur. 1. Landeskultur- und Landwirtschaftssachen. 2. Ablösung von Gerechtsamen und Lasten. 3. Entschädigung für aufgehobene Bannrechte. 4. Konsolidationen. 5. Meliorationen. 6. Westerwaldhilfe. 7. Landwirtschaftliche Versuchsstationen und Fachschulen. 8. Viehzucht. 9. Garten-, Obst- und Weinbau. 10. Schädlings- und Ungezieferbekämpfung. 11. Forst-, Jagd- und Fischereisachen.
F. Gewerbe, Handel, Industrie und Wirtschaft. 1. Gewerbeaufsicht und -schutz. 2. Gewerbegerichte, Schlichtungsausschüsse. 3. Gewerbemedizin und -hygiene. 4. Gewerbesachen. 5. Handwerks- und Innungswesen. 6. Berufsschulen. 7. Handelskammern. 8. Banken, Börse, Geldwirtschaft. 9. Handelsgesellschaften und Industriebetriebe. 10. Bergbau, Gruben und Brüche. 11. Märkte und Ausstellungen. 12. Patente.
G. Bausachen. 1. Allgemeine Bau- und Wohnungssachen. 2. Bauverwaltung. 3. Baubeamte. 4. Staatsbauten. 5. Gemeindebauwesen. 6. Straßenbau. 7. Brückenbau. 8. Wasserbau (an Rhein, Main, Lahn, Nidda und anderen Gewässern).
H. Gesundheitswesen. 1. Medizinalverwaltung. 2. Amtsärzte. 3. Arztwesen. 4. Hebammen. 5. Bade- und Kurorte. 6. Apotheken und Arzneiwesen. 7. Kranken- und Pflegeanstalten. 8. Krankheiten und Epidemien. 9. Viehseuchen und Abdeckereien.
I. Sozialwesen. 1. Armen-, Wohlfahrts- und Fürsorgewesen. 2. eiterfragen. 3. Erwerbslosenfürsorge. 4. Jugendpflege. 5. Versicherungen, Spar- und Krankenkassen.
K. Kirchensachen. 1. Allgemeines. 2. Evangelische Kirche. 3. Katholische Kirche (Bistum Limburg, Kulturkampf, Ordenssachen, Einzelne Pfarreien).
L. Juden. 1. Allgemeines. 2. Die einzelnen Kultusgemeinschaften.
M. Krieg und Besatzung. 1. Die Reichsgründungskriege 1866, 1870/71. 2. Militärsachen. 3. Der Weltkrieg 1914-18. 4. Kriegs- und Zwangswirtschaft. 5. Umsturz und Besatzung. 6. Entwaffnung und Waffenkontrolle. 7. Spionage, Landesverrat, Separatismus. 8. Besatzungskampf. 9. Besatzungsschäden.
N. Polizeiwesen. 1. Allgemeine Polizei- und Gendarmeriesachen. 2. Örtliche Polizeiverwaltungen. 3. Polizeibeamtensachen. 4. Ausbildung und Ausrüstung. 5. Einsatz. 6. Bau- und Feuerpolizei. 7. Verkehrs- und Straßenpolizei. 8. Nahrungsmittelpolizei. 9. Sanitätspolizei. 10. Sittenpolizei.
O. Presse, Film und Rundfunk. 1. Presse. 2. Film. 3. Rundfunk.
P. Verkehr. 1. Allgemeines. 2. Wetterdienst. 3. Schiffahrt (Rhein, Main, Lahn). 4. Flugwesen. 5. Kraftwagen und -räder. 6. Post. 7. Eisen- und Straßenbahn.
Abt. II. Kirchen- und Schulsachen:
A. Allgemeine Angelegenheiten. 1. Allgemeines. 2. Etats- und Kassenwesen. 3. Beamten- und Angestelltensachen. 4. Orden, Ehrenzeichen, Titel. 5. Altertümer, Museen, Bibliotheken. 6. Sonstige Institute. 7. Kriegs- und Besatzungszeit.
B. Kirchensachen. 1. Allgemeine Kirchensachen. 2. Evangelische Kirche. 3. Katholische Kirche (Kulturkampf, Bistum Limburg, Einzelne Pfarreien). 4. Sonstige Religionsgesellschaften. 5. Patronatsbauwesen.
