Johann Kerckerinck, Gograf der Stadt Münster zu Senden, protestiert auf dem Rathaus dagegen, daß Vogt und Eingesessene des Kirchspiels Nottuln einen Schlagbaum an der Werlstraße zwischen dem Rusch (oder: Rasch) Kotten und Luckmans Haus zum Nachteil der Sendenschen Gerichtsbeschnadung versetzt haben. Der Gograf hat den Schlagbaum durch Leute der Wierlinger Bauerschaft des Kirchspiels Senden, nämlich Bernd Herborts und seinen Sohn Heinrich, Spiell Evert, Heinrich Scheldercoch (?) und Johann von Buldern, an die alte, von den benachbarten Gerbertman und Releman bezeugte Stelle setzen lassen. Die Horstmarschen Beamten haben ihn jedoch wieder am neuen Platz errichten lassen. Ein Schreiben des Gografen an den Nottulner Vogt Hermann Coch ist ohne Antwort geblieben. Zeugen: M. Bernhard Tymmerscheits, Notar und Gerichtsschreiber, und Bernhard Piggen, Türhüter. Am 23. August übergibt der unterschriebene Notar den Protest dem Hermann Mewen (oder: Mowen), Rentmeister des Amts Horstmar, vor der Wohnung des Dietrich Morien, münsterischen Landschaftspfennigmeisters, an der Hundestege im Ludgerikirchspiel. Zeugen: M. Bernhard Dornebocholts und Jobst Teckenbrochs, beide Bürger zu Münster.