Forstamt Minden (Bestand)
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D 6 B Minden
Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik) >> 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe >> 1.2. Regierungsbezirk Minden (1816-1947), Regierungsbezirk Detmold (seit 1947) >> 1.2.1. Verwaltung >> 1.2.1.9. Agrarordnung, Forstverwaltung >> 1.2.1.9.2. Forstverwaltung
1786-2004
Verwaltung und Organisation; Personalwesen; Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen; Steuersachen; Bau- und Siedlungswesen; Statistik; Forsteinrichtung, Forstkulturen, Hauungssachen, Holzabgabe und Holztaxen; Waldarbeiter; Straßen, Wege, Gewässer und Brücken; Grenz- und Arealsachen; Vermessung und Abschätzung; Separationen, Zusammenlegungen und Umlegungen; Jagd und Fischerei; Forstschutz und Forstpolizei; Natur- und Denkmalschutz; Berechtigungen und deren Ablösung; Nebennutzungen; Verwaltung und Betreuung von Kirch-, Kommunal und weiteren Forsten; Kriegswirtschaft und Besatzungszeit; Bergbau, Tonabbau, Steinbrüche; Eisenbahnen; Abfallwirtschaft, Soziales.
Bestandsgeschichte: 1817 Oberförsterei bzw. Forstinspektion Hausberge mit nachgeordneten Oberförstereien Herford und Petershagen; 1830 Aufhebung der nachgeordneten Oberförstereien und Vereinigung der beiden Oberförstereien Quernheim bzw. Herford (1820-30) mit Hausberge zur Oberförsterei Hausberge bzw. Forstinspektion Minden; 1886 Umwandlung zur Oberförsterei Minden (Dienstsitz bis 1920 Hausberge); 1920 Umzug nach Minden; 1934 Umbenennung in Staatliches Forstamt Minden; 1970 Fusion mit dem 1949 gegründeten Forstamt Lübbecke; 1972 als Forstamt der Landwirtschaftskammer zuständig für den Kreis Minden-Lübbecke; 1995 Staatliches Forstamt; 2007 Zusammenschluss der Forstämter Minden, Lage und Bielefeld; Nachfolgebehörde: Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe in Minden mit weiterem Dienstsitz in Lage.
Form und Inhalt: Behördengeschichte:
Nach der Gründung des preußischen Regierungsbezirks Minden im Jahre 1816 wurde auch die Forstverwaltung neu organisiert. Für die staatlichen Forsten im Raum Minden-Ravensberg sowie im Kreise Wiedenbrück wurden die (Ober)förstereien Herford und Petershagen gegründet, die wiederum der Forstinspektion bzw. Oberförsterei Hausberge unterstanden. Im Jahre 1830 wurden die beiden genannten Oberförstereien aufgehoben und die Oberförsterei Hausberge bzw. Forstinspektion Minden gebildet. Aus dieser Oberförsterei bzw. Forstinspektion wurde 1886 die Oberförsterei Minden, die ihren Dienstsitz bis 1920 in Hausberge hatte. 1920 zog die Oberförsterei in die Bleichstraße 8 in Minden. Im Jahr 1928 zählten zur Oberförsterei Minden noch die Förstereien Nammen, Wittekindstein, Vlotho, Herford, Ravensberg, Heisterholz, Mindenerwald, Rahden, Rahden-Kleihügel, Rahden-Levernwald und Rahden-Wehdem (siehe D 6 B Minden Nr. 302). Andere Aufstellungen aus dem Jahr 1936 nennen darüber hinaus noch ein Hilfsförstergehöft Wedigenhof (siehe D 6 B Minden Nr. 85). Zum 1. März 1934 wurde aus dem vormaligen Oberförsterei Minden das Staatliche