Akten des Landgrafen Philipp: Instruktion und Vollmacht für die nach der Abreise des Landgrafen im Lager bezw. bei dem Kurfürsten von Sachsen zurückbleibenden hessischen Räte Wilhelm v. Schachten Feldmarschall, Adam Trott d.Ä., Hermann v.d. Malsburg, Siegmund v. Boineburg obersten Musterherrn, Georg v.d. Malsburg Feldmarschallleutnant und Jost v. Weiters Pfennigmeister, und Briefwechsel mit ihnen. (Auch der Vizekanzler Valentin Breul befand sich bei den Kriegsräten. Von den Gegenakten der Kriegsräte ist nur ein Schreiben des Landgrafen (Zwingenberg 30. November) erhalten.) Schreiben der Kriegsräte an den hessischen Zeugmeister Hans Rosenzweig
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Akten des Landgrafen Philipp: Instruktion und Vollmacht für die nach der Abreise des Landgrafen im Lager bezw. bei dem Kurfürsten von Sachsen zurückbleibenden hessischen Räte Wilhelm v. Schachten Feldmarschall, Adam Trott d.Ä., Hermann v.d. Malsburg, Siegmund v. Boineburg obersten Musterherrn, Georg v.d. Malsburg Feldmarschallleutnant und Jost v. Weiters Pfennigmeister, und Briefwechsel mit ihnen. (Auch der Vizekanzler Valentin Breul befand sich bei den Kriegsräten. Von den Gegenakten der Kriegsräte ist nur ein Schreiben des Landgrafen (Zwingenberg 30. November) erhalten.) Schreiben der Kriegsräte an den hessischen Zeugmeister Hans Rosenzweig
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3 Politisches Archiv Landgraf Philipps des Großmütigen
Politisches Archiv Landgraf Philipps des Großmütigen >> 2 Allgemeine Abteilung >> 2.22 Schmalkaldischer Krieg bis zur Kapitulation von Halle
November - Dezember 1546
Enthält: 1546 November. Instruktionspunkte: Abreise des Landgrafen zu den Herzögen Ulrich von Württemberg und Moritz von Sachsen, Brandschatzung der Stifter Würzburg und Bamberg, zwei Regimenter und einige Reiter sollen die Winterlager beziehen, das dritte Regiment (Reckerode) soll dem Kurfürsten mitgegeben werden, desgl. die übrigen Reiter mit Ausnahme der Hauptfahne und der Schützenfahnen, mit denen Wilhelm v. Schachten nach Hessen ziehen soll
Enthält: nötigenfalls Zug ins Stift Mainz, dann nach Gelnhausen und ins Stift Fulda
Enthält: Verschonung der Evangelischen vom Adel und der armen Leute
Enthält: Vollmacht zum Vertragsschlusse mit dem Kaiser, nassauische Sache
Enthält: Verweisung der Reiter zur Bezahlung an die sächsischen Städte
Enthält: Vergleich mit den Bischöfen
Enthält: keine Schlacht ohne guten Vorteil
Enthält: Dezember. Schwieriger Marsch am 24. November spät nach Mögglingen, am 25. Beschießung und Einnahme von Schwäbisch-Gmünd. Trennung Wilhelms v. Schachten und Adam Trotts mit den hessischen Truppen von dem Kurfürsten, Zurücklassung Hermanns v.d. Malsburg. Zug des Kurfürsten über Schorndorf, der Hessen über Schwäbisch-Hall. Schwierigkeit. Zurücklassung von sieben Geschützen (drei Schlangen und vier Kartaunen) in Schorndorf. Verhandlungen mit Schwäbisch-Hall und Dinkelsbühl (Schreiben des kaiserlichen Proviantkommissars an die letztere). Nachrichten aus des Kaisers Lager. Einfall des Hans Walter v. Hürnheim und Asmus v.d. Hauben in Ellwangen. Unzufriedenheit des hessischen Kriegsvolks wegen langsamer Bezahlung. Bote des Landgrafen ins kaiserliche Lager. - Der Kurfürst hat den Vertrag mit Schwäbisch-Gmünd dem Landgrafen nicht geschickt. Der Kurfürst von der Pfalz ist zum Kaiser gereist: Kurfürst Johann Friedrich möge sich gegen einen Vertrag nicht sperren. Schreiben der Herzogin Agnes. Sendung von Hakenschützen nach Rüsselsheim, desgl. Burkhards v. Hertingshausen Amtmanns zu Lichtenberg. Nötigenfalls Truppensendung nach Frankfurt. Der Kaiser bei Rothenburg o.d.T. Der Kurfürst von der Pfalz hat durch Heinrich Riedesel anzeigen lassen, er ziehe den Truppen der