C. Der Zentralstudienfonds. 1. Allgemeine Verwaltung. 2. Grundbesitz. 3. Kapitalien. 4. Gebäude. 5. Forsten und Jagden. 6. Sonstiger Besitz. 7. Stipendien.
D. Stiftungen und Stipendien. 1. Allgemeines. 2. Einzelne Familienstiftungen.
E. Schulsachen. 1. Allgemeine Schulsachen. 2. Schulaufsicht. 3. Unterrichtswesen. 4. Lehrersachen. 5. Örtliche Schul- und Lehrerstellen. 6. Schulbausachen.
Abt. III. Direkte Steuern, Domänen und Forsten:
A. Hoheitssachen. 1. Allgemeines. 2. Lehen. 3. Wasser- und Mühlensachen 4. Sonstige Berechtigungen und Verpflichtungen. 5. Streitige Rechte. 6. Eisenbahnbausachen.
B. Domänenverwaltung. 1. Verwaltungsangelegenheiten. 2. Beamtensachen. 3. Personalia.
C. Bäder und Quellen. 1. Allgemeines. 2. Bäder (insbes. Ems, Homburg v.d.H., Langenschwalbach, Schlangenbad, Weilbach und Wiesbaden). 3. Brunnen (insbes. Fachingen, Geilnau und Selters).
D. Der staatliche Grundbesitz. 1. Grundbesitznachweisungen. 2. Geschlossener Besitz (Domänen, Vorwerke, Höfe, Kloster- und Ordens-, Kameral- und Erbleihgüter). 3. Einzelne Liegenschaften. 4. Wiesenbewirtschaftung. 5. Kataster- und Konsolidationssachen.
E. Der staatliche Gebäudebesitz. 1. Allgemeines. 2. Einzelne Gebäude.
F. Der staatliche Weinbau. 1. Allgemeines. 2. Personalia. 3. Bausachen. 4. Weinbau und -e 5. Weinverwertung. 6. Einzelne Weingüter.
G. Das staatliche Forstwesen. 1. Allgemeine Verwaltung. 2. Personalia. 3. Forstverwaltung und Besatzung. 4. Forstrechnungen. 5. Jagd und Fischerei.
H. Steuersachen. 1. Allgemeines. 2. Grund- und Gebäudesteuer. 3. Einkommensteuer. 4. Sonstige Steuern. 5. Gemeindesteuern.
Bestandsgeschichte: Die Aktenabgaben begannen 1886 (im Anschluss an die Kreisordnung von 1885). Ihre Einordnung in eine Kartei stockte seit einer großen Ablieferung von 1935/36 (nach der Neuorganisation der Behörde von 1933/34). Umfangreiche Ablieferungen erfolgten 1942-44 aus Gründen des Kriegsluftschutzes. Die im März 1942 in 95 Bündeln abgelieferten Judensachen gingen bei der Auslagerung am Ende des 2. Weltkrieges verloren. Verluste bei den Unterlagen der Regierung traten während der Separatistenherrschaft 1923/24 und vor allem nach Besetzung des Regierungsgebäudes durch amerikanische Truppen im März 1945 ein, so dass die Überlieferung seit den 1920er Jahren schwächer wird. Zahlreiche Aktentitel sind jedoch in Verzeichnissen über vorgesehene Ablieferungen festgehalten. Zugänge noch 1956 (Akten der Regierungshauptkasse), 1961, 1962 und 1963 (Kirchen- und Schulakten), 1966, 1967 (Akten der Abt. III: Domänen und Forsten sowie der Dezernate I, 1, I2, I3 und P), 1969, 1979, 1981 und 1982.