Forstamt Minden (siehe D 6 B Minden Nr. 565). In den Jahren 1949/1950 umfasste dieses eine Forstmeisterstelle in Minden, eine Oberförsterstelle in Rahden, Revierförsterstellen in Nammen, Ravensberg, Heisterholz, Mindenerwald und Rahden sowie ein Forstwartstelle Herford Vlotho, die in der Stadtholzstraße 176 in Herford lag (siehe D 6 B Minden Nr. 305, 344 und 497). Eine weitere Forstaufseherstelle, die sich in der Nähe der Ziegelei in Petershagen befand, war anscheinend schon einige Jahre zuvor aufgegeben worden (siehe D 6 B Minden Nr. 376). Neben den genannten Einrichtungen gehörte zum Forstamt wohl noch eine Forstliche Lehrwerkstätte Heisterholz, die offensichtlich für Fortbildungslehrgänge genutzt wurde (D 6 B Minden Nr. 426). Der Forstdistrikt des Forstamtes umfasste 1950 die Reviere Nammen, Herford-Vlotho, Ravensberg, Ostenberg, Heisterholz, Mindenerwald, Rahden und Osterheide sowie den Forstort Unternammen (siehe D 6 B Minden Nr. 497). Im Jahr 1970 wurde das Forstamt Minden mit dem 1949 gegründeten Forstamt Lübbecke fusioniert. Am 1. Juli 2007 ist aus den ehemaligen Staatlichen Forstämtern Minden, Lage und Bielefeld das Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe gebildet worden, das im Gebäude des ehemaligen Forstamts Minden in der Bleichstraße 8 in Minden untergebracht ist. Das ehemalige Forstamt Lage am Sedanplatz 9 in Lage wird weiterhin als Dienstgebäude genutzt. Dem Forstamt Minden sind zurzeit 17 Forstbetriebsbezirke (Revierförstereien) in den Kreisen Minden-Lübbecke, Bielefeld, Lippe, Herford und Gütersloh zugeordnet.
Aufgabenschwerpunkte des Forstamtes Minden waren und sind:
- Einrichtung und Durchführung des naturnahen und nachhaltigen
Forstbetriebs in den wenigen Staatswaldungen des nördlichen Teils des Regierungsbezirks Minden bzw. Detmold
- Aufsicht über die Gemeinde- und Institutenwaldungen
- Betreuung der Privatwaldungen (ca. 10.0000 Privatwaldbesitzer)
- Ausübung der Forst- und Jagdpolizei als untere Forstbehörde
Bestand und Verzeichnung:
Die in diesem Findbuch verzeichneten Akten stammen größtenteils aus den Zugängen 74/1977 und 83/2009.
Die Akten D 6 B Minden Nr. 172 bis 175, 331 und 463 enthalten Unterlagen zum Arbeitseinsatz von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern in der Forstwirtschaft. Die Akte D 6 B Minden Nr. 440 gibt Aufschluss über die Aktenordnung der Oberförsterei im 19. Jahrhundert. Sie setzte sich wie folgt zusammen:
Titulatur I: Abschätzung, Vermessung, Statistik
Titulatur II: Grundbesitz, Grenzsachen, Steuern
Titulatur III: Bausachen
Titulatur IV: Haushalt
Titulatur V: Hauungssachen
Titulatur VI: Holzabgabe, Holztaxen
Titulatur VII: Jagdsachen
Titulatur VIII: Forstkultursachen
Titulatur IX: Nebennutzung
Titulatur X: Personalsachen
Titulatur XI: Kassen- und Rechnungswesen
Titulatur XII: Forstschutz, Forstpolizei
Titulatur XIII: Berechtigungen
Titulatur XIV: Registratur
Titulatur XV: Verwaltung von Gemeinde- und weiteren -forsten
Titulatur XVI: Verschiedene Gegenstände
Es ist nach der Bestellnummer zu zitieren: D 6 B Minden Nr.
