Georg [Wegelin], Abt zu Weingarten, verleiht das Gut zu Engetweiler, das durch Tod von Hans Zembrot frei wurde, auf Lebenszeit Georg Zembrot und dessen künftiger Ehefrau, wenn sie Leibeigene des Klosters ist oder sich innerhalb eines Monats nach der Eheschließung in die Leibeigenschaft ergibt. Die Beliehenen müssen das Gut persönlich bewirtschaften und in gutem Zustand halten. Sie dürfen nichts entfremden und namentlich in den Wäldern keine Eichen oder andere fruchttragende ("bärenden") Bäume fällen. Jährlich entrichten sie zu Martini als Zins und Hubgült 6 Scheffel Hafer und 5 ß d an Geld in Ravensburger Maß und Währung, 4 Hühner, 100 Eier, 1 Fasnachthenne. Das Gut fällt heim bei Tod, Verstoß gegen die Leihebedingungen, Eingehen einer Ungenossamenehe und Ungehorsam. Es muß dann mit Dritteil, Heu- und Strohrichte zurückgegeben werden. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht nicht.
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Georg [Wegelin], Abt zu Weingarten, verleiht das Gut zu Engetweiler, das durch Tod von Hans Zembrot frei wurde, auf Lebenszeit Georg Zembrot und dessen künftiger Ehefrau, wenn sie Leibeigene des Klosters ist oder sich innerhalb eines Monats nach der Eheschließung in die Leibeigenschaft ergibt. Die Beliehenen müssen das Gut persönlich bewirtschaften und in gutem Zustand halten. Sie dürfen nichts entfremden und namentlich in den Wäldern keine Eichen oder andere fruchttragende ("bärenden") Bäume fällen. Jährlich entrichten sie zu Martini als Zins und Hubgült 6 Scheffel Hafer und 5 ß d an Geld in Ravensburger Maß und Währung, 4 Hühner, 100 Eier, 1 Fasnachthenne. Das Gut fällt heim bei Tod, Verstoß gegen die Leihebedingungen, Eingehen einer Ungenossamenehe und Ungehorsam. Es muß dann mit Dritteil, Heu- und Strohrichte zurückgegeben werden. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht nicht.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 1765
B 522 II U 1682
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1613 April 13 (den dreyzehenden tag des monats Aprilis)
18,7 x 44,5 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Georg [Wegelin], Abt zu Weingarten
Empfänger: Georg Zembrot
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Empfänger: Georg Zembrot
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Wegelin, Georg; Abt von Weingarten
Zembrot, Georg
Zembrot, Hans
Engetweiler : Bergatreute RV
Engetweiler : Bergatreute RV; Einwohner
Ravensburg RV; Maß
Ravensburg RV; Währung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:23 MEZ
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