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Simon von Steinau genannt Steinrück bekundet für sich und seine
Ehefrau Felice (Feliczen), dass er Johann [von Merlau], Abt von Fulda,
das Dorf Ri...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1411-1420
1416 März 15
Ausfertigung, Papier, auf der Rückseite aufgedrücktes Siegel (Fragment)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno Domini M° CCCC° XVI° uff den Sontag Reminiscere
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Simon von Steinau genannt Steinrück bekundet für sich und seine Ehefrau Felice (Feliczen), dass er Johann [von Merlau], Abt von Fulda, das Dorf Ried mit der Vogtei für 250 Gulden wieder verkauft hat, welches der seinerzeitige Abt des Klosters Fulda dem mittlerweile verstorbenen Giso (Gyse) von Steinau, Vetter des Simon, nebst den Dörfern Heienfeld [Wüstung an der Haun unterhalb von Dittershausen] und Rönshausen wiederkäuflich verkauft hatte. Der Abt soll bis Michaelis [1416 September 29] 100 Gulden an Dekan und Konvent von Frauenberg bei Fulda geben; 150 Gulden zahlt er bis zum nächsten Tag Kathedra Petri [1417 Februar 22] an ihn [Simon]; ein Abschlag darauf wird an Michaelis [1416 September 29] fällig. Lösen Abt und Konvent die Dörfer Heienfeld und Rönshausen ab, erhalten sie die darüber ausgestellten Urkunden von Simon zurück. Geschieht der Wiederkauf nicht bis Kathedra Petri [1417 Februar 22], kann Simon das Dorf Ried jederzeit für 250 Gulden ablösen. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Rücksiegel)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Hermann von Buchenau, Propst von Johannesberg bei Fulda
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Heinrich von Merlau
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Manegold (Mangolt) von Eberstein
Vermerke (Urkunde): Siegler: Simon von Steinau genannt Steinrück
Vermerke (Urkunde): Siegler: Hermann von Buchenau, Propst von Johannesberg bei Fulda
Vermerke (Urkunde): Siegler: Heinrich von Merlau
Vermerke (Urkunde): Siegler: Manegold von Eberstein
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, Kopiare Fulda: K 434, f. 197v-198r
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.