Philipp Schäffenler zum Hoff (=Hofs) in der Pfarrei Ausnang, Hans Haider von Legau, Hans Müller von Dietmanns, Hans Fry ("Frig"), Hans Käris, Jörg Müller, Hans Müller von Ausnang, Konrad Schäffenler aus dem Bischlecht (=Beyschlechts), Mathis Schäffenler und Jörg Schäffenler vom Raggen bekennen: Philipp Schäffenler hat seine dem Abt Hartmann [von Burgau] zu Weingarten gegebene, von Hans Jakob Schellang zu Ravensburg gesiegelte Urfehde gebrochen. Eine weitere Verschreibung wollte Schellang nicht siegeln. Die Aussteller bitten um Besiegelung der Urfehde mit Datum Montag nach Oculi 1515, damit Schäffenler aus dem Gefängnis freikommt. Schäffenler verspricht, bei Nichthaltung auf Wunsch des Klosters und des Junkers wieder ins Gefängnis zu gehen. Falls er das nicht tut, werden ihn die übrigen Aussteller als Bürgen ("vertröster") ins Gefängnis bringen oder sich selbst ins Gefängnis begeben.
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Philipp Schäffenler zum Hoff (=Hofs) in der Pfarrei Ausnang, Hans Haider von Legau, Hans Müller von Dietmanns, Hans Fry ("Frig"), Hans Käris, Jörg Müller, Hans Müller von Ausnang, Konrad Schäffenler aus dem Bischlecht (=Beyschlechts), Mathis Schäffenler und Jörg Schäffenler vom Raggen bekennen: Philipp Schäffenler hat seine dem Abt Hartmann [von Burgau] zu Weingarten gegebene, von Hans Jakob Schellang zu Ravensburg gesiegelte Urfehde gebrochen. Eine weitere Verschreibung wollte Schellang nicht siegeln. Die Aussteller bitten um Besiegelung der Urfehde mit Datum Montag nach Oculi 1515, damit Schäffenler aus dem Gefängnis freikommt. Schäffenler verspricht, bei Nichthaltung auf Wunsch des Klosters und des Junkers wieder ins Gefängnis zu gehen. Falls er das nicht tut, werden ihn die übrigen Aussteller als Bürgen ("vertröster") ins Gefängnis bringen oder sich selbst ins Gefängnis begeben.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 519 U 532
B 519 U 526
c. 30 n. 06
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 519 Weingarten, Benediktinerkloster, Amt Ausnang
Weingarten, Benediktinerkloster, Amt Ausnang >> Urkunden
1515 März 13 (an zinstag nach dem sonnentag Oculi)
31,4 x 37,2 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Philipp Schäffenler zum Hoff (=Hofs) in der Pfarrei Ausnang u.a.
Empfänger: Hartmann [von Burgau] zu Weingarten
Siegler: Hans Schiegg, Ammann des Klosters Weingarten
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Empfänger: Hartmann [von Burgau] zu Weingarten
Siegler: Hans Schiegg, Ammann des Klosters Weingarten
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Burgau, Hartmann von; Abt von Weingarten
Frig, Hans
Fry, Hans
Haider, Hans
Käris, Hans
Müller, Hans
Müller, Jörg
Schäffenler, Jörg
Schäffenler, Konrad
Schäffenler, Matthias
Schäffenler, Philipp
Schellang, Hans Jakob
Schiegg, Hans, Amtmann
Weingarten, Hartmann von Burgau; Abt
Ausnang : Hofs, Leutkirch im Allgäu RV; Einwohner
Ausnang : Hofs, Leutkirch im Allgäu RV; Pfarrei
Beyschlechts : Hofs, Leutkirch im Allgäu RV; Einwohner
Bischlechts = Beyschlechts : Hofs, Leutkirch im Allgäu
Dietmanns : Hofs, Leutkirch im Allgäu RV; Einwohner
Hoff = Hofs : Leutkirch im Allgäu RV
Hofs : Leutkirch im Allgäu RV; Einwohner
Legau MN; Einwohner
Raggen : Hofs, Leutkirch im Allgäu RV; Einwohner
Ravensburg RV; Einwohner
Weingarten RV; Kloster, Ammann
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:28 MEZ
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