Hans Stöcklin und Moritz Füeß, beide wohnhaft zu Langenenslingen, bekennen für sich, ihre Erben und Nachkommen, dem edlen festen Albrecht Schenk von Stauffenberg zu Wilflingen, Rat des Ehz. Ferdinand zu Österreich und Hauptmann zu Konstanz, ihrem günstigen Junker, seinen festen Erben und Nachkommen und allen, die diese Urkunde mit deren Wissen und Willen besitzen, 15 fl rh in guter Münze, 15 Batzen oder 60 kr je Gulden, jährlich, acht Tage vor oder nach Martini [11. Nov.], in Wilflingen aus ihren nachgen. eigenen Äckern und Wiesen bezahlen zu wollen, nämlich 1 J. Acker im Esch auf Kaucha am Langen Weg (Anst.: Jakob Stöcklin und Georg Müller), 1 J. im Egelsee am Langen Weg (Anst.: Jakob Fieß Wwe. und Hl. Geist Hof zur Scheer), 1 J. Acker am großen Oberen Esch am Burgweg (Anst.: Stoffel Harscher, Conlins Sohn), 1 J. Acker am Langen Weg (Anst.: Kilweg und Jakob Schautten), 1 1/2 J. Acker im Esch auf Hartmanns Bühel am Langen Weg (Anst.: Jakob Fieß Wwe. und Hans Bayers Wwe.), 1 Brach-J. im Kemental am Langen Weg (Anst.: Jakob Fieß Wwe. und Burgweg), 1 J. im Esch Eichenberg im Egelsee am Langen Weg (Anst.: Georg Bauer und Egelsee), 1 J. hinter dem Eichenberg am Langen Weg (Anst.: Jakob Fieß Wwe. und Hans Bayers Wwe.), 1 J. Garten zu 2/4 Hanfsamen am Langen Weg (Anst.: Hans Stöcklin und Truchsessengäßlin), 1 Mm. Wiese im Breitrind in der Beize am Langen Weg (Anst.: Hans Stöcklin und die Äbtissin zu Heiligkreuztal), 1/4 J. Wieswachs am Langen Weg (Anst.: Hans Stöcklin und Hans Appen). Die A. erklären die gen. Güter für frei ledig und eigen, ausgenommen 20 Viertel Unzen Riedlinger Maß, 1/2 Viertel Eier, 215 kr Heuzins und der gewöhnliche Zehnt, die an den Gf. Karl zu Hohenzollern, Sigmaringen und Veringen jährlich abzuführen sind. Der gen. Zins von jährlich 15 fl rh soll ferner bestritten werden aus: 1 J. im Esch Eichenberg am Langen Weg (Anst.: Holzgasse und Kaspar Schmid), 1 1/2 J. vor dem Eichenberg am Langen Weg (Anst.: Georg Bauer und Georg Holdings Erben Anwander), ½ J. hinter dem Eichenberg am Langen Weg (Anst.: Peter Holding und Georg Bauer). Als Unterpfand für die gen. Zinszahlung an Albrecht Schenk von Stauffenberg bietet der gen. Moritz Füeß die folgenden Grundstücke: Im Esch Eichenberg 1 J. Acker in Stücken am Langen Weg (Anst.: Hans Bayer), 1 J. Acker in Stücken am Langen Weg (Anst.: Georg Hölding und Holzgasse) und 1 J. Acker hinter dem Eichenberg am Langen Weg (Anst.: Conlin Harscher und Gorius Sautter), im Esch Kaucha 1/2 J. am Langen Weg (Anst.: Bonifaz Geiger und Katharina Eppin), 1 J. Acker an der Sein am Langen Weg (Anst.: Georg Bayer und Georg Bauer), 1/2 J. Acker an der Sein am Langen Weg (Anst.: Hans Bayer und Conlin Harscher), 1/2 J. Acker hinter dem Garten am Langen Weg (Anst.: Hans Bauer und der Graben), 1/2 Mm. Wiese am Priellen am Langen Weg an der Spekh und stößt auf das wisen Buchlen. Diese Grundstücke sollen gleichfalls frei eigen und unversetzt sein mit Ausnahme von 14 Vierteln Unzen und elf Vierteln Hafer Riedlinger Maß, 115 Eiern, 7 ß pf Heuzins und des gewöhnlichen Zehnts, die an den Gf. Karl von Hohenzollern, Sigmaringen und Veringen gehen. Die A. erklären, daß der ehrbare Schultheiß und das Gericht des Dorfs Langenenslingen die gen. Unterpfänder für den jährlichen Zins an Albrecht Schenk von Stauffenberg als ausreichend anerkannt haben und der Kauf des Zinses für 300 fl rh in guter Münze, 15 Batzen oder 60 kr je Gulden, mit Wissen und Willen der Sigmaringer Obrigkeit getätigt worden ist. Die erwähnte Summe von 300 fl rh sollte nach dem Willen des verst. Sebastian Schenk von Stauffenberg, dem Vater des gen. Albrecht Schenk von Stauffenberg, angelegt und mit den Zinsen die armen Leute bedacht werden. Zur weiteren Sicherheit des Kaufs setzen die A. die ehrbaren Lamprecht Höldinger, Hieronimus Iler, Michel Stöcklin d. A. und Hans Stöcklin d. Ä., alle wohnhaft in Langenenslingen, als rechte Bürgen ein. Albrecht Schenk von Stauffenberg oder seine Erben können die Bürgen zum Einlager in ein Wirtshaus auffordern, bis ihnen Genugtuung geleistet worden ist. Für den Fall, daß die A. und die gen. Bürgen den Bestimmungen der Urkunde nicht nachkommen, dürfen sich Albrecht Schenk von Stauffenberg oder ihre Erben an dem Besitz der A., ihrer Erben und der B. schadlos halten. Die A. behalten sich und ihren Erben jedoch vor, die 300 fl Hauptgut mit einer Frist von 1/4 Jahr wieder aufkündigen zu können. Die Bürgen bekräftigen den Inhalt der Urkunde.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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