Hans Dietmar der elter und Greth, seine eheliche Hausfrau, gesessen zu Helmstadt, stiften in der Pfarrkirche daselbst ein Anniversar mit einer auf Martini fälligen Gült von 13 Simmer Korn (Helmstädter Maß). Sie belasten damit folgende Güter: ein halbes Lehen, das der Pfarrkirche 1/2 Pfund Wachs zinst und zu dem gehören: ein Acker hinten an dem Rode, ein Acker in dem Mewßgraben, 3 Äcker hinten an dem Seselberge, ein Acker hinder der Setze, bey dem Mitßbrün, ein Acker in dem Adentale, eine Wiese im Hewser Mark ober dem Mülgraben; weiter an eigenem Land 2 Äcker vor dem Langen rein gein dem Dennich, ein Acker zwischen den zwei Eysinsbergenn, 2 Äcker in dem Adentale, ein Acker under der Burge, ein Äckerlein bey dem Breydenloch, 2 Wiesen under der Rennerin. Für dasselbe Anniversar hat bereits der Greth erster Ehemann, Contz Rigler, 2 Hühner auf einen eigenen Acker uff dem Katherinberge gestiftet. Das Anniversar ist um St. Barbara mit Vigilie und Seelenmesse von Priestern und zwar für die Seelen Hansen Diethmans des alten, Elsen, seiner ersten Hausfrau, Greden, seiner zweiten Hausfrau, Conntzen Rigelers des alten und seiner Hausfrau, Lutzen Diethmars und Künen, seiner Hausfrau, Heintzen Kirchoffs, seiner Hausfrau und Kinder. Dieser Seelen ist auch auf der Kanzel zu gedenken. Ferner stiftet Peter Dietmar, des Ausstellers Sohn, 1/2 Morgen Acker uff dem Rode, inwendig von Gütern des Hans Herolt, auswendig von solchen der Kirche begrenzt, dazu 12 d auf 3 Viertel Wingert am Blosenberge, nach dem Dorf zu von Heintz Bawnach, nach dem Feld zu von Heintz Fiderling begrenzt. Dafür soll die Kirche zum Anniversar einen weiteren Priester stellen und Peter Dichmars, Anna, seiner Hausfrau und ihre Kinder mit gedenken. Bestellen die Gotteshausmeister die Feier nicht, so sollen Pfarrer und Schultheiß zu Helmstadt und die von außen dazu kommenden Priester die Einkünfte vereinnahmen und die Feier begehen. Der Rest fällt an die Elendkerzen daselbst oder Armen.
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