Geschichte des Bestandsbildners: Der Regierungsbezirk Wiesbaden wurde durch Verordnung betreffend die Organisation der Verwaltungsbehörden in dem vormaligen Kurfürstentum Hessen, in dem vormaligen Herzogtum Nassau, in der vormals freien Stadt Frankfurt und in den bisher bayerischen und den großherzoglich hessischen Gebietsteilen vom 22.2.1867 (PrGSlg.S. 273 ff.) aus dem durch Gesetz vom 20.9. und 24.12.1866 mit Preußen vereinigten Herzogtum Nassau, der Stadt Frankfurt a.M., dem Amt Homburg v.d.H., dem Kreis Biedenkopf und dem nordwestlichen Teil des Kreises Gießen (Ortschaften Bieber, Fellingshausen, Frankenbach, Haina, Hermannstein, Königsberg, Krumbach, Naunheim, Rodheim, Waldgirmes), dem Ortsbezirk Rödelheim und dem bisher großherzoglich hessischen Teil von Niederursel gebildet. Mit dem damals neu geschaffenen Regierungsbezirk Kassel wurde er durch Erlass vom 7.12.1868 (ebd. S. 1056) zur Provinz Hessen-Nassau vereinigt. Die Regierung als Mittelinstanz der allgemeinen staatlichen Landesverwaltung erhielt ihren Sitz in Wiesbaden. Sie bestand neben dem Präsidenten aus den drei Abteilungen: I. Inneres, II. Kirchen- und Schulwesen, III: direkte Steuern, Domänen und Forsten, und setzte sich aus einem Präsidenten, drei Oberregierungsräten und der erforderlichen Anzahl von Räten und technischen Mitgliedern zusammen. Laut Bekanntmachung des in jenem Gesetz ebenfalls bestellten Oberpräsidenten für die beiden Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden vom 19.9.1867 (Beilage zum Intelligenzblatt f. Nassau S. 935) begann ihre Tätigkeit am 1.10.1867 und löste damit die kgl. Administration für Nassau (Abt. 210 u. 402), die Landesregierung (Abt. 211) und das Finanzkollegium zu Wiesbaden (Abt. 212), das Zivilkommissariat und die Landesregierung zu Homburg (Abt. 314) sowie das Zivilkommissariat zu Frankfurt a.M. (Abt. 401) ab. Ihr Wirkungskreis entsprach dem der Regierungen in den alten preußischen Provinzen. Die für die Regierung geltende Instruktion vom 23.10.1817 (PrGSlg. S. 248 f.) wurde überholt durch das Gesetz über die allgemeine Landesverwaltung vom 30.7.1883 ebd. S. 195 ff.). Die kollegialisch arbeitende bisherige Abteilung des Innern ging auf den Regierungspräsidenten zur bureaumäßigen Erledigung über. An ihre Stelle trat bei der Regierung Wiesbaden laut § 23 Abs. 2 als Auseinandersetzungsbehörde ein Kollegium aus dem Regierungspräsidenten, seinem hierzu bestellten Stellvertreter und mindestens zwei Mitgliedern, das auch die Aufgaben der Regierung hinsichtlich der Güterkonsolidation wahrzunehmen hatte. Das Gesetz vom 1.8.1883 (ebd. S. 237 ff.) brachte eine Abgrenzung gegen die Aufgaben des Bezirksausschusses (Abt. 406). Durch § 92 der Verordnung über die Neugliederung von Landkreisen vom 1.8.1932 (ebd. S. 255 ff.) wurde der bisher zum Regierungsbezirk Koblenz gehörende Landkreis Wetzlar in den Regierungsbezirk Wiesbaden eingegliedert. Durch Führer-Erlass vom 1.4.1944 (RGBl. I S. 109 f.) wurde die Provinz Hessen-Nassau zur Anpassung an die Gaue der NSDAP und die Reichsverteidigungsbezirke zum 1.7. d.J. in die Provinzen Kurhessen und Nassau geteilt. Der Regierungsbezirk Wiesbaden wurde unter Zuweisung des Stadtkreises Hanau und der Landkreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern zur Provinz erhoben. Der Oberpräsident (in Personalunion Gauleiter des Gaues Hessen-Nassau der NSDAP), dessen Amtssitz Wiesbaden war, sollte sich zur Durchführung seiner staatlichen Aufgaben der Behörde des Regierungspräsidenten bedienen.