Detmold im September 2009 und April 2013
gez. Bender und Schumacher
Bestandsgeschichte: 1817 Oberförsterei bzw. Forstinspektion Hausberge mit nachgeordneten Oberförstereien Herford und Petershagen; 1830 Aufhebung der nachgeordneten Oberförstereien und Vereinigung der beiden Oberförstereien Quernheim bzw. Herford (1820-30) mit Hausberge zur Oberförsterei Hausberge bzw. Forstinspektion Minden; 1886 Umwandlung zur Oberförsterei Minden (Dienstsitz bis 1920 Hausberge); 1920 Umzug nach Minden; 1934 Umbenennung in Staatliches Forstamt Minden; 1970 Fusion mit dem 1949 gegründeten Forstamt Lübbecke; 1972 als Forstamt der Landwirtschaftskammer zuständig für den Kreis Minden-Lübbecke; 1995 Staatliches Forstamt; 2007 Zusammenschluss der Forstämter Minden, Lage und Bielefeld; Nachfolgebehörde: Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe in Minden mit weiterem Dienstsitz in Lage.
Form und Inhalt: Behördengeschichte:
Nach der Gründung des preußischen Regierungsbezirks Minden im Jahre 1816 wurde auch die Forstverwaltung neu organisiert. Für die staatlichen Forsten im Raum Minden-Ravensberg sowie im Kreise Wiedenbrück wurden die (Ober)förstereien Herford und Petershagen gegründet, die wiederum der Forstinspektion bzw. Oberförsterei Hausberge unterstanden. Im Jahre 1830 wurden die beiden genannten Oberförstereien aufgehoben und die Oberförsterei Hausberge bzw. Forstinspektion Minden gebildet. Aus dieser Oberförsterei bzw. Forstinspektion wurde 1886 die Oberförsterei Minden, die ihren Dienstsitz bis 1920 in Hausberge hatte. 1920 zog die Oberförsterei in die Bleichstraße 8 in Minden. Im Jahr 1928 zählten zur Oberförsterei Minden noch die Förstereien Nammen, Wittekindstein, Vlotho, Herford, Ravensberg, Heisterholz, Mindenerwald, Rahden, Rahden-Kleihügel, Rahden-Levernwald und Rahden-Wehdem (siehe D 6 B Minden Nr. 302). Andere Aufstellungen aus dem Jahr 1936 nennen darüber hinaus noch ein Hilfsförstergehöft Wedigenhof (siehe D 6 B Minden Nr. 85). Zum 1. März 1934 wurde aus dem vormaligen Oberförsterei Minden das Staatliche Forstamt Minden (siehe D 6 B Minden Nr. 565). In den Jahren 1949/1950 umfasste dieses eine Forstmeisterstelle in Minden, eine Oberförsterstelle in Rahden, Revierförsterstellen in Nammen, Ravensberg, Heisterholz, Mindenerwald und Rahden sowie ein Forstwartstelle Herford Vlotho, die in der Stadtholzstraße 176 in Herford lag (siehe D 6 B Minden Nr. 305, 344 und 497). Eine weitere Forstaufseherstelle, die sich in der Nähe der Ziegelei in Petershagen befand, war anscheinend schon einige Jahre zuvor aufgegeben worden (siehe D 6 B Minden Nr. 376). Neben den genannten Einrichtungen gehörte zum Forstamt wohl noch eine Forstliche Lehrwerkstätte Heisterholz, die offensichtlich für Fortbildungslehrgänge genutzt wurde (D 6 B Minden Nr. 426). Der Forstdistrikt des Forstamtes umfasste 1950 die Reviere Nammen, Herford-Vlotho, Ravensberg, Ostenberg, Heisterholz, Mindenerwald, Rahden und Osterheide sowie den Forstort Unternammen (siehe D 6 B Minden Nr. 497). Im Jahr 1970 wurde das Forstamt Minden mit dem 1949 gegründeten Forstamt Lübbecke fusioniert. Am 1. Juli 2007 ist aus den ehemaligen Staatlichen Forstämtern Minden, Lage und Bielefeld das Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe gebildet worden, das im Gebäude des ehemaligen Forstamts Minden in der Bleichstraße 8 in Minden untergebracht ist. Das ehemalige Forstamt Lage am Sedanplatz 9 in Lage wird weiterhin als Dienstgebäude genutzt. Dem Forstamt Minden sind zurzeit 17 Forstbetriebsbezirke (Revierförstereien) in den Kreisen Minden-Lübbecke, Bielefeld, Lippe, Herford und Gütersloh zugeordnet.