Verbündeten nach. In Neckarsulm Wiedervereinigung der Hessen mit dem Kurfürsten. Gemeinsamer Marsch bis Rothenburg im Kraichgau. Dann Trennung: der Kurfürst nach Darmstadt (mit dem Geschütz die Bergstraße hinab), Schachten und Trott gegen Aschaffenburg (über Amorbach, Miltenberg). Vereinigungspunkt Gelnhausen. Der Kurfürst will in sein Land. Ungewißheit, wo die beiden Regimenter zu überwintern sind. Plünderungen der Truppen, Verjagen der Hauptleute wegen Nichtbezahlung. Die Reiter wollen nicht mit dem Kurfürsten ziehen, sie seien denn zuvor bezahlt. Große Unordnung. Ergehen des verwundeten Christoph Hülsing. Aufgabe des Hauses Wallerstein. Johann Brenz an Valentin Breul über die Kaiserlichen. Ankunft Schachtens und Trotts in Gelnhausen. Änderung der Marschrichtung des Kurfürsten: Zusammenkunftsort Hersfeld. Die Reiter weigern sich länger zu dienen. Der Vertrag mit Schwäbisch-Gmünd. Ankunft des Kurfürsten in Grünberg (14. Dezember). Entschuldigung, weshalb der Marsch nicht nach den Stiftern Würzburg und Bamberg eingeschlagen wurde. Geldlieferungen der Stadt Schwäbisch-Gmünd und der Stifter Bamberg und Mainz. Dringende Geldnot. Französische Botschaft bei dem Kurfürsten in Darmstadt. Nachzug des v. Büren: Sicherungsmaßregeln. Zug mit den Reitern nach Fulda. Zeitung über die Pläne des Kaisers. Befehl des Landgrafen, den Abt von Fulda nicht zu hart anzustrengen. Gründe, weshalb der Landgraf nicht zum Herzog Moritz gezogen. Ankunft des Kurfürsten in Fulda (16. Dezember). Artikel, auf Grund deren mit dem hessischen Kriegsvolk weiter verhandelt werden soll. Geldnot des Landgrafen, Absicht, die Landstände zu berufen. Vorwürfe, daß der Kurfürst sich an die erste Verabredung nicht gehalten. Befehl des Landgrafen, ihm drei Fähnlein Reiter zu schicken (Philipp Diede, Scheuernschloß und Ratzerberg), desgl. den Zeugwart Hans Rommel mit dem Geschütz. Adam Trott muß der Landgraf, wenn auch ungern, an den Kurfürsten abtreten. Mit der Bezahlung der dem Kurfürsten überlassenen Truppen will der Landgraf nichts zu schaffen haben. Gefährliche Lage Hessens. Der Kurfürst hat den Plan, durch hessisches Gebiet zu ziehen, aufgegeben. Die Übernahme der Regimenter Reifenberg und Ravensburg abgelehnt. Der Abt von Fulda hat außer der Türkensteuer 22000 Gulden an den Kurfürsten geliefert. Gefahr durch die unbezahlten Truppen. Fuldische Gesandtschaft bei den Kriegsräten. Der Kurfürst will seinen Abzug nicht länger aufschieben. Verweisung der Rittmeister auf die sächsischen See- und Hansestädte. Plan, das Regiment Reifenberg nach Frankfurt, Ravensburg nach Braunschweig abzufertigen. Abzug des Kurfürsten aus Fulda Dezember 20. Musterung in Fulda. Die Landsknechte besetzen die Tore und verhindern die Abreise Siegmunds v. Boineburg und des Kammermeisters Jost v. Weiters. Eroberung von Salza. Marsch nach Ebeleben. Gerede über den Landgrafen
Enthält: nötigenfalls Zug ins Stift Mainz, dann nach Gelnhausen und ins Stift Fulda
Enthält: Verschonung der Evangelischen vom Adel und der armen Leute
Enthält: Vollmacht zum Vertragsschlusse mit dem Kaiser, nassauische Sache
Enthält: Verweisung der Reiter zur Bezahlung an die sächsischen Städte
Enthält: Vergleich mit den Bischöfen
Enthält: keine Schlacht ohne guten Vorteil
