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Rechnung 1680/81
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 256 Landschreiberei
Landschreiberei >> Bände
1680-1681
Einnahmen aus Schuldrückzahlungen und Gülten sowie aus den Ämtern (grundherrliche Abgaben, Zoll, Geleit etc.), Ausgaben für Schulden, Zinsen, Botenlöhne, Geschenke, Dienstleistungen usw.
Einträge mit Bezug zu (kunst-)handwerklichen Erzeugnissen u.a.:
- Ankauf von Textilien aus verschiedenen Quellen (fol. 268-272).
Auszahlungen auf besonderen fürstlichen Befehl:
- Geldwechselgeschäfte und Kreditbeziehungen (u.a. Portoauslagen) mit Claude Adorn, savoyischem Kaufmann (Nr. 639, fol. 279r), Heinrich von Bilderbeck, "Correspondenten in Cölln" (Nr. 693f, fol. 286r), Franz Barckhaus zu Frankfurt (Nr. 749, fol. 291v, Nr. 767, fol. 293r).
- Herstellung von Raketen durch den Ballmeister Francesco Fattorino (Nr. 640, fol. 279r-v; Nr. 647, fol. 280r-v; Nr. 681, fol. 284v; Nr. 736, fol. 290v); außerdem Kauf von sechs Dutzend Pariser Raketen für das Ballhaus (Nr. 780, fol. 294r).
- Unspezifische Waren von
-- Johann Georg Engel, Kaufmann zu Tübingen (Zahlung von Schulden des Prinzen Ludwig, Nr. 641, fol. 279v);
-- Simon Bezold, Handelsmann zu Tübingen (Nr. 714, fol. 288v);
-- David Schoritzer (Nr. 747, fol. 291v).
-- Gilbert Turpin (Nr. 759, fol. 292v).
-- der Calwer Compagnie (Nr. 771-773, fol. 293r
- Prägung von Gnadenpfennigen, die dem Oberrat und Vizedirektor Dr. Andreas Bardili zur Verehrung an österreichische Räte in Innsbruck mitgegeben wurden (Nr. 649, fol. 280v; vgl. Nr. 651, fol. 281r).
- Auszahlung des Komödianten Johann Velthen von Hall aus Sachsen (d.h. Halle an der Saale), der mit seiner Compagnie zwei Aufführungen vor der Herrschaft gespielt hat (Nr. 658, fol. 282r); ebenso Bezahlung eines Seiltänzers (Nr. 760, fol. 292v).
- Malerarbeit von Georg Thomas Hopfer, Maler (Zollwappen, Nr. 661, fol. 282r; Zeichnungen des fürstlichen Lustgartens, des Lusthauses, der Schlosskanzlei, des Ballhauses und der Herzogin, Nr. 708, fol. 287v; Arbeit in Hofgemächern, Nr. 787, fol. 294v).
- Goldschmiedearbeiten
-- von Caspar Rumpler, Goldarbeiter (Geschirr zund Leuchter, Nr. 678, fol. 284r; Silberarbeiten für den Hofstaat, Nr. 710, fol. 288r; Nr. 720, fol. 289r; Schachteln für die fürstlichen Kinder in Kirchheim, Nr. 753, fol. 292r
-- aus Augsburg (Geschirr, Leuchter, "Liechtbutzen", Nr. 679, fol. 284v
- Bücher von
-- Johann Weyrich Rößlein (Ein in die Kunstkammer geliefertes Buch in folio, Hieroglyphica genannt, Nr. 681, fol. 284v);
-- Johann Georg Cotta, Buchhändler zu Tübingen (Nr. 709, fol. 287v; für die Kunstkammer, Nr. 793, fol. 295r).
- Kanzleisiegel von Johann Christoph Müller, Stahlschneider (Nr. 735, fol. 290v).
- Blumenzwiebeln von Hans Ulrich Nollenberger in Frankfurt (Nr. 757, fol. 292r).
- Vergoldetes Kutschengeschirr aus Paris, geliefert von Handelsmann Kornmann zu Straßburg (Nr. 781f, fol. 294r).
- Esslinger Kristallgläser von Hans Georg Hermann, Hofglaser (Nr. 790, fol. 294v).
Ausgaben für Kanzleikosten:
- Reparatur der Uhr in der Kanzlei durch Paul Widmann, Kleinuhrmacher (Nr. 838, fol. 311).
Ausgaben für Verehrungen:
- Geldgeschenk für Johann Mayer, Pfarrer zu Laichingen, für seinen Abriss des erschienenen Kometen (Nr. 899, fol. 318r).
- Silbergeschirr von Caspar Rumpler, Goldarbeiter (Hochzeitsgeschenke für die Töchter des Probstes Dr. (Christoph?) Wölfflin, Nr. 900, fol. 318r).
Ausgaben für Handwerker:
- U.a. Zahlungen an
-- Hans Friedrich Gruber, Maler (Vergolden von Spiegeln in den fürstlichen Gemächern, Nr. 950, fol. 326v; zweimaliges Abmalen eines Pferdes, der Jäger genannt, mit Ölfarben, Nr. 953, fol. 326v);
-- Hans Knoll, Maler (ebenso Nr. 950, fol. 326v);
-- Johannes Nab, Messerschmied (sechs Dutzend braune Tischmesser u.a. Arbeit für die Silberkammer, Nr. 954, fol. 326v);
-- Johannes Kindt, Kupferschmied (Arbeit für die Küchenverwaltung, Nr. 964, fol. 327v; Nr. 997, fol. 329v);
-- Tobias Zoller, Büchsenmacher (Arbeit in die Büchsenkammer, Nr. 978, fol. 328v).
359 Bl.
Folio (Höhe x Breite)
Amtsbücher, Register und Grundbücher
Sprache: Deutsch
Schreiber/Renovator/Rechner: Johann Konrad Stigler, Johann Cornelius Pommer
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.