Ravensburg, Landgericht, Rentamt, provisorischer Stadtrat und Stadtgericht (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, D 130
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Behörden der Übergangszeit um 1803-um 1817 >> Auswärtige Behörden betreffend württembergische Orte 1802-1810 >> Bayern
1802-1810 (Vorakte von 1795)
Vorbemerkung: Durch den Frieden von Luneville und den Reichsdeputationshauptschluss kam die Reichsstadt Ravensburg mit ihrem Territorium am 6. Dezember 1802 an Kurbayern. Zufolge des Staatsvertrages vom 18. Mai 1810 wurde dieses Gebiet am 12. November 1810 von Bayern an Württemberg abgetreten. Aus der bayerischen Zeit liegen Akten vor von der Besitzergreifungskommission Ravensburg (in Abt. I des Repertoriums), von dem Interimsstadtrat oder provisorischen Stadtrat Ravensburg (Abt. III und in Abt. I des Repertoriums), vom Landgericht Ravensburg (Abt. I), vom Rentamt Ravensburg (Abt. II) und vom Stadtgericht Ravensburg (Abt. IV). Es handelt sich durchweg nur um Bruchstücke aus den Registraturen dieser Behörden, die in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts von den württembergischen Bezirksstellen in Ravensburg und Weingarten an das Staatsarchiv Ludwigsburg gelangten (insgesamt 61 Bände bzw. Büschel in etwa ¾ lfd. m). Im Staatsarchiv wurden diese Akten bei der Neuordnung der württembergischen Oberamts- und Kameralamtsakten herausgelöst und 1952 durch die Werkstudenten Baaken und Rothmund verzeichnet. Die bayerischen Behörden in Ravensburg unterstanden zunächst der Bayerischen Landesdirektion in Ulm (Landeskommissariatsdistrikt Kempten), seit der Territorialeinteilung vom 21. Juni 1808 dem Generalkreiskommissariat des Illerkreises in Kempten. Unmittelbare Vorakten des Bestandes D 130 sind die Akten der Reichsstadt Ravensburg (Rep. B 200). Für Nachträge sind nach den Abteilungen I, II und III Nummern frei gehalten. Ludwigsburg, 29. Mai 1954 Gez. Dr. W. Grube Lit.: Gustav Merk, Ravensburg unter bayerischer Verwaltung. Württ. Vierteljahreshefte Jg. 23, 1914, S. 405-422
61 Büschel (2,4 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ
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- Behörden der Übergangszeit um 1803-um 1817 (Tektonik)
- Auswärtige Behörden betreffend württembergische Orte 1802-1810 (Tektonik)
- Bayern (Tektonik)
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