Eine "Wüste" auf der Zollernalb
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/004 D931017/103
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/004 Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1993
Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1993 >> April
26. April 1993
Um Öl aus Schiefer zu gewinnen, mußten Zwangsarbeiter am Ende des Zweiten Weltkriegs sich zu Tode schuften. Eine Geschichts-AG am Balinger Gymnasium befragt Zeitzeugen und forscht in Archiven. Demnächst soll es dazu eine Ausstellung geben. (aus: SDR-Sendelaufplan) N.N., Schüler des Gymnasiums Balingen: In Archivordnern vom Zementwerk Dotternhausen aus den Jahren 1930 bis 1945 haben sie einen ausführlichen Briefwechsel mit der NSDAP-Führung in Berlin über die Ölschieferforschung gefunden. Die Zwangsarbeiter, die den Schiefer abbauen mußten, lebten unmittelbar am Abbaugebiet in sieben Konzentrationslagern. Die Geschichte der Zwangsarbeiter ist kaum aufgearbeitet. Die meisten Leute, die man in der Umgebung befragte, wollten sich nicht mehr an die damalige Zeit erinnern. OPFERMANN: Zeitzeugen werden befragt anhand von einigen Luftaufnahmen vom Projekt "Wüste" aus den Jahren 1944 und 1945, die er sich in London besorgte.
0:05:00; 0'05
Audio-Visuelle Medien
Opfermann, Immo
Balingen BL
Dotternhausen BL
Arbeit: Zwangsarbeit
Energie: Schieferöl
Konzentrationslager
Nationalsozialismus: Folgen: Zwangsarbeiter
Nationalsozialismus; Judenverfolgung
Rohstoff
Schule: Gymnasium
Zweiter Weltkrieg
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:30 MEZ