Herzogtum Arenberg, Recklinghausen (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
H 001
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 2. Behörden der Übergangszeit 1802-1816 >> 2.2. Sonstige Entschädigungslande (H) >> 2.2.1. Herzogtum Arenberg
1753-1825
Regierung (seit 1809) Unterpräfektur Recklinghausen: allgemeine Verwaltung 1802-1811 (71), Landstände, Bevölkerung 1800-1810 (103), Justizwesen 1798-1810 (38), Steuern 1805-1810 (6), Kommunal-, Kirchen-, Schul- und Armenwesen (1531) 1784-1811 (136), Polizei 1795-1811 (28), Gesundheitswesen und Gewerbe 1774-1811 (45), Verkehr 1785-1810 (54), Lehen und Marken, Forstwesen (1520) 1771-1811 (138), Varia 1803-1810 (32); Justiz- und Polizeistelle Recklinghausen: allgemeine Verwaltung, Organisation und Zuständigkeit der Polizeistelle 1803-1809 (10), Grenzen 1803-1806 (3), Statistik und Gemeindeangelegenheiten 1803-809 (34), Münzwesen, Steuern 1801-1809 (4), Polizei 1789-1810 (21), Apotheken 1774-1807 (2), Kirch- und Schulwesen 1768-1810 (35), Gewerbe und Verkehr 1772-1810 (64), Militär 1803-1811 (67), Landwirtschaft 1802-1810 (41), Marken und Forstwesen 1789-1809 (39); Steuerrat: Behörde und Beamte 1806-1811 (15), Rechnungswesen (Steuerkasse und Landesschulden, Steuerwesen im Amt Dülmen, Kriegssteuer) (1793) 1803-1821 (52); Hofgericht Recklinghausen (1787) 1804-1812 (12); Appellationsgericht Recklinghausen (1765) 1807-1814 (15); Vestischer Offizial 1804-1810 (2); Herzoglicher Schulrat 1809-1810 (1).
Bestandsgeschichte: Das Herzogtum wurde 1802 aus dem Vest Recklinghausen und dem Amt Meppen gebildet, seit 1806 war auch das Amt Dülmen angegliedert. 1810 wurden Meppen und der größere Teil Dülmens zum Kaiserreich Frankreich geschlagen; das Restterritorium (mit Ausnahme der Domänen) kam zum Großherzogtum Berg, 1815 als Standesherrschaft an das Königreich Preußen.
Form und Inhalt: Dieser Bestand wurde nach Auflösung und provenienzgerechter Aufgliederung des früheren Bestandes ”Vest Recklinghausen“ neu aufgestellt.
Zur Behördengeschichte vgl. die einschlägigen Abschnitte bei
Arthur Kleinschmidt, Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen 1789-1815, 1912, sowie
Ludwig Bette, Das Vest Recklinghausen in der arenbergischen und französischen Zeit, Vestische Zeitschrift 18, 1908.
Über die Teile des arenbergischen Archivs im Vestischen Archiv zu Recklinghausen vgl.
Heinrich Glasmeier, Die herzoglich arenbergischen Archive von Recklinghausen, Dülmen, Meppen und Nordkirchen, Westfälisches Adelsblatt 6, 1929, 80ff.;
Heinrich Pennings, Das Vestische Archiv zu Recklinghausen, Westfalen 19, 1934, S. 258-260;
schließlich über die Archivteile, die bei der Rentei der Grundbesitzverwaltung Arenberg-Meppen in Meppen liegen:
Theodor Penners, Das Herzoglich Arenbergische Archiv zu Meppen, Osnabrücker Mitteilungen 68, 1959, S. 1 ff.