Findmittel: Weitere Zugänge in Bd. 17 von Hans-Joachim Häbel
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Findmittel: Zugangsverzeichnisse für Nachtrag: Schul- und Kirchenakten: Zugang 34/1961, 8/1962, 5/1963 (Bd. 16)
Findmittel: Repertorium von Demandt, 12 Bände, 1949-1952
Findmittel: Repertorium über die Akten der Regierungshauptkasse von Runge (ergänztes Aktenverzeichnis der Registratur dieser Kasse, Bd. 13), 1956
Bearbeiter: Hans-Joachim Häbel
Unter den Akten befinden sich auch die Unterlagen der Regierungsaussenstellen, die 1919 unter dem Druck der Besatzungsverhältnisse vorübergehend in Frankfurt und Kassel eingerichtet worden waren, soweit sie wieder in die Registratur der Regierung gelangten und erhalten sind. Die Gliederung ist entsprechend dem Aufbau der Behörde in drei Abteilungen, in den Untergruppen jedoch wegen mehrfachen Wechsels des Registraturschemas (Geschäftsordnungen vom 1.1.1900, 1929, 1.1.1933, 15.11.1933, 29.9.1941) nach der Sache unter möglichster Berücksichtigung der alten Haupttitel:
Abt. I. Innere Verwaltung einschließlich der Präsidialregistratur und der Kassensachen:
A. Hoheits- und Landessachen. 1. Besitznahme Nassaus durch Preußen, Errichtung und Abgrenzung des Regierungsbezirks. 2. Einrichtung der Kommunalverwaltung und allgemeine Landesverhältnisse. 3. Angelegenheiten des Kgl. Hauses. 4. Auswärtige Angelegenheiten. 5. Aus- und Einwanderungsangelegenheiten. 6. Nachlasswesen. 7. Bevökerungs-, Familien- und Standesamtswesen, Statistik. 8. Parteiwesen und politisches Leben. 9. Reichs- und Landtagssachen. 10. Handels-, Zoll- und Passsachen. 11. Orden, Titel und sonstige Auszeichnungen. 12. Vereine, Bünde und Logen. 13. Denkmalssachen.
B. Organisation und Verwaltung des Regierungsbezirks. 1. Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten. 2. Allgemeine Beamtensachen. 3. Die Regierung. 4. Regierungshauptkasse. 5. Kreisverwaltung.
C. Justizverwaltung. 1. Allgemeines. 2. Personalia. 3. Zucht- und Korrektionshäuser.
D. Städte und Gemeinden. 1. Allgemeines. 2. Einzelne Städte- und Gemeindesachen.
E. Landeskultur. 1. Landeskultur- und Landwirtschaftssachen. 2. Ablösung von Gerechtsamen und Lasten. 3. Entschädigung für aufgehobene Bannrechte. 4. Konsolidationen. 5. Meliorationen. 6. Westerwaldhilfe. 7. Landwirtschaftliche Versuchsstationen und Fachschulen. 8. Viehzucht. 9. Garten-, Obst- und Weinbau. 10. Schädlings- und Ungezieferbekämpfung. 11. Forst-, Jagd- und Fischereisachen.
F. Gewerbe, Handel, Industrie und Wirtschaft. 1. Gewerbeaufsicht und -schutz. 2. Gewerbegerichte, Schlichtungsausschüsse. 3. Gewerbemedizin und -hygiene. 4. Gewerbesachen. 5. Handwerks- und Innungswesen. 6. Berufsschulen. 7. Handelskammern. 8. Banken, Börse, Geldwirtschaft. 9. Handelsgesellschaften und Industriebetriebe. 10. Bergbau, Gruben und Brüche. 11. Märkte und Ausstellungen. 12. Patente.
G. Bausachen. 1. Allgemeine Bau- und Wohnungssachen. 2. Bauverwaltung. 3. Baubeamte. 4. Staatsbauten. 5. Gemeindebauwesen. 6. Straßenbau. 7. Brückenbau. 8. Wasserbau (an Rhein, Main, Lahn, Nidda und anderen Gewässern).
H. Gesundheitswesen. 1. Medizinalverwaltung. 2. Amtsärzte. 3. Arztwesen. 4. Hebammen. 5. Bade- und Kurorte. 6. Apotheken und Arzneiwesen. 7. Kranken- und Pflegeanstalten. 8. Krankheiten und Epidemien. 9. Viehseuchen und Abdeckereien.
I. Sozialwesen. 1. Armen-, Wohlfahrts- und Fürsorgewesen. 2. eiterfragen. 3. Erwerbslosenfürsorge. 4. Jugendpflege. 5. Versicherungen, Spar- und Krankenkassen.
K. Kirchensachen. 1. Allgemeines. 2. Evangelische Kirche. 3. Katholische Kirche (Bistum Limburg, Kulturkampf, Ordenssachen, Einzelne Pfarreien).
L. Juden. 1. Allgemeines. 2. Die einzelnen Kultusgemeinschaften.
M. Krieg und Besatzung. 1. Die Reichsgründungskriege 1866, 1870/71. 2. Militärsachen. 3. Der Weltkrieg 1914-18. 4. Kriegs- und Zwangswirtschaft. 5. Umsturz und Besatzung. 6. Entwaffnung und Waffenkontrolle. 7. Spionage, Landesverrat, Separatismus. 8. Besatzungskampf. 9. Besatzungsschäden.
