Förster, Friedrich Karl (1912-1992) (Bestand)
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Rep. 70 NLT 234
>> Sammlungen und Nachlässe >> Nachlässe und Nachlassteile
1879 - 1992
Vorwort: 1. Herkunft und Beschreibung des Bestandes
Bei der Abholung des Pfarrarchivs Burgkunstadt im Jahr 1999 wurde auch der kleine Nachlassteil von Pfarrer Förster (1912-1992) an das Archiv des Erzbistums abgegeben.
Der Nachlassteil umfasst sieben Nummern und enthält u.a. Unterlagen über die Verfolgung von Pfarrer Förster durch die Nationalsozialisten (s. Nr. 4).
2. Biographische Angaben
Friedrich Karl Förster wurde am 8. März 1912 in Essen als Sohn des Architekten Hermann Förster und dessen Frau Maria in Essen geboren. Nach dem Abitur an der Karl-Peters-Schule in Berlin-Pankow studierte er an der Philosophisch-theologischen Lehranstalt zu Fulda und wurde am 27. März 1938 in Berlin zum Priester geweiht. Friedrich Karl Förster wurde dann Kaplan in Potsdam und Greifswald (1941). In Greifswald studierte er an der Ernst-Moritz- Amdt-Universität und wurde 1943 im Zuge der Stettiner Verhaftungsaktion durch die Gestapo verhaftet. Wegen Feindbegünstigung und Abhörens feindlicher Sender wurde Förster zu 3 Jahren Haft verurteilt. Am 3. Mai 1945 wurde er aus der Haft entlassen. Weitere Kaplanstationen waren Berlin Herz Jesu (1946) und Berlin St. Sebastian (1952). 1954 wurde er Pfarrer in Berlin St. Sebastian. Während seiner Zeit als Pfarrer in Berlin St. Marien (ab 1960) war er von 1961 bis 1966 Erzpriester von Berlin-Spandau. Zum 31. Mai 1982 zog sich Friedrich Karl Förster als Pfarrer im Ruhestand nach Burgkunstadt zurück. Er verstarb am 2. Februar 1992.
3. Literaturhinweise
Wolfgang Knauft: „Fall Stettin“ ferngesteuert, Berlin 1994
Heinz Kühn: Blutzeugen des Bistums Berlin, Berlin 1952 S. 115-132
Ulrich von Hehl und Christoph Kösters (Bearb.): Priester unter Hitlers Terror. Eine biographische und statistische Erhebung, Paderborn 1996, Bd. I, S. 474 (Veröff. d. Kommission für Zeitgeschichte, Reihe A: Quellen, Bd. 37)
4. Quellen
Bundesarchiv, Abteilung Potsdam:
Bestand 51.01, 22277, 123-133;
AEB, Rep. 70 NLT 606
5. Zitationsweise
Zitiert werden die Archivalien: AEB, Rep. 70, NLT 234, Nr. ...
Bei der Abholung des Pfarrarchivs Burgkunstadt im Jahr 1999 wurde auch der kleine Nachlassteil von Pfarrer Förster (1912-1992) an das Archiv des Erzbistums abgegeben.
Der Nachlassteil umfasst sieben Nummern und enthält u.a. Unterlagen über die Verfolgung von Pfarrer Förster durch die Nationalsozialisten (s. Nr. 4).
2. Biographische Angaben
Friedrich Karl Förster wurde am 8. März 1912 in Essen als Sohn des Architekten Hermann Förster und dessen Frau Maria in Essen geboren. Nach dem Abitur an der Karl-Peters-Schule in Berlin-Pankow studierte er an der Philosophisch-theologischen Lehranstalt zu Fulda und wurde am 27. März 1938 in Berlin zum Priester geweiht. Friedrich Karl Förster wurde dann Kaplan in Potsdam und Greifswald (1941). In Greifswald studierte er an der Ernst-Moritz- Amdt-Universität und wurde 1943 im Zuge der Stettiner Verhaftungsaktion durch die Gestapo verhaftet. Wegen Feindbegünstigung und Abhörens feindlicher Sender wurde Förster zu 3 Jahren Haft verurteilt. Am 3. Mai 1945 wurde er aus der Haft entlassen. Weitere Kaplanstationen waren Berlin Herz Jesu (1946) und Berlin St. Sebastian (1952). 1954 wurde er Pfarrer in Berlin St. Sebastian. Während seiner Zeit als Pfarrer in Berlin St. Marien (ab 1960) war er von 1961 bis 1966 Erzpriester von Berlin-Spandau. Zum 31. Mai 1982 zog sich Friedrich Karl Förster als Pfarrer im Ruhestand nach Burgkunstadt zurück. Er verstarb am 2. Februar 1992.
3. Literaturhinweise
Wolfgang Knauft: „Fall Stettin“ ferngesteuert, Berlin 1994
Heinz Kühn: Blutzeugen des Bistums Berlin, Berlin 1952 S. 115-132
Ulrich von Hehl und Christoph Kösters (Bearb.): Priester unter Hitlers Terror. Eine biographische und statistische Erhebung, Paderborn 1996, Bd. I, S. 474 (Veröff. d. Kommission für Zeitgeschichte, Reihe A: Quellen, Bd. 37)
4. Quellen
Bundesarchiv, Abteilung Potsdam:
Bestand 51.01, 22277, 123-133;
AEB, Rep. 70 NLT 606
5. Zitationsweise
Zitiert werden die Archivalien: AEB, Rep. 70, NLT 234, Nr. ...
7 VZE
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
20.08.2025, 12:22 PM CEST