Kurfürst Philipp von der Pfalz bestellt Wilhelm, Herr zu Rennenberg und Winterberg von Haus aus zu seinem Diener für die nächsten drei Jahre. Er soll treu und gegen alle in allen angeforderten Angelegenheiten dienen und wohlgerüstet mit sieben Pferden dienstbereit sein. Wenn er zum Dienst angefordert wird, soll er zum Pfalzgrafen kommen, bis ins Schloss verköstigt werden und dann vom Hof Futter, Mahl, Nagel und Eisen wie andere seine Genossen erhalten. Kriegs- und Pferdeschäden werden ihm ersetzt, sollte darüber keine gütliche Einigung zustande kommen, sollen der Hofmeister, Marschall und zuständige Hauptmann nach Gewohnheit des Hofs entscheiden. Wilhelm schwört treue, Huld und Schadenswarnung sowie gehorsam zu dienen und alles zu tun, was ein treuer Diener seinem Herrn schuldig ist. Für seinen Dienst erhält er jährlich zu St. Martin [= 11.11], wenn sein Dienstjahr beginnt und endet, aus der pfalzgräflichen Kammer 150 Gulden. Von seinem Dienst hat er Erzbischof Hermann von Köln, Erzherzog Philipp von Österreich und Herzog Wilhelm von Jülich (Gulch) und Berg ausgenommen.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz bestellt Wilhelm, Herr zu Rennenberg und Winterberg von Haus aus zu seinem Diener für die nächsten drei Jahre. Er soll treu und gegen alle in allen angeforderten Angelegenheiten dienen und wohlgerüstet mit sieben Pferden dienstbereit sein. Wenn er zum Dienst angefordert wird, soll er zum Pfalzgrafen kommen, bis ins Schloss verköstigt werden und dann vom Hof Futter, Mahl, Nagel und Eisen wie andere seine Genossen erhalten. Kriegs- und Pferdeschäden werden ihm ersetzt, sollte darüber keine gütliche Einigung zustande kommen, sollen der Hofmeister, Marschall und zuständige Hauptmann nach Gewohnheit des Hofs entscheiden. Wilhelm schwört treue, Huld und Schadenswarnung sowie gehorsam zu dienen und alles zu tun, was ein treuer Diener seinem Herrn schuldig ist. Für seinen Dienst erhält er jährlich zu St. Martin [= 11.11], wenn sein Dienstjahr beginnt und endet, aus der pfalzgräflichen Kammer 150 Gulden. Von seinem Dienst hat er Erzbischof Hermann von Köln, Erzherzog Philipp von Österreich und Herzog Wilhelm von Jülich (Gulch) und Berg ausgenommen.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 819, 157
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Liber ad vitam III (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1502 November 15 (uff dinstag nach sannt Martins tag)
fol. 145r-146r
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Mit dem Vermerk, dass gleichermaßen Hermann Rump auf fünf Pferde für 50 Gulden bestellt wurde. Dieser nimmt den Herzog von Berg und Graf Philipp von Waldeck aus.
Rump, Hermann; erw. 1502
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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