Enthält: Dezember. Schwieriger Marsch am 24. November spät nach Mögglingen, am 25. Beschießung und Einnahme von Schwäbisch-Gmünd. Trennung Wilhelms v. Schachten und Adam Trotts mit den hessischen Truppen von dem Kurfürsten, Zurücklassung Hermanns v.d. Malsburg. Zug des Kurfürsten über Schorndorf, der Hessen über Schwäbisch-Hall. Schwierigkeit. Zurücklassung von sieben Geschützen (drei Schlangen und vier Kartaunen) in Schorndorf. Verhandlungen mit Schwäbisch-Hall und Dinkelsbühl (Schreiben des kaiserlichen Proviantkommissars an die letztere). Nachrichten aus des Kaisers Lager. Einfall des Hans Walter v. Hürnheim und Asmus v.d. Hauben in Ellwangen. Unzufriedenheit des hessischen Kriegsvolks wegen langsamer Bezahlung. Bote des Landgrafen ins kaiserliche Lager. - Der Kurfürst hat den Vertrag mit Schwäbisch-Gmünd dem Landgrafen nicht geschickt. Der Kurfürst von der Pfalz ist zum Kaiser gereist: Kurfürst Johann Friedrich möge sich gegen einen Vertrag nicht sperren. Schreiben der Herzogin Agnes. Sendung von Hakenschützen nach Rüsselsheim, desgl. Burkhards v. Hertingshausen Amtmanns zu Lichtenberg. Nötigenfalls Truppensendung nach Frankfurt. Der Kaiser bei Rothenburg o.d.T. Der Kurfürst von der Pfalz hat durch Heinrich Riedesel anzeigen lassen, er ziehe den Truppen der Verbündeten nach. In Neckarsulm Wiedervereinigung der Hessen mit dem Kurfürsten. Gemeinsamer Marsch bis Rothenburg im Kraichgau. Dann Trennung: der Kurfürst nach Darmstadt (mit dem Geschütz die Bergstraße hinab), Schachten und Trott gegen Aschaffenburg (über Amorbach, Miltenberg). Vereinigungspunkt Gelnhausen. Der Kurfürst will in sein Land. Ungewißheit, wo die beiden Regimenter zu überwintern sind. Plünderungen der Truppen, Verjagen der Hauptleute wegen Nichtbezahlung. Die Reiter wollen nicht mit dem Kurfürsten ziehen, sie seien denn zuvor bezahlt. Große Unordnung. Ergehen des verwundeten Christoph Hülsing. Aufgabe des Hauses Wallerstein. Johann Brenz an Valentin Breul über die Kaiserlichen. Ankunft Schachtens und Trotts in Gelnhausen. Änderung der Marschrichtung des Kurfürsten: Zusammenkunftsort Hersfeld. Die Reiter weigern sich länger zu dienen. Der Vertrag mit Schwäbisch-Gmünd. Ankunft des Kurfürsten in Grünberg (14. Dezember). Entschuldigung, weshalb der Marsch nicht nach den Stiftern Würzburg und Bamberg eingeschlagen wurde. Geldlieferungen der Stadt Schwäbisch-Gmünd und der Stifter Bamberg und Mainz. Dringende Geldnot. Französische Botschaft bei dem Kurfürsten in Darmstadt. Nachzug des v. Büren: Sicherungsmaßregeln. Zug mit den Reitern nach Fulda. Zeitung über die Pläne des Kaisers. Befehl des Landgrafen, den Abt von Fulda nicht zu hart anzustrengen. Gründe, weshalb der Landgraf nicht zum Herzog Moritz gezogen. Ankunft des Kurfürsten in Fulda (16. Dezember). Artikel, auf Grund deren mit dem hessischen Kriegsvolk weiter verhandelt werden soll. Geldnot des Landgrafen, Absicht, die Landstände zu berufen. Vorwürfe, daß der Kurfürst sich an die erste Verabredung nicht gehalten. Befehl des Landgrafen, ihm drei Fähnlein Reiter zu schicken (Philipp Diede, Scheuernschloß und Ratzerberg), desgl. den Zeugwart Hans Rommel mit dem Geschütz. Adam Trott muß der Landgraf, wenn auch ungern, an den Kurfürsten abtreten. Mit der Bezahlung der dem Kurfürsten überlassenen Truppen will der Landgraf nichts zu schaffen haben. Gefährliche Lage Hessens. Der Kurfürst hat den Plan, durch hessisches Gebiet zu ziehen, aufgegeben. Die Übernahme der Regimenter Reifenberg und Ravensburg abgelehnt. Der Abt von Fulda hat außer der Türkensteuer 22000 Gulden an den Kurfürsten geliefert. Gefahr durch die unbezahlten Truppen. Fuldische Gesandtschaft bei den Kriegsräten. Der Kurfürst will seinen Abzug nicht länger aufschieben. Verweisung der Rittmeister auf die sächsischen See- und Hansestädte. Plan, das Regiment Reifenberg nach Frankfurt, Ravensburg nach Braunschweig abzufertigen. Abzug des Kurfürsten aus Fulda Dezember 20. Musterung in Fulda. Die Landsknechte besetzen die Tore und verhindern die Abreise Siegmunds v. Boineburg und des Kammermeisters Jost v. Weiters. Eroberung von Salza. Marsch nach Ebeleben. Gerede über den Landgrafen
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ
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