N. Polizeiwesen. 1. Allgemeine Polizei- und Gendarmeriesachen. 2. Örtliche Polizeiverwaltungen. 3. Polizeibeamtensachen. 4. Ausbildung und Ausrüstung. 5. Einsatz. 6. Bau- und Feuerpolizei. 7. Verkehrs- und Straßenpolizei. 8. Nahrungsmittelpolizei. 9. Sanitätspolizei. 10. Sittenpolizei.
O. Presse, Film und Rundfunk. 1. Presse. 2. Film. 3. Rundfunk.
P. Verkehr. 1. Allgemeines. 2. Wetterdienst. 3. Schiffahrt (Rhein, Main, Lahn). 4. Flugwesen. 5. Kraftwagen und -räder. 6. Post. 7. Eisen- und Straßenbahn.
Abt. II. Kirchen- und Schulsachen:
A. Allgemeine Angelegenheiten. 1. Allgemeines. 2. Etats- und Kassenwesen. 3. Beamten- und Angestelltensachen. 4. Orden, Ehrenzeichen, Titel. 5. Altertümer, Museen, Bibliotheken. 6. Sonstige Institute. 7. Kriegs- und Besatzungszeit.
B. Kirchensachen. 1. Allgemeine Kirchensachen. 2. Evangelische Kirche. 3. Katholische Kirche (Kulturkampf, Bistum Limburg, Einzelne Pfarreien). 4. Sonstige Religionsgesellschaften. 5. Patronatsbauwesen.
C. Der Zentralstudienfonds. 1. Allgemeine Verwaltung. 2. Grundbesitz. 3. Kapitalien. 4. Gebäude. 5. Forsten und Jagden. 6. Sonstiger Besitz. 7. Stipendien.
D. Stiftungen und Stipendien. 1. Allgemeines. 2. Einzelne Familienstiftungen.
E. Schulsachen. 1. Allgemeine Schulsachen. 2. Schulaufsicht. 3. Unterrichtswesen. 4. Lehrersachen. 5. Örtliche Schul- und Lehrerstellen. 6. Schulbausachen.
Abt. III. Direkte Steuern, Domänen und Forsten:
A. Hoheitssachen. 1. Allgemeines. 2. Lehen. 3. Wasser- und Mühlensachen 4. Sonstige Berechtigungen und Verpflichtungen. 5. Streitige Rechte. 6. Eisenbahnbausachen.
B. Domänenverwaltung. 1. Verwaltungsangelegenheiten. 2. Beamtensachen. 3. Personalia.
C. Bäder und Quellen. 1. Allgemeines. 2. Bäder (insbes. Ems, Homburg v.d.H., Langenschwalbach, Schlangenbad, Weilbach und Wiesbaden). 3. Brunnen (insbes. Fachingen, Geilnau und Selters).
D. Der staatliche Grundbesitz. 1. Grundbesitznachweisungen. 2. Geschlossener Besitz (Domänen, Vorwerke, Höfe, Kloster- und Ordens-, Kameral- und Erbleihgüter). 3. Einzelne Liegenschaften. 4. Wiesenbewirtschaftung. 5. Kataster- und Konsolidationssachen.
E. Der staatliche Gebäudebesitz. 1. Allgemeines. 2. Einzelne Gebäude.
F. Der staatliche Weinbau. 1. Allgemeines. 2. Personalia. 3. Bausachen. 4. Weinbau und -e 5. Weinverwertung. 6. Einzelne Weingüter.
G. Das staatliche Forstwesen. 1. Allgemeine Verwaltung. 2. Personalia. 3. Forstverwaltung und Besatzung. 4. Forstrechnungen. 5. Jagd und Fischerei.
H. Steuersachen. 1. Allgemeines. 2. Grund- und Gebäudesteuer. 3. Einkommensteuer. 4. Sonstige Steuern. 5. Gemeindesteuern.
