Erbschaftsklage Schöning
Vollständigen Titel anzeigen
B-Vormund, 74
B-Vormund Vormundschaften (Causae pupillares)
Vormundschaften (Causae pupillares) >> 1701-1800
1756
Enthält: Der Goldschmied Johan Hinrich Schöning in Münster wird 1756 von seinem großjährigen Sohn erster Ehe Herman Otto Schöning, dessen Vormund der Bäcker Goltschmidt war, verklagt auf Zahlung seines Kindesteils oder auf Sicherstellung desselben. Schöning senior will Grundstücke seiner jetzigen Frau Anna Engel Reine verpfänden, auch ein Vermächtnis von 50 Talern, das seine Frau von ihrem + Bruder Notar Reine erhalten hat, seinem Sohn abtreten. Anlage: Abschrift des Inventars des Nachlasses des Bürgermeisters Gerhard Reine in Ahlen vom 2. April 1731, beglaubigt durch Notar Friedrich Christoph Grüter. Die zweite Frau dieses Gerhard Reine starb 1731 und hinterließ 4 Kinder: Maria Elisabeth (später Frau Adolf Heilinck?), Diederich Hermann, Anna Angela und Agnes Margarete; ihr Bruder, der Pastor in Altschermbeck ist, kann die Vormundschaft nicht übernehmen. Auf Ersuchen des Notars Johan Baptista Reine in Heessen werden als Vormünder der Kinder bestellt: Der Bürgermeister Johan Dietrich Reine und Gerhard Anton Lange in Ahlen und durch den regierenden Bürgermeister Franz Lenferding und den Kämmerer Herman Westorp in Ahlen verpflichtet. Der Notar Reine und der Bürgermeister Reine sind Halbbrüder der Kinder. Darauf wird das Inventar durch den Ahlener Stadtschreiber Ludwig Mathias Frey aufgenommen; ein Teil der Vermögensstücke wird verteilt, ein anderer an die Meistbietenden verkauft. Als Käufer werden genannt: Gerhard Nordhoff; Henrich Kämper; Johan Kaspar Nordhoff; Johan Herman Winkens; Herman Landtwehr; Peter Sachsen; Gerdt Arrian; Johan Wichardt; Georg Ense; Anna Maria Geisthövel; Gerhard Hamm; Johan Averhage; Johan Teckelenborg; Gerdt Dreyman; Arnold Wichard; Franz Leifeld; Johan Gerrit Wenner; Franz Sprick in Beckum. Obligationen sind vorhanden auf Dietrich Schulenborg, jetzt Johan Wacker; Reguin Holscher; Herman Bollendrup modo Franz von Polen. Ferner werden als Käufer genannt: Henrich Stamm; Henrich Leifeld; Dietrich Galen; Konrad Galen; Henrich Holtkampf; Stephan Kolderman; Stephan Teves; Elisabeth und Christine Homans; Gerard Greve; Johan Brinckman; Stephan Kottendrup; Berndt Saurbaum, Nordpförtner; Bitter Kalthoff; Gerdt Kottendrup; Frau Johan Henrich Steinbicker; Johan Herman Steinbicker. Erwähnt werden endlich die geistlichen Jungfern Anna Elisabeth und Anna Margarete Reine, die Jungfer Katharina Elisabeth Reine; Franz Sprick als Ehevogt der Marie Gertrud Reine, Oheim der Kinder; Ferdinand Hülsbäumer, Schwager der Kinder.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:47 MEZ