Staatliches Melanchthon Gymnasium Wittenberg (Bestand)
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C 23 Wittenberg (Benutzungsort: Merseburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 02. Preußische Provinz Sachsen (1816 - 1944/45) >> 02.01. Oberpräsident und nachgeordnete Behörden >> 02.01.03. Staatliche Schulen und Lehranstalten im Regierungsbezirk Merseburg
1817 - 1947
Findhilfsmittel: Findbuch (online recherchierbar)
Registraturbildner: In Wittenberg wird schon 1522 eine lateinische evangelische Stadtschule erwähnt. Die zahlreichen, besonders von den Professoren der Universität unterhaltenen gelehrten Privatschulen, die mangelhafte finanzielle Unterstützunund nicht zuletzt die Struktur der Schule, die etwa einem Progymnasium, einer Bürgerschule und Vorschule zugleich entsprach, ließ die Anstalt im Vergleich zu anderen höheren Schulen im Gebiet der späteren Provinz Sachsen an Bedeutung verlieren. Nach der Eingliederung Wittenbergs in die preußische Provinz Sachsen wurde gleichzeitig mit der Bewilligung von Zuschüssen aus dem Staatsfonds und der "Wittenberger Fundation" ein staatlicher Kronpatron eingesetzt. Die Folge war zunächst die Neustrukturierung der Gesamtanstalt; die Bürgerschule umfasste die unteren Klassen, während die drei oberen Klassen das Lyzeum bildeten. Im Zuge der weiteren Entwicklung wurde 1827 die Bürgerschule als selbständige Einrichtung abgezweigt, gleichzeitig das Lyzeum in ein Gymnasium umgewandelt und entsprechend den Richtlinien für preußische Gymnasien eingerichtet. Den Namen "Melanchthon-Gymnasium erhielt die Schule im Februar 1897.
Die bis 1816 vom Konsistorium in Wittenberg ausgeübte Schulaufsicht wurde 1817 von der Regierung Merseburg übernommen und ging 1819 auf das Konsistorium in Magdeburg, 1825 auf das Provinzialschulkollegium über, das 1917 auch Verwaltungsträger der Anstalt wurde. Ab 1924 nahm das staatliche Melanchthon-Gymnasium, das nunmehr zu einem neunklassigen humanistischen Vollgymnasium ausgebaut war, auch Mädchen auf. Im Jahre 1937 wurde das Gymnasium in eine Oberschule für Jungen mit der veränderten Bezeichnung "Melanchthon-Schule" umgewandelt.
Nach Ende des 2. Weltkrieges ließ der Rat der Stadt die Schule schon im Mai 1945, nunmehr wieder "Melanchthon-Gymnasium" benannt, eröffnen. Mit der Schaffung neuer Schultypen erhielt die Schule den Charakter einer erweiterten Oberschule mit der Bezeichnung "Philipp-Melanchthon-Schule".
Bestandsinformationen: Der vom Staatsarchiv Magdeburg 1967 übernommene Bestand umfasst überwiegend die Zeit von 1930-1945. Es muss angenommen werden, dass die älteren Registraturteile 1945 verlorengegangen sind. Mit der Einrichtung des Landesarchivs Merseburg und der Bestandsabgrenzung zwischen den Landesarchiven Magdeburg und Merseburg gelangte der Bestand im Jahre 1994 in das hiesige Archiv.
Im Jahre 2015 erfolgte die Retrokonversion der Verzeichnungsinformationen.
Registraturbildner: In Wittenberg wird schon 1522 eine lateinische evangelische Stadtschule erwähnt. Die zahlreichen, besonders von den Professoren der Universität unterhaltenen gelehrten Privatschulen, die mangelhafte finanzielle Unterstützunund nicht zuletzt die Struktur der Schule, die etwa einem Progymnasium, einer Bürgerschule und Vorschule zugleich entsprach, ließ die Anstalt im Vergleich zu anderen höheren Schulen im Gebiet der späteren Provinz Sachsen an Bedeutung verlieren. Nach der Eingliederung Wittenbergs in die preußische Provinz Sachsen wurde gleichzeitig mit der Bewilligung von Zuschüssen aus dem Staatsfonds und der "Wittenberger Fundation" ein staatlicher Kronpatron eingesetzt. Die Folge war zunächst die Neustrukturierung der Gesamtanstalt; die Bürgerschule umfasste die unteren Klassen, während die drei oberen Klassen das Lyzeum bildeten. Im Zuge der weiteren Entwicklung wurde 1827 die Bürgerschule als selbständige Einrichtung abgezweigt, gleichzeitig das Lyzeum in ein Gymnasium umgewandelt und entsprechend den Richtlinien für preußische Gymnasien eingerichtet. Den Namen "Melanchthon-Gymnasium erhielt die Schule im Februar 1897.
Die bis 1816 vom Konsistorium in Wittenberg ausgeübte Schulaufsicht wurde 1817 von der Regierung Merseburg übernommen und ging 1819 auf das Konsistorium in Magdeburg, 1825 auf das Provinzialschulkollegium über, das 1917 auch Verwaltungsträger der Anstalt wurde. Ab 1924 nahm das staatliche Melanchthon-Gymnasium, das nunmehr zu einem neunklassigen humanistischen Vollgymnasium ausgebaut war, auch Mädchen auf. Im Jahre 1937 wurde das Gymnasium in eine Oberschule für Jungen mit der veränderten Bezeichnung "Melanchthon-Schule" umgewandelt.
Nach Ende des 2. Weltkrieges ließ der Rat der Stadt die Schule schon im Mai 1945, nunmehr wieder "Melanchthon-Gymnasium" benannt, eröffnen. Mit der Schaffung neuer Schultypen erhielt die Schule den Charakter einer erweiterten Oberschule mit der Bezeichnung "Philipp-Melanchthon-Schule".
Bestandsinformationen: Der vom Staatsarchiv Magdeburg 1967 übernommene Bestand umfasst überwiegend die Zeit von 1930-1945. Es muss angenommen werden, dass die älteren Registraturteile 1945 verlorengegangen sind. Mit der Einrichtung des Landesarchivs Merseburg und der Bestandsabgrenzung zwischen den Landesarchiven Magdeburg und Merseburg gelangte der Bestand im Jahre 1994 in das hiesige Archiv.
Im Jahre 2015 erfolgte die Retrokonversion der Verzeichnungsinformationen.
Laufmeter: 1.5
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ
Hierarchie
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- Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)
- 02. Preußische Provinz Sachsen (1816 - 1944/45) (Tektonik)
- 02.01. Oberpräsident und nachgeordnete Behörden (Tektonik)
- 02.01.03. Staatliche Schulen und Lehranstalten im Regierungsbezirk Merseburg (Tektonik)
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