von Rotberg
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Familien- und Herrschaftsarchive >> Adel
Überlieferungsgeschichte
Die nach ihrer Stammburg Rotberg am Blauen bei Metzerlen-Mariastein (Bezirk Dorneck, Kt. Solothurn) zubenannten Ritter von Raperch (Rotberg) sind seit dem 13. Jahrhundert als Ministeriale der Bischöfe von Basel nachgewiesen. Ihre Herrschaft Rotberg mit den Dörfern Metzerlen, Hofstetten-Flüh, Witterswil, Blauen, Dittingen, Nenzlingen und Brislach hatte die Familie als Reichslehen inne. Im Laufe des 14. Jahrhunderts zogen die von Rotberg nach Basel, wo sie in der Nähe des bischöflichen Palais zwei Höfe besaßen. Sie waren bald im Rat der Stadt vertreten und stellten zahlreiche Bürgermeister. Der bedeutendsten unter ihnen war Hans Ludemann von Rotberg (1403-1410). Einer seiner Söhne, Arnold III. von Rotberg wurde Bischof von Basel (1451-1458). Ihm ist der heute noch erhaltene Neubau des bischöflichen Hofes neben dem Basler Münster zu verdanken, der das Rotbergsche Wappen trägt.
Im Laufe des 15. Jahrhunderts verlegte die Familie ihren Herrschaftssitz in den Breisgau, wo sie die Reichslehen Bamlach und Rheinweiler mit Zubehör, darunter die hohe und niedere Gerichtsbarkeit erwarben. Jakob von Rotberg verkaufte seine Lehen im Sißgau und nahm 1516 erstmals seinen Sitz in der Herrschaft Bamlach-Rheinweiler, wo er und seine Nachfahren ihren Lehenbesitz erweiterten. Die von Rotberg blieben auch als Breisgauer Grundherren zunächst weiterhin Ministeriale der Basler Bischöfe und erhielten von der Stadt Basel das Erbbürgerrecht. Miteigentümer in der Herrschaft Bamlach-Rheinweiler waren u.a. neben dem Basler Hochstift St. Alban und das Chorherrenstift St. Peter in Basel, St. Blasien mit seinen Propsteien Bürgeln und Weitenau, die Johanniterkommende Rheinfelden, die Familien von Bärenfels, von Pfirt und von Bottenstein. Seit dem 16. Jahrhundert waren einige Mitglieder der Familie von Rotberg in badischen Verwaltungsdiensten tätig, später auch in hessischen, sächsischen und württembergischen. Im 18. Jahrhundert sind einige als Domherren in Konstanz und Speyer bezeugt, andere in kaiserlichen und bayerischen Militärdiensten.
Das seit 1921 durch den Oberhofmeister a. D. Edgar Frh. von Rotberg im Generallandesarchiv hinterlegte Familienarchiv wurde am 14.02.1995 durch Wolf-Kurt Frh. von Rotberg (Rheinweiler) übereignet. 2004 übergab Prof. Konrad Frh. von Rotberg (Stuttgart) weitere Akten, Stammtafeln, Bilder und den sogenannten Rapp-Säbel.
Inhalt und Bewertung
Das Familien- und Herrschaftsarchiv enthält vor allem die Überlieferung der Herrschaft Bamlach-Rheinweiler. Aus der Verbindung des Grafen Johann Rapp, eines napoleonischen Generals, mit Albertine Charlotte von Rotberg stammt vermutlich der Säbel.
Urkunden: Basler Bürgerrecht, Personalia, Schulden der Familie.- Erneuerung und Verwaltung der Lehengüter und -einnahmen in Basel, Bamlach, Bellingen, Biel, Blowen, Boozheim, Brislach, Fürstenstein, Hertingen, Hofstetten, Kems, Löwenhausen, Mappach, Metzerlingen, Mottenheim, Nenzlingen, Oberweiler, Rheinweiler, Rattersdorf, Rodersdorf, Schupfart, Sierenz,Tittingen, Wenzweiler, Witterswilen.
Akten: Familiengeschichte, -korrespondenz und -fotos, Kriegserinnerungen (1866, 1870/71).- Personalia.- Erbschaften.- Verwaltung der Grundherrschaft Bamlach-Rheinweiler mit den dazugehörigen Orten Blansingen, Egringen, Fischingen, Hertingen, Holzen und Mappach (Kauf und Verpachtung von Liegenschaften, hohe und niedere Gerichtsbarkeit, Rheinfähre, Kirche und Schule).
