Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Sammlungen >> Druckschriften-, Plakat- und Zeitungssammlungen >> Druckschriften und Plakate >> Flugschriftensammlung nach 1945
Ab 1945
Überlieferungsgeschichte
Das Hauptstaatsarchiv bemüht sich laufend, Material dieser Art zu sammeln, insbesondere vor Wahlen zum Landtag oder Bundestag sowie Europawahlen.
Inhalt und Bewertung
Im wesentlichen enthält die Sammlung Druckschriften aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkriegs, besonders reichlich vorhanden ist Material zu Wahlen und zu breit gefächerten Themen der Zeitgeschichte und Politik. Sie umfassen alle gesellschaftlichen und politischen Bereiche und geben tiefe Einblicke in die Befindlichkeit von Staat und Gesellschaft seit dem Zweiten Weltkrieg. Bei der Sammlung handelt es sich hauptsächlich um Broschüren und Blätter mit Massenverbreitung.
Gegliedert ist der Bestand zuerst nach räumlichen Gesichtspunkten:
A. Baden-Württemberg
B. Bundesrepublik Deutschland
C. Deutsche Demokratische Republik
D. Außerdeutsche Staaten, Regionen, Erdteile; Weltfragen
E. Internationale Organisationen
Innerhalb dieser Hauptgruppen werden die Druckschriften nach sachthematischen Punkten gegliedert:
I. Allgemeines
II. Geschichte
III. Verfassung und Verwaltung
IV. Politische Parteien, Wahlen, Ideologien, Propaganda, Programme
V. Öffentliche Einrichtungen und Versorgungsbetriebe
VI. Recht und Gesetz, Justiz, Strafvollzug, Verbrechen, Verbrechensbekämpfung, Polizei, Datenschutz
VII. Statistik, Demoskopie, Landesvermessung, Geodäsie, Datenverarbeitung
VIII. Kirchen und Religionsgemeinschaften
IX. Erziehung und Wissenschaft, Erwachsenenbildung
X. Gesundheitswesen und Sport, Wandern, Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Bäder, Rauschgiftbekämpfung
XI. Soziale Angelegenheiten, Sozialpolitik, Vertriebene, Flüchtlinge, Kriegsgräberfürsorge, Kinder- und Jugendfragen, Frauen, Ältere, Ausländer
XII. Wirtschaft
XIII. Kulturelles Leben, Kulturpolitik
XIV. Bau- und Wohnungswesen
XV. Verkehrswesen mit Post- und Fernmeldewesen
XVI. Gaststättengewerbe und Fremdenverkehr
XVII. Verteidigung, Militär, Traditionsverbände
XVIII. Luftschutz, Zivilschutz, Seenotrettung, Bergwacht u.ä.
XIX. Beziehungen zu Nachbargemeinden, zu Land und Bund, DDR
XX. Beziehungen zum Ausland, Auswanderung, Auslandsdeutsche
XXI. Bedeutende Persönlichkeiten
Diese Gliederung wird besonders bei den Hauptgruppe Baden-Württemberg und Bundesrepublik Deutschland angwandt, die anderen Hauptgruppen sind weniger tief gegliedert.
Unter Punkt IV werden Druckschriften von Parteien und sonstigen politischen Organisationen gesammelt.
Insgesamt umfasst der Bestand zur Zeit 5445 Verzeichnungseinheit, z.T. enthält eine Verzeichnungseinhait auch mehrere Druckschrift, Broschüren, Flyer und ähnliches Material. Vor allem in der Rubrik IV. (Politische Parteien, Wahlen, Ideologien, Propaganda, Programme) werden auch weiterhin Ergänzungen stattfinden, die anderen Rubriken werden inzwischen aufgrund Personalmangels nicht mehr weiter gepflegt.
ca. 540 Druckschriften (2,5 lfd. m)
Bestand
Ähnliches Material befindet sich in folgenden Beständen: J 121, J 122, J 150, J 151, J 153
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.