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Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda, bekundet, dass er den
Brüdern Hermann und Apel von Buchenau und ihren Erben 1600 Schilling
Tournosen sch...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1351-1360
1357 März 21
Ausfertigung, Pergament, zwei angehängte Siegel (fehlen)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der gegeben ist noch Cristie geburten dryzenhundert jar in dem syben und funfzigstem jare am dem Tistage nach Letare
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda, bekundet, dass er den Brüdern Hermann und Apel von Buchenau und ihren Erben 1600 Schilling Tournosen schuldet, die er zum Nutzen des Klosters verwandt hat. Dafür erhalten sie mit Zustimmung von Dekan Dietrich und dem Konvent von Fulda für 600 Tournosen als Amtsleute das Haus und Amt Fürsteneck ohne das Hochgericht, die Landsteuer und die Abtsherberge. Für 1000 Tournosen erhalten sie mit Zustimmung von Dekan und Konvent eine Rente in Höhe von 80 Tournosen aus der Stadtbede von Hünfeld; Zahlungstermin ist Martini [November 11] oder binnen Monatsfrist; gezahlt werden kann mit Tournosen, lötigem Siber oder alten Hellern, wie es in Hersfeld üblich ist. Bei Zahlungsverzug können Hermann und Apel das Kloster pfänden. Abt und Kloster behalten den Wiederkauf vor, den sie ein Vierteljahr vorher ankündigen müssen. Es kann mit Turnosen, lötigem Siber oder alten Hellern, wie es in Hersfeld üblich ist, gezahlt werden. Zahlungsort ist die Stadt Hersfeld oder Friedewald oder Landeck. Der Wiederkauf ist nur ungeteilt möglich. Hermann und Apel oder ihre Erben können die Rücknahme der Pfänder verlangen und müssen dies ein Vierteljahr vorher ankündigen; Zahlungsort ist die Stadt Hersfeld oder Friedewald oder Landeck. Sollten Haus und Amt Fürsteneck in einem Krieg verloren gehen, sollen die von Buchenau bei der Rückgewinnung helfen. Dafür werden sie nach der Wiedergewinnung wieder eingesetzt. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Abt Heinrich]
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Dekan Dietrich und der Konvent von Fulda]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.