Amt und Landesschule Pforta (Bestand)
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D 34 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 01. Territoriale Vorgänger der preußischen Provinz Sachsen (902 - 1807/16) >> 01.04. Kursächsische Gebiete >> 01.04.01. Kurfürstentum/Königreich Sachsen >> 01.04.01.03. Akten >> 01.04.01.03.02. Lokale Verwaltungs- und Gerichtsbehörden >> 01.04.01.03.02.01. Ämter
(1147) 1541 - 1947
Findhilfsmittel: Findbuch (online recherchierbar); zum Teil unerschlossen
Registraturbildner: Die Klostergüter der 1540 säkularisierten Zisterze Pforta wurden 1543 bei der Gründung der Fürstenschule durch Herzog Moritz von Sachsen in einem Schulamt zusammengefasst, dessen Amtmann zugleich Verwalter der Wirtschaftsangelegenheiten der Schule war. 1551 wurde dem Schulamt außerdem der verbliebene Besitz der ehemaligen Benediktinerpropstei Memleben zugewiesen.
Das Schulamt unterstand dem albertinischen Herzogtum Sachsen, das 1547 zum Kurfürstentum erhoben wurde. Während des Bestehens des Sekundogenitur-Herzogtum Sachsen-Weißenfels 1657-1746 blieb das Schulamt kursächsisch, nahm aber zusätzliche Aufsichtsrechte über die Sachsen-Weißenfels zugeschlagenen Ämter Eckartsberga, Freyburg und Weißenfels wahr, konkret die Aufsicht über die Schriftsassen (sogenanntes Reservaten- oder Kommissionsamt) und die geistliche Inspektion über die Superintendenturen, die durch den Pfarrer von Pforta ausgeübt wurde. 1712-1733 waren die Einnahmen des Schulamtes an das ernestinische Herzogtum Sachsen-Weimar verpfändet.
1815 wurde das Schulamt an das Königreich Preußen abgetreten und zum überwiegenden Teil den 1816/1818 neu gebildeten Kreisen Naumburg und Eckartsberga zugeschlagen. Dabei gab Preußen den Ort Darnstedt an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach ab. Die Abwicklung des Amtes nahm noch einige Zeit in Anspruch. Das Rentamt bestand bis in die zweite Hälfte des 19. Jhs.. Die Wirtschafts- und Bauverwaltung der Landesschule, in der NS-Zeit 1935 in eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt (Napola) umgewandelt, blieb als Aufgabe bis 1945 bestehen.
Bestandsinformationen: Der Bestand ist durch ein Findbuch aus dem Jahre 1936 und Findkarteien aus den 1980er Jahren erschlossen. Die Findhilfsmittel wurden 2010 in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt retrokonvertiert und für die Onlinerecherche vorbereitet.
Der Bestand wurde 1936 aus einer Ablieferung des Amtsgerichts Naumburg von 1927 und bereits im Staatsarchiv Magdeburg befindlichen Akten ehemaliger sächsischer Lokalbehörden gebildet. In den 1960er Jahre wurde er durch eine Abgabe der Landesschule Pforta im Umfang von ca. 160 lfm Archivgut erheblich erweitert. Diese ohne Findhilfsmittel übernommenen Archivalien wurden in den Anhängen 1-3 erschlossen, ohne dass eine überzeugende inhaltliche Abgrenzung erreicht werden konnte.
Die Zusammenführung und die Klassifikation der Anhänge unter Berücksichtigung der einzelnen Provenienzen (v.a. Amt, Landesschule, geistliche Inspektion/Superintendentur) stellen offene Aufgaben dar, die ebenso wie die Erschließung des noch unverzeichneten Teils dieser Abgabe im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes anzugehen sein werden.
Registraturbildner: Die Klostergüter der 1540 säkularisierten Zisterze Pforta wurden 1543 bei der Gründung der Fürstenschule durch Herzog Moritz von Sachsen in einem Schulamt zusammengefasst, dessen Amtmann zugleich Verwalter der Wirtschaftsangelegenheiten der Schule war. 1551 wurde dem Schulamt außerdem der verbliebene Besitz der ehemaligen Benediktinerpropstei Memleben zugewiesen.
Das Schulamt unterstand dem albertinischen Herzogtum Sachsen, das 1547 zum Kurfürstentum erhoben wurde. Während des Bestehens des Sekundogenitur-Herzogtum Sachsen-Weißenfels 1657-1746 blieb das Schulamt kursächsisch, nahm aber zusätzliche Aufsichtsrechte über die Sachsen-Weißenfels zugeschlagenen Ämter Eckartsberga, Freyburg und Weißenfels wahr, konkret die Aufsicht über die Schriftsassen (sogenanntes Reservaten- oder Kommissionsamt) und die geistliche Inspektion über die Superintendenturen, die durch den Pfarrer von Pforta ausgeübt wurde. 1712-1733 waren die Einnahmen des Schulamtes an das ernestinische Herzogtum Sachsen-Weimar verpfändet.
1815 wurde das Schulamt an das Königreich Preußen abgetreten und zum überwiegenden Teil den 1816/1818 neu gebildeten Kreisen Naumburg und Eckartsberga zugeschlagen. Dabei gab Preußen den Ort Darnstedt an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach ab. Die Abwicklung des Amtes nahm noch einige Zeit in Anspruch. Das Rentamt bestand bis in die zweite Hälfte des 19. Jhs.. Die Wirtschafts- und Bauverwaltung der Landesschule, in der NS-Zeit 1935 in eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt (Napola) umgewandelt, blieb als Aufgabe bis 1945 bestehen.
Bestandsinformationen: Der Bestand ist durch ein Findbuch aus dem Jahre 1936 und Findkarteien aus den 1980er Jahren erschlossen. Die Findhilfsmittel wurden 2010 in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt retrokonvertiert und für die Onlinerecherche vorbereitet.
Der Bestand wurde 1936 aus einer Ablieferung des Amtsgerichts Naumburg von 1927 und bereits im Staatsarchiv Magdeburg befindlichen Akten ehemaliger sächsischer Lokalbehörden gebildet. In den 1960er Jahre wurde er durch eine Abgabe der Landesschule Pforta im Umfang von ca. 160 lfm Archivgut erheblich erweitert. Diese ohne Findhilfsmittel übernommenen Archivalien wurden in den Anhängen 1-3 erschlossen, ohne dass eine überzeugende inhaltliche Abgrenzung erreicht werden konnte.
Die Zusammenführung und die Klassifikation der Anhänge unter Berücksichtigung der einzelnen Provenienzen (v.a. Amt, Landesschule, geistliche Inspektion/Superintendentur) stellen offene Aufgaben dar, die ebenso wie die Erschließung des noch unverzeichneten Teils dieser Abgabe im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes anzugehen sein werden.
Laufmeter: 230.1
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ
Hierarchie
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- 01. Territoriale Vorgänger der preußischen Provinz Sachsen (902 - 1807/16) (Tektonik)
- 01.04. Kursächsische Gebiete (Tektonik)
- 01.04.01. Kurfürstentum/Königreich Sachsen (Tektonik)
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