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Verschiedene Interessenten und Vormünder bekunden, dass sie für
ihre Mündel (pupillen) Ansprüche gegen das Kloster Fulda wegen des
Merlauischen Ri...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1691-1700
1699 August 23
Ausfertigung, Papier, fünf aufgedrückte Lacksiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: So geschehen den 23. Augusti 1699
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Verschiedene Interessenten und Vormünder bekunden, dass sie für ihre Mündel (pupillen) Ansprüche gegen das Kloster Fulda wegen des Merlauischen Ritterguts und dessen Zubehör in Steinau zu vertreten haben. Wegen dieses Guts kam es bereits zu einem Prozess vor dem Reichskammergericht, man hat sich aber entschlossen, zu einem freundschaftlichen Vergleich (amicable composition) zu kommen. Da sie jedoch entweder ortsfremd (entseßenlich) oder wegen anderer Umstände (reconventien) verhindert sind, haben die Interessenten und Vormünder Christoph Kaspar von der Tann, sachsen-coburgischer Kammerjunker sowie geliebten Sohn, Freund, Vetter und Mitinteressenten in dieser Sache zu ihrem Bevollmächtigten ernannt. Christoph Kaspar soll die Interessen der Mündel gegen das Kloster in ihrem Namen auf bestmögliche Art und Weise vertreten, entweder durch die Fortsetzung des Prozesses vor dem Reichskammergericht in Wetzlar oder durch eine gütliche Einigung. Vor einem Vergleich mit dem Kloster muss er sich mit den Interessenten und Vormündern abstimmen. Dazu soll er außerdem vor jedem wichtigen Schritt mit dem Rechtsbeistand (consulent) der Genannten in Kontakt treten, sich mit diesem beraten und nur mit dessen Zustimmung eine Entscheidung treffen. Für seine Dienste wird der Rechtsbeistand in Raten (pro rata) entlohnt, wofür die Genannten und ihre Mündel die für diese Zahlungen notwendigen Güter verpfänden. Ankündigung der Unterfertigung. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: 1. Seite, 2. und 3. Seite, Rückseite; Siegel: 1. Lacksiegel, 2. Lacksiegel, [[jpg:hstam/Urk. 75/Urk. 75 Reichsabtei Fulda ...
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Juliane von der Tann / gebohren von Bottler wittwe
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Adolph Melchior von undt / zu der Tann manu propria
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Susanna von Manßbach / gebohrne von der Tann / wittwe
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Philipp Adam von Buttlar manu propria
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Joh.[ann] Gabriel Grosgebauer manu propria)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Juliane von der Tann geborene von Buttlar
Vermerke (Urkunde): Siegler: Adolf Melchior von der Tann
Vermerke (Urkunde): Siegler: Susanna von Mansbach geborene von der Tann
Vermerke (Urkunde): Siegler: Philipp Adam von Buttlar
Vermerke (Urkunde): Siegler: Johann Gabriel Grosgebauer
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.