Aufgabenschwerpunkte des Forstamtes Minden waren und sind:
- Einrichtung und Durchführung des naturnahen und nachhaltigen
Forstbetriebs in den wenigen Staatswaldungen des nördlichen Teils des Regierungsbezirks Minden bzw. Detmold
- Aufsicht über die Gemeinde- und Institutenwaldungen
- Betreuung der Privatwaldungen (ca. 10.0000 Privatwaldbesitzer)
- Ausübung der Forst- und Jagdpolizei als untere Forstbehörde
Bestand und Verzeichnung:
Die in diesem Findbuch verzeichneten Akten stammen größtenteils aus den Zugängen 74/1977 und 83/2009.
Die Akten D 6 B Minden Nr. 172 bis 175, 331 und 463 enthalten Unterlagen zum Arbeitseinsatz von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern in der Forstwirtschaft. Die Akte D 6 B Minden Nr. 440 gibt Aufschluss über die Aktenordnung der Oberförsterei im 19. Jahrhundert. Sie setzte sich wie folgt zusammen:
Titulatur I: Abschätzung, Vermessung, Statistik
Titulatur II: Grundbesitz, Grenzsachen, Steuern
Titulatur III: Bausachen
Titulatur IV: Haushalt
Titulatur V: Hauungssachen
Titulatur VI: Holzabgabe, Holztaxen
Titulatur VII: Jagdsachen
Titulatur VIII: Forstkultursachen
Titulatur IX: Nebennutzung
Titulatur X: Personalsachen
Titulatur XI: Kassen- und Rechnungswesen
Titulatur XII: Forstschutz, Forstpolizei
Titulatur XIII: Berechtigungen
Titulatur XIV: Registratur
Titulatur XV: Verwaltung von Gemeinde- und weiteren -forsten
Titulatur XVI: Verschiedene Gegenstände
Es ist nach der Bestellnummer zu zitieren: D 6 B Minden Nr.
Detmold im September 2009 und April 2013
gez. Bender und Schumacher
129 Kartons = 637 Archivbände 1786-2004. - Findbuch: D 6 B Minden.
Bestand
German
Hesmer, Herbert, Wald und Forstwirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Bedingtheiten, Geschichte, Zustand, Hannover 1958.
Thomas Ellwein, Der Staat als Zufall und als Notwendigkeit. Die jüngere Verwaltungsgeschichte in Deutschland am Beispiel Ostwestfalen-Lippe, Bd. 1, Opladen 1993, S. 173 f.
Wolfgang Leesch, Verwaltung in Westfalen 1815-1945, Münster 1992, S. 96-103
Thomas Ellwein, Der Staat als Zufall und als Notwendigkeit. Die jüngere Verwaltungsgeschichte in Deutschland am Beispiel Ostwestfalen-Lippe, Bd. 1, Opladen 1993, S. 173 f.
Wolfgang Leesch, Verwaltung in Westfalen 1815-1945, Münster 1992, S. 96-103
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
- Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik)
- 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archival tectonics)
- 1.2. Regierungsbezirk Minden (1816-1947), Regierungsbezirk Detmold (seit 1947) (Archival tectonics)
- 1.2.1. Verwaltung (Archival tectonics)
- 1.2.1.9. Agrarordnung, Forstverwaltung (Archival tectonics)
- 1.2.1.9.2. Forstverwaltung (Archival tectonics)
- Forstamt Minden (Archival holding)