Beraine: Güterbeschreibungen.- Zehnt u.a. Einnahmen in Badenweiler, Bamlach, Bellingen, Egringen, Fischingen, Holzen, Müllheim, Mappach, Rheinweiler, Tegernau sowie in den nichtbadischen Orten Baldenheim, Großkems, Oberweiler, Rixheim, Rotenfluo und Saugesheim
Bilder und Stammtafeln
Ca. 1433 Urkunden, ca. 500 Akten, 25 Bände, einige Bilder und Stammtafeln, ein Säbel
Die nach ihrer Stammburg Rotberg am Blauen bei Metzerlen-Mariastein (Bezirk Dorneck, Kt. Solothurn) zubenannten Ritter von Raperch (Rotberg) sind seit dem 13. Jahrhundert als Ministeriale der Bischöfe von Basel nachgewiesen. Ihre Herrschaft Rotberg mit den Dörfern Metzerlen, Hofstetten-Flüh, Witterswil, Blauen, Dittingen, Nenzlingen und Brislach hatte die Familie als Reichslehen inne. Im Laufe des 14. Jahrhunderts zogen die von Rotberg nach Basel, wo sie in der Nähe des bischöflichen Palais zwei Höfe besaßen. Sie waren bald im Rat der Stadt vertreten und stellten zahlreiche Bürgermeister. Der bedeutendsten unter ihnen war Hans Ludemann von Rotberg (1403-1410). Einer seiner Söhne, Arnold III. von Rotberg wurde Bischof von Basel (1451-1458). Ihm ist der heute noch erhaltene Neubau des bischöflichen Hofes neben dem Basler Münster zu verdanken, der das Rotbergsche Wappen trägt.
Im Laufe des 15. Jahrhunderts verlegte die Familie ihren Herrschaftssitz in den Breisgau, wo sie die Reichslehen Bamlach und Rheinweiler mit Zubehör, darunter die hohe und niedere Gerichtsbarkeit erwarben. Jakob von Rotberg verkaufte seine Lehen im Sißgau und nahm 1516 erstmals seinen Sitz in der Herrschaft Bamlach-Rheinweiler, wo er und seine Nachfahren ihren Lehenbesitz erweiterten. Die von Rotberg blieben auch als Breisgauer Grundherren zunächst weiterhin Ministeriale der Basler Bischöfe und erhielten von der Stadt Basel das Erbbürgerrecht. Miteigentümer in der Herrschaft Bamlach-Rheinweiler waren u.a. neben dem Basler Hochstift St. Alban und das Chorherrenstift St. Peter in Basel, St. Blasien mit seinen Propsteien Bürgeln und Weitenau, die Johanniterkommende Rheinfelden, die Familien von Bärenfels, von Pfirt und von Bottenstein. Seit dem 16. Jahrhundert waren einige Mitglieder der Familie von Rotberg in badischen Verwaltungsdiensten tätig, später auch in hessischen, sächsischen und württembergischen. Im 18. Jahrhundert sind einige als Domherren in Konstanz und Speyer bezeugt, andere in kaiserlichen und bayerischen Militärdiensten.
Das seit 1921 durch den Oberhofmeister a. D. Edgar Frh. von Rotberg im Generallandesarchiv hinterlegte Familienarchiv wurde am 14.02.1995 durch Wolf-Kurt Frh. von Rotberg (Rheinweiler) übereignet. 2004 übergab Prof. Konrad Frh. von Rotberg (Stuttgart) weitere Akten, Stammtafeln, Bilder und den sogenannten Rapp-Säbel.
Inhalt und Bewertung
Das Familien- und Herrschaftsarchiv enthält vor allem die Überlieferung der Herrschaft Bamlach-Rheinweiler. Aus der Verbindung des Grafen Johann Rapp, eines napoleonischen Generals, mit Albertine Charlotte von Rotberg stammt vermutlich der Säbel.
Urkunden: Basler Bürgerrecht, Personalia, Schulden der Familie.- Erneuerung und Verwaltung der Lehengüter und -einnahmen in Basel, Bamlach, Bellingen, Biel, Blowen, Boozheim, Brislach, Fürstenstein, Hertingen, Hofstetten, Kems, Löwenhausen, Mappach, Metzerlingen, Mottenheim, Nenzlingen, Oberweiler, Rheinweiler, Rattersdorf, Rodersdorf, Schupfart, Sierenz,Tittingen, Wenzweiler, Witterswilen.
Akten: Familiengeschichte, -korrespondenz und -fotos, Kriegserinnerungen (1866, 1870/71).- Personalia.- Erbschaften.- Verwaltung der Grundherrschaft Bamlach-Rheinweiler mit den dazugehörigen Orten Blansingen, Egringen, Fischingen, Hertingen, Holzen und Mappach (Kauf und Verpachtung von Liegenschaften, hohe und niedere Gerichtsbarkeit, Rheinfähre, Kirche und Schule).
Beraine: Güterbeschreibungen.- Zehnt u.a. Einnahmen in Badenweiler, Bamlach, Bellingen, Egringen, Fischingen, Holzen, Müllheim, Mappach, Rheinweiler, Tegernau sowie in den nichtbadischen Orten Baldenheim, Großkems, Oberweiler, Rixheim, Rotenfluo und Saugesheim
Bilder und Stammtafeln
Ca. 1433 Urkunden, ca. 500 Akten, 25 Bände, einige Bilder und Stammtafeln, ein Säbel
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