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6/26 [Nr. 55]: (D) 1627 Juli 18 Tübingen (T) Universität an den Herzog
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Enthält: (I) Antwort auf die Rezeßpunkte vom 3.3.1627 zu den Deputatur- und Syndikatur-Rechnungen 1617-1623 (Nr. 52).; 1) Die Kastenschweine beträgt in Feuerbach und Ringingen 5% (an beiden Orten ist der Reinertrag nur 100 Sch. Dinkel und 60 Sch. Hafer), in Neckartailfingen nur 3%. Kürzt man sie, so erhöhen die Pfleger die Sturzunkosten.; 2) In Brackenheirn wird man mit Hilfe der herzogl. Amtleute den Untertrunk abzuschaffen versuchen. Erhöht man den Lohn, so nehmen sie sich den Wein dazuhin mit Listen und Ränken.; 3) Der Abladwein vor der Universitätskelter wurde zur Vermeidung von Aufsehen aufsummiert, er kommt nur aus 4 Orten, ist pars salarii.; 4) Verkauft man den Klein- und Krautzehnten im Aufstreich, so müssen Deputierte 2-3 Tage hin und der Reinertrag ist geringer.; 5) Der Heuzehnt in Metzingen stammt von zerstreuten Vorlehen am Florian (oft 1 Stück nur 1 h.), die Beständer zahlen 68 lb 7 h., man fürchtet, sie könnten ihn zurückgeben.; 6) Über das Papiergeld von 4 fl berichtet die Anlage vom 19.12.1621, es gab damals Papier nur noch um Frucht.; 7) Die Holzungsberechtigten in Wolfenhausen machen großen Schaden.; 8) Die Univ. hat nur in des Unteren Maiers Haus zu Wolfenhausen Strafen und Frevel einzuziehen.; 9) Der Pfleger, der 4 1/2 Sch. Dinkel auf die Kuchen verrechnete, wurde beurlaubt.; 10) Wegen des Zehntnachlasses in .Sindelfingen nahm das Gericht einen Augenschein: Auf ein Hägelin folgte ein Windwurf, der Bestandbetrag war höher als in hagelfreien Jahren, Walker schuldete bei seinem Tod 425 Sch. Dinkel und Hafer. Auch das Gericht erbat Nachlass, seine Kinder zahlen jetzt noch dran.; 11) Wegen der Getreidebesoldung 1622: im Fiscus war nur verbotenes Geld, Handwerker musste man mit Früchten bezahlen. Man gab Frucht an die 3 Partikular-Stipendien, verschiedene Tischherren (um die Univ. zu erhalten), ja armen Bürgern (da das Kornhaus in 2 Jahren nie geöffnet wurde) einige Scheffel oder Simri zu kaufen, für 1100 bei den Universitätsverwandten gesammelte fl wurde Brot ausgeteilt.; 12) Auf den schlechten Wein verzichteten einige ganz, weder Bürger noch der oeconomus contubernii wollten ihn.; 13) Die Extra-Vierteljahrs-Besoldung an Pfingsten 1622 erfolgte, als der Geldwert auf 1/6 gesunken war. Ein Klafter Holz war von 25 Batzen auf 18 fl oder 3 Sch. Dinkel gestiegen. Die Professoren hatten Reichstaler zu beanspruchen. Die Univ. ist befugt, die Einkommen in salaria zu konvertieren und diese zu erhöhen, dabei ist die Vermögensmasse gewachsen. Sie bittet, sie bei ihren Privilegien zu belassen. (646-689)
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.