Justiz- und Oberamt Habitzheim (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Staatsarchiv Wertheim, R-H 3
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim (Archivtektonik) >> Rosenbergisches Archiv >> Provenienzbestände >> Lokalverwaltung
1734-1827
Zur Geschichte der Behörde: Im Jahr 1770 fand beim Amt Habitzheim eine Kompetenzenaufteilung in der Art statt, dass die Kammersachen von den Aufgaben der Regierung und Justiz getrennt wurden und der Amtsschreiber Ludwig Friedrich Treffz die Funktion eines Rentmeisters übernahm. Für die Regierungs- und Justizsachen war zuerst noch der Rat und Amtmann Heidt, ab 1771 der Rat und Amtmann Georg Peter Scherer zuständig. Dessen Amtszeit wurde von einem kurzen Zwischenspiel des Amtsmann Schmuck in den Jahren 1773 bis 1775 unterbrochen. Nach dem Tod Scherers berief Fürst Carl zu Löwenstein-Wertheim-Rochefort am 2. Januar 1779 Franz Camesasca aus Schweigern bei Heilbronn zum Rat und Amtmann. Am 1. Juli 1789 wurde dem Rat und Amtmann Camesasca neben seinen Aufgaben im sog. Jurisdictionalamt auch die Rentei zu Habitzheim übergetragen. Der zu diesem Zeitpunkt amtierende Rentmeister Christl sollte anderweitige Verwendung finden. Im Jahr 1805 schlossen Hessen-Darmstadt und das Haus Löwenstein-Wertheim-Rochefort einen Teilungsvertrag zwecks Arrondierung ihrer jeweiligen Besitzungen. Da dem Amt Habitzheim seit dem Erwerb der Herrschaft Nauses 1792 und 1797 die Kellerei Nauses mit ihrem ehemals sickingischen Keller J.H.Entz unterstellt war, wurde das Amt Habitzheim auf Antrag des Amtmanns Franz Xaver Camesasca zum Oberamt ernannt. Camesasca erhoffte sich dadurch eine Klarstellung der Jurisdiktionsverhältnisse gegenüber den unterstellten Vogteibeamten in Nauses (ehem. Grafen von Sickingen) und Hetschbach (ehem. Freiherren von Wambold). Als im Jahr 1806 die Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rochefort mediatisiert wurden, gelangte das Oberamt Habitzheim unter die Souveränität von Hessen-Darmstadt. Mit der Unterstellung des Oberamts unter die Gesamtjustizkanzlei in Michelstadt i.O. wurde aus dem Amtmann der Justizamtmann Camesasca. Im Jahr 1822 erfolgte die Vereinigung des Justizamts mit dem Landratsbezirk Breuberg bzw. Landgerichtsbezirk Höchst.
Zur Geschichte des Bestandes: Die Geschichte des Bestandes ist eng verbunden mit der des Rentamts Habitzheim und des Rentamts Breuberg. Die Erklärung hierfür ist darin zu suchen, dass Franz Xaver Camesasca seit 1789 Rentamt und Jurisdiktionalamt Habitzheim in Personalunion versah. Dadurch kam es zu Vermischungen, die sich noch heute in den Beständen widerspiegeln und die es erforderlich machen, beide Bestände nebeneinander zu benutzen. Weitere Hinweise finden sich in der Einleitung zum Findbuch des Bestandes H 9 II Rentamt Habitzheim.
