Verschiedene Kirchen- und Schulangelegenheiten, Bd. 40
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10747 Kreishauptmannschaft Dresden, Nr. 2420 (Zu benutzen im Hauptstaatsarchiv Dresden)
Registratursignatur: 34; Rep. 2
10747 Kreishauptmannschaft Dresden
10747 Kreishauptmannschaft Dresden >> 11 Kirchen- und Schulsachen, Religionssachen >> 11.01 Allgemeine Angelegenheiten
1872 - 1874
Enthält u. a.: Mitteilung über die Rücknahme der Wiederverwendungsfähigkeit des Schulvikars zu Mylau Carl Louis Lehmann wegen "Trunksucht" (Bl. 6-10).- Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an der Pietzschschen Lehr- und Erziehungsanstalt zu Blasewitz für Dr. phil. Gustav August Höhnemann unter der Auflage der terminierten Ablegung der Staatsprüfung (Bl. 11-13).- Mitteilung über die Entlassung des Nebenschullehrers zu Arnsdorf Ernst August Illig wegen vorehelichem Geschlechtsverkehr und erschlichener Trauung als "Junggeselle" (Kirchenfalsum) und Wiederverwendung als Schulvikar (Bl. 14-19).- Mitteilung über die Entlassung des Kantors zu Luppa Franz Gustav Leberecht Canitz wegen "unzüchtiger Handlungen mit seinen Schülerinnen" (Bl. 20-22).- Nachforschungen über die aus dem Schullehrerseminar Eisenach wegen "Vergehen gegen fremdes Eigentum" ausgeschlossenen August Wilhelm Stenglein und Wilhelm Popp, die in Sachsen angestellt worden sein sollen; Verbot der Anstellung (Bl. 23-50).- Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an der Christian Müllerschen Privatschule, Dresden für stud. math. et rer. nat. Carl Demme aus Hanau unter der Auflage der terminierten Ablegung der Staatsprüfung (Bl. 51-57).- Mitteilung über die heimliche Entfernung von seiner Stelle des 2. ständigen Lehrers an der Stadtschule Mylau Franz Giese aus Osterburg (Altmark) unter Hinterlassung von Schulden (Bl. 58-61).- Jahresbericht des Dresdner Hauptvereins der evangelischen Gustav-Adolph-Stiftung (Bl. 63 ff.).- Jahresbericht des Vereins für kirchliche Kunst in Sachsen (u. a. Bild des Altarbilds von A. Diete für die Kirche in Crostau) (Bl. 65 ff.).- Mitteilung über die Entziehung der Unterrichtserlaubnis für den ehemaligen ständigen Lehrer in Lindenau (bei Leipzig) Friedrich Otto Gebser wegen eigenmächtiger Aufgabe seines Amts (Bl. 67-69).- Mitteilung über die Streichung aus der Liste der Schulamtskandidaten des Schulvikars zu Thonbergstraßenhäuser (bei Leipzig) Gustav Reinhold Bock wegen "wiederholter Trunkenheit und fortgesetzter Vernachlässigung seines Amtes" (Bl. 70-72).- Genehmigung der Stiftung der Johanne Rosine Hofmann, Pirna mit dem Zweck der Errichtung einer Kinderbewahranstalt in Königstein (Bl. 73).- Mitteilung über die Wiederzulassung des Lehrers Friedrich Traugott Seidel, ehemals Döhlen als Schulvikar (Bl. 74-76).- Mitteilung über die Nichtweiterbeschäftigung des Schulvikars zu Oberschmiedeberg (bei Marienberg) Karl Friedrich Bräunlich aus Eisenberg (bei Altenburg) (Bl. 77-79).- Pensionierungsgesuch als Katechet der Strafanstalt Hoheneck und Antrag auf Weiterverwendung als Lehrer auf dem Lande des Johann Melde (Bl. 81-82).- Mitteilung über die Streichung aus der Liste der Schulamtskandidaten des Hilfslehrers an der Bürgerschule zu Schneeberg Ferdinand William Martin aus Friedrichsgrün wegen "Vornahme unzüchtiger Handlungen mit Schülerinnen" (Bl. 89-91).- Erörterungen über die Verhältnisse des aus dem Verzeichnis der Kandidaten der Theologie in Kassel gestrichenen Georg Stippich aus Bründersen, derzeit Hauslehrer in Lauenstein (Bl. 94-98).- Mitteilung über die Entlassung des Kirchschullehrers zu Rüdigsdorf Friedrich Erdmann Anton Hertel wegen "Vornahme unzüchtiger Handlungen mit einer größeren Anzahl der ihm anvertrauten Schülerinnen" (Bl. 111-113).- Genehmigung der Lehrtätigkeit an der Privatschule Därrschmidt, Dresden für Dr. phil. Emil Craski, der an der Universität in Paris studiert, aber keine inländische Lehramtsbefähigung erworben hat (Bl. 114-117).- Kirchengebet für die Landessynode (Bl. 124-125).- Letztmalig Verlängerung der Befristung und vorübergehenden Lehrerlaubnis an Dresdner Privatschulen für H(einrich) Weise (Bl. 126-128).- Lehrverbot ohne vorherige Disziplinaruntersuchung für den Lehrer Emil Oscar Le-Mang aus Penig, der seine Stelle eigenmächtig verlassen hat und unbekannt aufhältig ist (Bl. 132-134).- Breite Erörterung über den Einsatz eines Bibelauszugs für Volksschulen in der Lehrerschaft (Bl. 135-137).- Mitteilung über die Wiederzulassung des Lehrers zu Meerane Karl Gottlob Meerbold (Bl. 138-140).
Kreisdirektion Dresden
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.12.2025, 15:19 MEZ
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