Konrad Haß, Stattammann zu Munderkingen ("Mundrichingen"), als Gemeiner sowie Konrad Schlecker von Berg, Jörg Tannenmeyer von Munderkingen, Hans Sachs von Langenschemmern und Hans Lindin von Herbertshofen ("Herbatshoven") als Beisitzer urteilen in der Streitsache zwischen denen von Oberstadion und denen von Unterstadion um den Viehtrieb auf etwa 30 J. Ackerland und Wiesmahd zwischen Hundersingen und Unterstadion im Zwing und Bann beider Parteien gelegen. Bei den Verhandlungen, die am 16. April begannen, wird Oberstadion vertreten durch Ulrich Guldin von Mundeldingen ("Mungeltingen"), Gerichtsammann zu Stadion. Beide Parteien stellen Kundschafter: Hans Schenntz von Oggelsbeuren, Andreas Huser von Altheim, Hans Pfaff von Mundeldingen ("Mungoltingen"), Konrad Kadoß von Moosbeuren, alle 70 Jahre alt, Konrad Pfaff von Mundeldingen, 50 Jahre alt, Paul Hummel von Reutlingendorf, 60 Jahre alt. Das Urteil lautet, daß die von Oberstadion ihren Anspruch beschwören sollen. Am 10. Tag nach dem Urteilsspruch appelliert Ulrich Gulden vor dem Gemeinen von Munderkingen an Kaiser Maximilian.