Kurfürst Philipp von der Pfalz entlässt einige seiner Diener aus der gerichtlichen Strafverfolgung (ußs sorgen). Im vergangenen Sommer hatten während des Kriegs Wolf Kämmerer von Dalberg, Hans Schlüchterer von Erfenstein (Sluchter von Erffenstein), Georg Schütz von Gerau (Jorg Schutz von Geraw), Jost von Werde, Jeckel etc. etliche Güter der Ingold von Straßburg aufgehalten und in der Annahme, dass es Güter der Feinde wären, nach Oppenheim gebracht. Der Pfalzgraf hatte die Diener unversehens zur Herausgabe aufgefordert, da die Ingold mit Leib, Habe und Gütern im Schirm des Pfalzgrafen stehen und nicht gegen den Pfalzgrafen Partei ergriffen haben. Die Güter wurden wieder überstellt, weshalb der Pfalzgraf nun alle, die mit der Sache verbunden waren, aus der Strafverfolgung entlässt und verspricht, keine Forderungen mehr zu haben. Was von den Ingold an Geld und Perlen (gelt und berlin) genommen und teilweise verbeutet (verpewt) ist und nach der Rückgabe noch aussteht, darüber will sich der Pfalzgrafen mit den Ingold vertraglich einigen und die oben Genannten schadlos halten.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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