Zur Bearbeitung des Bestandes: Der Bestand H 3 Justiz- und Oberamt Habitzheim setzt sich zum größten Teil aus Akten zusammen, die sich bei dem Ankauf der fürstlichen Archive durch das Land Baden-Württemberg im Jahr 1975 in vollkommen ungeordnetem Zustand befanden und im Rahmen der Strukturierungsmaßnahmen in der Abt. Rosenberg des Staatsarchivs Wertheim im Jahr 1996 nach Provenienzen geordnet worden waren. Dazu kamen etliche bei früheren Ordnungsarbeiten nur oberflächlich erfasste Akten. Der Bestand wurde von Herbst 1998 bis Frühjahr 1999 von Frau Reinhild Felgenträger und im Frühjahr 2000 von Herrn Reinhard Barthel verzeichnet. Die Klassifikation und die Endredaktion des Findbuchs erledigte die Unterz.. Die Laufzeit reicht von 1734 bis 1827, der Schwerpunkt liegt am Beginn des 19. Jahrhunderts. Der Bestand umfasst 159 Einheiten in 1,2 lfd.m. Kassationen wurden nur in Einzelfällen vorgenommen. Dabei handelte es sich überwiegend um Duplikate oder Einzelschriftstücke ohne Aussagewert. Ein geographischer Index, ein Personalindex und eine Konkordanz von Bestellnummern und Ordnungsnummern am Ende des Findbuchs sollen für die Benutzer den Zugang erleichtern, die nicht die Recherchiermöglichkeiten der Findbuchdatei am PC nutzen können. Enge Überschneidungen gibt es vor allem mit den Beständen H 6 (Rentamt Breuberg), H 9 I (Amt Habitzheim), H 9 II (Rentamt Habitzheim) und H 9a (Kellerei Nauses). Wertheim-Bronnbach, im März 2001 M.Heine
Zur Geschichte des Bestandes: Die Geschichte des Bestandes ist eng verbunden mit der des Rentamts Habitzheim und des Rentamts Breuberg. Die Erklärung hierfür ist darin zu suchen, dass Franz Xaver Camesasca seit 1789 Rentamt und Jurisdiktionalamt Habitzheim in Personalunion versah. Dadurch kam es zu Vermischungen, die sich noch heute in den Beständen widerspiegeln und die es erforderlich machen, beide Bestände nebeneinander zu benutzen. Weitere Hinweise finden sich in der Einleitung zum Findbuch des Bestandes H 9 II Rentamt Habitzheim.
Zur Bearbeitung des Bestandes: Der Bestand H 3 Justiz- und Oberamt Habitzheim setzt sich zum größten Teil aus Akten zusammen, die sich bei dem Ankauf der fürstlichen Archive durch das Land Baden-Württemberg im Jahr 1975 in vollkommen ungeordnetem Zustand befanden und im Rahmen der Strukturierungsmaßnahmen in der Abt. Rosenberg des Staatsarchivs Wertheim im Jahr 1996 nach Provenienzen geordnet worden waren. Dazu kamen etliche bei früheren Ordnungsarbeiten nur oberflächlich erfasste Akten. Der Bestand wurde von Herbst 1998 bis Frühjahr 1999 von Frau Reinhild Felgenträger und im Frühjahr 2000 von Herrn Reinhard Barthel verzeichnet. Die Klassifikation und die Endredaktion des Findbuchs erledigte die Unterz.. Die Laufzeit reicht von 1734 bis 1827, der Schwerpunkt liegt am Beginn des 19. Jahrhunderts. Der Bestand umfasst 159 Einheiten in 1,2 lfd.m. Kassationen wurden nur in Einzelfällen vorgenommen. Dabei handelte es sich überwiegend um Duplikate oder Einzelschriftstücke ohne Aussagewert. Ein geographischer Index, ein Personalindex und eine Konkordanz von Bestellnummern und Ordnungsnummern am Ende des Findbuchs sollen für die Benutzer den Zugang erleichtern, die nicht die Recherchiermöglichkeiten der Findbuchdatei am PC nutzen können. Enge Überschneidungen gibt es vor allem mit den Beständen H 6 (Rentamt Breuberg), H 9 I (Amt Habitzheim), H 9 II (Rentamt Habitzheim) und H 9a (Kellerei Nauses). Wertheim-Bronnbach, im März 2001 M.Heine
Bestand
Habitzheim : Otzberg DA; Justizamt
Habitzheim : Otzberg DA; Oberamt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