Nikolaus Frankengrüner (Niclas Franchengruener), Bürger zu Eger, übereignet in Befolgung einer entsprechenden Anordnung seines verstorbenen Vaters Hermann Frankengrüner dem Deutschordenshaus Eger zwei Höfe in Sebenbach (Sebenpach), die von Heinel dem Lenk bzw. von Hans, dem Sohn des verstorbenen Michael (des Michels seligen sun), bewirtschaftet werden. Jeder Hof zinst jährlich fünf Karren (karn) Roggen (korns) und fünf Karren Hafer zu Michaelis mit der dazugehörigen Weissat (weysoeden), je 30 Eiern und einem Käse zu Ostern und zu Pfingsten sowie einem Huhn zu Weihnachten. Außerdem zinst jeder Hof jährlich zu Michaelis ein halbes Pfund Heller. Dies ist der Ersatz für einen Heu- und Holzzins, der den Zinsleuten zu hoch erschien und den das Deutschordenshaus zusammen mit dem Aussteller der Urkunde auf die oben genannte Geldsumme verringert hat. Die übereigneten Güter sollen für eine tägliche Messe am St. Leonhard-Altar (send Linhardes alter) der Pfarrkirche zu Eger zum Seelenheil für den Aussteller, seine Eltern sowie seine Vorfahren und Nachkommen benutzt werden. - Siegel des Ausstellers und seines Oheims Heinrich Hasenzagel angekündigt.