Bestandsgeschichte: Die Aktenabgaben begannen 1886 (im Anschluss an die Kreisordnung von 1885). Ihre Einordnung in eine Kartei stockte seit einer großen Ablieferung von 1935/36 (nach der Neuorganisation der Behörde von 1933/34). Umfangreiche Ablieferungen erfolgten 1942-44 aus Gründen des Kriegsluftschutzes. Die im März 1942 in 95 Bündeln abgelieferten Judensachen gingen bei der Auslagerung am Ende des 2. Weltkrieges verloren. Verluste bei den Unterlagen der Regierung traten während der Separatistenherrschaft 1923/24 und vor allem nach Besetzung des Regierungsgebäudes durch amerikanische Truppen im März 1945 ein, so dass die Überlieferung seit den 1920er Jahren schwächer wird. Zahlreiche Aktentitel sind jedoch in Verzeichnissen über vorgesehene Ablieferungen festgehalten. Zugänge noch 1956 (Akten der Regierungshauptkasse), 1961, 1962 und 1963 (Kirchen- und Schulakten), 1966, 1967 (Akten der Abt. III: Domänen und Forsten sowie der Dezernate I, 1, I2, I3 und P), 1969, 1979, 1981 und 1982.
Geschichte des Bestandsbildners: Der Regierungsbezirk Wiesbaden wurde durch Verordnung betreffend die Organisation der Verwaltungsbehörden in dem vormaligen Kurfürstentum Hessen, in dem vormaligen Herzogtum Nassau, in der vormals freien Stadt Frankfurt und in den bisher bayerischen und den großherzoglich hessischen Gebietsteilen vom 22.2.1867 (PrGSlg.S. 273 ff.) aus dem durch Gesetz vom 20.9. und 24.12.1866 mit Preußen vereinigten Herzogtum Nassau, der Stadt Frankfurt a.M., dem Amt Homburg v.d.H., dem Kreis Biedenkopf und dem nordwestlichen Teil des Kreises Gießen (Ortschaften Bieber, Fellingshausen, Frankenbach, Haina, Hermannstein, Königsberg, Krumbach, Naunheim, Rodheim, Waldgirmes), dem Ortsbezirk Rödelheim und dem bisher großherzoglich hessischen Teil von Niederursel gebildet. Mit dem damals neu geschaffenen Regierungsbezirk Kassel wurde er durch Erlass vom 7.12.1868 (ebd. S. 1056) zur Provinz Hessen-Nassau vereinigt. Die Regierung als Mittelinstanz der allgemeinen staatlichen Landesverwaltung erhielt ihren Sitz in Wiesbaden. Sie bestand neben dem Präsidenten aus den drei Abteilungen: I. Inneres, II. Kirchen- und Schulwesen, III: direkte Steuern, Domänen und Forsten, und setzte sich aus einem Präsidenten, drei Oberregierungsräten und der erforderlichen Anzahl von Räten und technischen Mitgliedern zusammen. Laut Bekanntmachung des in jenem Gesetz ebenfalls bestellten Oberpräsidenten für die beiden Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden vom 19.9.1867 (Beilage zum Intelligenzblatt f. Nassau S. 935) begann ihre Tätigkeit am 1.10.1867 und löste damit die kgl. Administration für Nassau (Abt. 210 u. 402), die Landesregierung (Abt. 211) und das Finanzkollegium zu Wiesbaden (Abt. 212), das Zivilkommissariat und die Landesregierung zu Homburg (Abt. 314) sowie das Zivilkommissariat zu Frankfurt a.M. (Abt. 401) ab. Ihr Wirkungskreis entsprach dem der Regierungen in den alten preußischen Provinzen. Die für die Regierung geltende Instruktion vom 23.10.1817 (PrGSlg. S. 248 f.) wurde überholt durch das Gesetz über die allgemeine Landesverwaltung vom 30.7.1883 ebd. S. 195 ff.). Die kollegialisch arbeitende bisherige Abteilung des Innern ging auf den Regierungspräsidenten zur bureaumäßigen Erledigung über. An ihre Stelle trat bei der Regierung Wiesbaden laut § 23 Abs. 2 als Auseinandersetzungsbehörde ein Kollegium aus dem Regierungspräsidenten, seinem hierzu bestellten Stellvertreter und mindestens zwei Mitgliedern, das auch die Aufgaben der Regierung hinsichtlich der Güterkonsolidation wahrzunehmen hatte. Das Gesetz vom 1.8.1883 (ebd. S. 237 ff.) brachte eine Abgrenzung gegen die Aufgaben des Bezirksausschusses (Abt. 406). Durch § 92 der Verordnung über die Neugliederung von Landkreisen vom 1.8.1932 (ebd. S. 255 ff.) wurde der bisher zum Regierungsbezirk Koblenz gehörende Landkreis Wetzlar in den Regierungsbezirk Wiesbaden eingegliedert. Durch Führer-Erlass vom 1.4.1944 (RGBl. I S. 109 f.) wurde die Provinz Hessen-Nassau zur Anpassung an die Gaue der NSDAP und die Reichsverteidigungsbezirke zum 1.7. d.J. in die Provinzen Kurhessen und Nassau geteilt. Der Regierungsbezirk Wiesbaden wurde unter Zuweisung des Stadtkreises Hanau und der Landkreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern zur Provinz erhoben. Der Oberpräsident (in Personalunion Gauleiter des Gaues Hessen-Nassau der NSDAP), dessen Amtssitz Wiesbaden war, sollte sich zur Durchführung seiner staatlichen Aufgaben der Behörde des Regierungspräsidenten bedienen.
