Zuständigkeitsfragen. Die Kläger waren wegen eines Vorfalls, bei dem Nobis am 6. Okt. 1721 nach der Prozession an der Eiche ein Auge ausgeschlagen worden war, vor den - ihren Angaben nach nicht vereidigten - Schultheiß und nunmehrigen Amtmann von Kornelimünster J. C. Cramer geladen und von ihm zu einer Brüchte von 10 Goldgulden, Erstattung des Arztlohnes und zur Schadenersatzleistung verurteilt worden. Die Kläger bestreiten seine Zuständigkeit gegenüber der des nach dem Vertrag zwischen dem Herzog von Jülich und dem Abt zuständigen Landgerichtes, machen Verfahrensmängel geltend und werfen ihm vor, sein Urteil trotz der hilfsweise eingelegten Appellation zur Ausführung gebracht zu haben.
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Zuständigkeitsfragen. Die Kläger waren wegen eines Vorfalls, bei dem Nobis am 6. Okt. 1721 nach der Prozession an der Eiche ein Auge ausgeschlagen worden war, vor den - ihren Angaben nach nicht vereidigten - Schultheiß und nunmehrigen Amtmann von Kornelimünster J. C. Cramer geladen und von ihm zu einer Brüchte von 10 Goldgulden, Erstattung des Arztlohnes und zur Schadenersatzleistung verurteilt worden. Die Kläger bestreiten seine Zuständigkeit gegenüber der des nach dem Vertrag zwischen dem Herzog von Jülich und dem Abt zuständigen Landgerichtes, machen Verfahrensmängel geltend und werfen ihm vor, sein Urteil trotz der hilfsweise eingelegten Appellation zur Ausführung gebracht zu haben.
AA 0627, 234 - B 393/2145
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1723-1724 (1721-1723)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Michael Becker, Sohn des Johann Becker, und Johann Knorr, Oberforstbach (Land Kornelimünster), (Bekl.) Beklagter: Friedrich Nobis und Konsorten, Kornelimünster, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Petrus Thonet 1723 - Subst.: Dr. Johann Wilhelm Ludolf Prokuratoren (Bekl.): Lic. Helffrich (1723) Prozeßart: Citationis super nullitatibus cum compulsorialibus Instanzen: RKG 1723-1724 (1721-1723) Beweismittel: Akten des Verfahrens vor dem Schultheißen, offenbar nach der Handakte der Kläger (Bl. 25 - 70). Beschreibung: 2 cm, 75 Bl., lose; 9 unquadrangulierte Aktenstücke, deren Übergabe im Protokoll ohne Quadrangelvergabe verzeichnet ist.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:21 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)