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Wilhelm [IV.], Graf von Henneberg, schlichtet einen Streit
zwischen Rudolf [II. von Scherenberg], Bischof von Würzburg und Herzog
von Franken, und...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1471-1480
1477 Dezember 17
Ausfertigung, Papier, auf der Rückseite aufgedrücktes Papiersiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Gescheen am Mitwochen nach Lucie nach Cristi unnsers lieben Hern geburt virzehin hundert und im siben und sibentzigistein jaren
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Wilhelm [IV.], Graf von Henneberg, schlichtet einen Streit zwischen Rudolf [II. von Scherenberg], Bischof von Würzburg und Herzog von Franken, und Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, über die Verköstigung der von ihnen gemachten Gefangenen. Beide haben die Gefangenen an den Grafen übergeben und sich seinem Schiedsspruch unterworfen. Graf Wilhelm entscheidet, dass beide Seiten jeweils 39 rheinische Gulden, ein Pfund und neun Pfennige für den Unterhalt der bisher in Fulda und in Bischofsheim [an der Rhön, Lkr. Rhön-Grabfeld] Gefangenen sofort an seinen Diener auszahlen sollen. Aller Streit zwischen beiden Parteien ist damit beendet. Beide Seiten erhalten eine gleich lautende Ausfertigung des Schiedspruchs. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Papiersiegel)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Wilhelm [IV.], Graf von Henneberg
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.