Herrschaft Justingen (Freiherren von Freyberg) (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 175
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Auslesebestände über Auswärtiges >> Adel >> Adel, Einzelne Familien
1455-1621
Überlieferungsgeschichte
Die heute zur Gemeinde Schelklingen gehörende Ortschaft Justingen ist eine alemannische Gründung und wurde erstmals 1090 urkundlich erwähnt. Die ortsansässigen edelfreien Herren von Justingen besaßen oberhalb des Schiechtals eine Burg und gründeten die gleichnamige Herrrschaft Justingen, starben aber bereits im 14. Jahrhundert im Mannesstamm aus. Nach mehreren Besitzwechseln gelangte die Herrschaft Justingen im Jahr 1530 an die Freiherren von Freyberg, zunächst an die Angelberger und seit dem Dreißigjährigen Krieg an die Eisenberger Linie. Die hoch verschuldete Familie verkaufte die Herrschaft schließlich 1751 an Herzog Karl Eugen von Württemberg.
Die ursprüngliche Bestandsbezeichnung "Herren von Justingen" war letztlich missverständlich, da die Unterlagen des vorliegenden Bestandes fast ausschließlich aus der Zeit der Freybergischen Herrschaft stammen. Sie wurde daher im Zuge der Retrokonversion und Überarbeitung des alten Repertoriums abgeändert.
Inhalt und Bewertung
Den Schwerpunkt des Bestandes bilden Unterlagen aus dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert, der Zeit Johann Pleickhardts von Freyberg (1565-1612) und seines Bruders Georg Ludwig (1574-1631), der zeitweilig die Vormundschaft für seine unmündigen Neffen übernahm. Sie betreffen vor allem das Verhältnis zu den eigenen Untertanen und zum Herzogtum Württemberg.
Weitere Unterlagen über den Ort und die Herrschaft Justingen sowie die Freiherren von Freyberg finden sich in folgenden Beständen:
A 44 Urfehden
A 55 Darlehen und Schulden
A 82 Reichslehen und Regalien
A 153 Adel I
A 157 Lehenleute
A 160 Württembergischer Lehenhof
A 206 Oberrat, Ältere Ämterakten
A 213 Oberrat, Jüngere Ämterakten
A 302 Weltliche Ämterrechnungen
A 430 L Stabsamt Justingen
B 88 a Freiherren von Freyberg (-Wellendingen)
Das auf einem Findmittel von Johann Jakob Gabelkover aus der Zeit um 1620 basierende Zettelrepertorium wurde im Oktober 2017 von der Zeitangestellten Barbara Mayer unter Anleitung des Unterzeichneten retrokonvertiert. Unter Durchsicht der Originalunterlagen wurden die Titelaufnahmen anschließend geprüft und ggf. modernisiert. Neu erstellt wurde ein Orts- und Personenindex, für den nach Möglichkeit Normdeskriptoren verwendet wurden.
Der Bestand umfasst weiterhin 3 Urkunden und 7 Büschel (Bü 1-8, Bü 3 fehlt seit einer kriegsbedingten Auslagerung) bzw. 0,50 lfd. m.
Stuttgart, im März 2018
Johannes Renz
Die heute zur Gemeinde Schelklingen gehörende Ortschaft Justingen ist eine alemannische Gründung und wurde erstmals 1090 urkundlich erwähnt. Die ortsansässigen edelfreien Herren von Justingen besaßen oberhalb des Schiechtals eine Burg und gründeten die gleichnamige Herrrschaft Justingen, starben aber bereits im 14. Jahrhundert im Mannesstamm aus. Nach mehreren Besitzwechseln gelangte die Herrschaft Justingen im Jahr 1530 an die Freiherren von Freyberg, zunächst an die Angelberger und seit dem Dreißigjährigen Krieg an die Eisenberger Linie. Die hoch verschuldete Familie verkaufte die Herrschaft schließlich 1751 an Herzog Karl Eugen von Württemberg.
Die ursprüngliche Bestandsbezeichnung "Herren von Justingen" war letztlich missverständlich, da die Unterlagen des vorliegenden Bestandes fast ausschließlich aus der Zeit der Freybergischen Herrschaft stammen. Sie wurde daher im Zuge der Retrokonversion und Überarbeitung des alten Repertoriums abgeändert.
Inhalt und Bewertung
Den Schwerpunkt des Bestandes bilden Unterlagen aus dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert, der Zeit Johann Pleickhardts von Freyberg (1565-1612) und seines Bruders Georg Ludwig (1574-1631), der zeitweilig die Vormundschaft für seine unmündigen Neffen übernahm. Sie betreffen vor allem das Verhältnis zu den eigenen Untertanen und zum Herzogtum Württemberg.
Weitere Unterlagen über den Ort und die Herrschaft Justingen sowie die Freiherren von Freyberg finden sich in folgenden Beständen:
A 44 Urfehden
A 55 Darlehen und Schulden
A 82 Reichslehen und Regalien
A 153 Adel I
A 157 Lehenleute
A 160 Württembergischer Lehenhof
A 206 Oberrat, Ältere Ämterakten
A 213 Oberrat, Jüngere Ämterakten
A 302 Weltliche Ämterrechnungen
A 430 L Stabsamt Justingen
B 88 a Freiherren von Freyberg (-Wellendingen)
Das auf einem Findmittel von Johann Jakob Gabelkover aus der Zeit um 1620 basierende Zettelrepertorium wurde im Oktober 2017 von der Zeitangestellten Barbara Mayer unter Anleitung des Unterzeichneten retrokonvertiert. Unter Durchsicht der Originalunterlagen wurden die Titelaufnahmen anschließend geprüft und ggf. modernisiert. Neu erstellt wurde ein Orts- und Personenindex, für den nach Möglichkeit Normdeskriptoren verwendet wurden.
Der Bestand umfasst weiterhin 3 Urkunden und 7 Büschel (Bü 1-8, Bü 3 fehlt seit einer kriegsbedingten Auslagerung) bzw. 0,50 lfd. m.
Stuttgart, im März 2018
Johannes Renz
3 Urkunden, 8 Büschel (0,50 lfd. m)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:39 PM CET
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