1.) Eine Hofstätte zu Rauschenberg [Burg in der Gemarkung Rauschenberg, Gem. Rauschenberg, Lkr. Marburg-Biedenkopf], die zwischen dem Viehhaus des...
Vollständigen Titel anzeigen
Urk. 14, 14184
Vgl. altes Findbuch (R Nr. 1354), s.v. von Weitershausen, Nr. 4
A I u, von Weitershausen sub dato
Urk. 14 Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u]
Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u] >> Aktivlehen >> Personenbetreffe W >> Wech-Wei >> Weitershausen, von >> 1600-1699
1672 Juni 18
Lehnsrevers
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: 1.) Eine Hofstätte zu Rauschenberg [Burg in der Gemarkung Rauschenberg, Gem. Rauschenberg, Lkr. Marburg-Biedenkopf], die zwischen dem Viehhaus des Vorfahren der 1611 Belehnten, Balthasar von Weitershausen, und der Behausung des Hartmann Stocker liegt und vorn an die Gasse grenzt, wie sie dem verstorbenen Christian von Weitershausen, dem Vorfahren der 1611, gehört hatte und Balthasar von Weitershausen von den Töchtern seines Halbbruders Konrad von Weitershausen, Elisabeth und Judith von Weitershausen, erblich gekauft hatte; diese Hofstätte hatte der genannte Balthasar Landgraf Ludwig von Hessen dem Älteren anstatt des Burgsitzes zu Rauschenberg, der davor abgebrannt und über 60 Jahre unbebaut war, durch einen Vertrag eigentümlich überlassen und aufgetragen; anschließend war sie an seinen Schwiegersohn Konrad Laucke zum Bebauen gegeben worden; 2.) ein Gut, genannt das Gettingut, vor Rauschenberg mit all seinem Zubehör an Äckern, Gärten und Wiesen; 3.) die Burgwiese zu Schmaleichen [Wüstung in der Gemarkung der Stadt Rauschenberg, Lkr. Marburg-Biedenkopf] neben der (Specken); 4.) ein Burglehen zu Rauschenberg; 5.) ein Gut zu Zettrichhausen [Hof in der Gemarkung der Stadt Rauschenberg, Lkr. Marburg-Biedenkopf], genannt das Obenern Gut, mit all seinem Zubehör, Äcker, Gärten, Wiese, Holz, Feld, Wasser und Weide, wie es ehemals der verstorbene Christian von Weitershausen und dessen Vater als Lehen besessen und der Vorfahr der 1611 Belehnten, Balthasar, nach dem Tod Christians ohne Hinterlassung von männlichen Lehnserben zu neuem Lehen erworben hatte, womit dann er und sein Sohn Konrad belehnt worden waren; 6.) der Zehnt zu Emsdorf [Stadtteil von Kirchhain, Lkr. Marburg-Biedenkopf] zwischen Burgholz und Erksdorf; 7.) ein Garten, genannt der große Garten, unter der Kapelle zu Rauschenberg an dem Stückbornweg und an Stückhards Garten an grenzend; 8.) fünf Gulden Geld Marburger Währung jährlich an Martini, vom Kammermeister aus der Rentkammer zu entrichten, als Mannlehen.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Georg Bernhard von Weitershausen
Vermerke (Urkunde): Siegler: Georg Bernhard von Weitershausen
Belehnte/r: Georg Bernhard und Reinhard von Weitershausen, Söhne des verstorbenen Hans Konrad von Weitershausen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik)
- Gliederung (Tektonik)
- Urkunden (Tektonik)
- Hessen (Tektonik)
- Landgräfliches Archiv (Hessen-Kassel) (Tektonik)
- Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u] (Bestand)
- Aktivlehen (Gliederung)
- Personenbetreffe W (Gliederung)
- Wech-Wei (Gliederung)
- Weitershausen, von (Gliederung)
- 1600-1699 (Gliederung)