Findmittel: Weitere Zugänge in Bd. 17 von Hans-Joachim Häbel
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Findmittel: Zugangsverzeichnisse für Nachtrag: Schul- und Kirchenakten: Zugang 34/1961, 8/1962, 5/1963 (Bd. 16)
Findmittel: Repertorium von Demandt, 12 Bände, 1949-1952
Findmittel: Repertorium über die Akten der Regierungshauptkasse von Runge (ergänztes Aktenverzeichnis der Registratur dieser Kasse, Bd. 13), 1956
Bearbeiter: Hans-Joachim Häbel
713 m Akten
Bestand
Literatur: Handbuch über den (königlich) Preußischen (Hof und) Staat, 1868 ff.
Literatur: Karlheinz Müller: Preußischer Adler und Hessischer Löwe. Hundert Jahre Wiesbadener Regierung 1866-1966. Wiesbaden 1966.
Literatur: Karl Leber: Reichs-, Staats- und Kommunal-Handbuch. Wiesbaden 1927.
Literatur: Andreas Anderhub: Verwaltung im Regierungsbezirk Wiesbaden 1866-1885. Wiesbaden 1977.
Literatur: Amtliches Schulblatt für den Regierungsbezirk Wiesbaden 1909-1944.
Literatur: Staats- und Kommunal-Adressbuch für den Regierungsbezirk Wiesbaden, 1870 ff.
Literatur: Amtsblatt der (Königlichen) Regierung zu Wiesbaden 1869-1944.
Literatur: Öffentlicher Anzeiger zum Amtsblatte der Königlichen Regierung zu Wiesbaden, 1873-1912.
Literatur: Friedrich von Wickede: Handbuch der Polizeiverwaltung für den Regierungsbezirk Wiesbaden, 1893, Ergänzungsband 1897.
Literatur: Karlheinz Müller: Preußischer Adler und Hessischer Löwe. Hundert Jahre Wiesbadener Regierung 1866-1966. Wiesbaden 1966.
Literatur: Karl Leber: Reichs-, Staats- und Kommunal-Handbuch. Wiesbaden 1927.
Literatur: Andreas Anderhub: Verwaltung im Regierungsbezirk Wiesbaden 1866-1885. Wiesbaden 1977.
Literatur: Amtliches Schulblatt für den Regierungsbezirk Wiesbaden 1909-1944.
Literatur: Staats- und Kommunal-Adressbuch für den Regierungsbezirk Wiesbaden, 1870 ff.
Literatur: Amtsblatt der (Königlichen) Regierung zu Wiesbaden 1869-1944.
Literatur: Öffentlicher Anzeiger zum Amtsblatte der Königlichen Regierung zu Wiesbaden, 1873-1912.
Literatur: Friedrich von Wickede: Handbuch der Polizeiverwaltung für den Regierungsbezirk Wiesbaden, 1893, Ergänzungsband 1897.
Naunheim
Selters
Hanau
Frankfurt
Haina
Wetzlar
Bad Homburg v.d.H.
Rödelheim
Krumbach
Rodheim a.d. Bieber
Königsberg
Schlangenbad
Niederursel
Limburg
Wiesbaden
Kassel
Waldgirmes
Hermannstein
Bad Schwalbach
Fellinghausen
Bad Ems
Weilbach
Gelnhausen
Bieber
Schlüchtern
Frankenbach
Fachingen
Geilnau
Koblenz
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 12:53 PM CEST