Es wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß in Gruppe A die Regierungsprotokolle und in Gruppe B die Statthaltereiprotokolle erst mit dem Jahre 1803 einsetzen; die Protokolle über die Tätigkeit dieser Behörden seit der arenbergischen Regierungsübernahme im November 1802 bis zum Schluß dieses Jahres sind in den Beständen ”Kurfürstentum Köln, Hofrat, Vestische Sachen“ und ”Vest Recklinghausen, Statthalter“ zu suchen. Die Akten der seit Sommer 1809 tätigen Unterpräfektur des Arrondissements Recklinghausen sind mit denen der Regierung ohne besondere Kennzeichnung zusammengelegt worden, denn diese Behörde hat augenscheinlich die Akten der vorherigen Regierung, weniger die der aufgelösten Justiz- und Polizeistelle fortgeführt; die Protokolle machen dabei allerdings eine Ausnahme. Des besseren Zusammenhanges wegen sind auch die Konskriptionslisten der Unterpräfektur zur Justiz- und Polizeistelle gelegt worden (vgl. B Nr. 179-205).
Im April 1961, Dr. Stehkämper
Literatur:
Thormann, Hans Udo (Hg.), Franken und Franzosen im Vest 1773 bis 1813. Einflüsse und Einmärsche, Einwanderung und Einverleibung; herausgegeben als Beiband zu der Ausstellung ”Fremde - Feinde - Freunde“ Franzosen in Bottrop und im Land an Emscher und Lippe vom 16. bis 21. Jahrhundert, Bottrop 2010.
Das vorliegende Findbuch B 15 Herzogtum Arenberg, Recklinghausen - Akten wurde im Jahre 2010 von Susanne Rupprecht mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben. Kleinere Korrekturen und Nachverzeichnungen durch Thomas Reich.
Die Akte Nr. B 142 ist nicht angelegt.
Münster, den 11. Dezember 2013, Reich
Bestandsgeschichte: Das Herzogtum wurde 1802 aus dem Vest Recklinghausen und dem Amt Meppen gebildet, seit 1806 war auch das Amt Dülmen angegliedert. 1810 wurden Meppen und der größere Teil Dülmens zum Kaiserreich Frankreich geschlagen; das Restterritorium (mit Ausnahme der Domänen) kam zum Großherzogtum Berg, 1815 als Standesherrschaft an das Königreich Preußen.
Form und Inhalt: Dieser Bestand wurde nach Auflösung und provenienzgerechter Aufgliederung des früheren Bestandes ”Vest Recklinghausen“ neu aufgestellt.
Zur Behördengeschichte vgl. die einschlägigen Abschnitte bei
Arthur Kleinschmidt, Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen 1789-1815, 1912, sowie
Ludwig Bette, Das Vest Recklinghausen in der arenbergischen und französischen Zeit, Vestische Zeitschrift 18, 1908.
Über die Teile des arenbergischen Archivs im Vestischen Archiv zu Recklinghausen vgl.
Heinrich Glasmeier, Die herzoglich arenbergischen Archive von Recklinghausen, Dülmen, Meppen und Nordkirchen, Westfälisches Adelsblatt 6, 1929, 80ff.;
Heinrich Pennings, Das Vestische Archiv zu Recklinghausen, Westfalen 19, 1934, S. 258-260;
schließlich über die Archivteile, die bei der Rentei der Grundbesitzverwaltung Arenberg-Meppen in Meppen liegen:
Theodor Penners, Das Herzoglich Arenbergische Archiv zu Meppen, Osnabrücker Mitteilungen 68, 1959, S. 1 ff.
Es wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß in Gruppe A die Regierungsprotokolle und in Gruppe B die Statthaltereiprotokolle erst mit dem Jahre 1803 einsetzen; die Protokolle über die Tätigkeit dieser Behörden seit der arenbergischen Regierungsübernahme im November 1802 bis zum Schluß dieses Jahres sind in den Beständen ”Kurfürstentum Köln, Hofrat, Vestische Sachen“ und ”Vest Recklinghausen, Statthalter“ zu suchen. Die Akten der seit Sommer 1809 tätigen Unterpräfektur des Arrondissements Recklinghausen sind mit denen der Regierung ohne besondere Kennzeichnung zusammengelegt worden, denn diese Behörde hat augenscheinlich die Akten der vorherigen Regierung, weniger die der aufgelösten Justiz- und Polizeistelle fortgeführt; die Protokolle machen dabei allerdings eine Ausnahme. Des besseren Zusammenhanges wegen sind auch die Konskriptionslisten der Unterpräfektur zur Justiz- und Polizeistelle gelegt worden (vgl. B Nr. 179-205).
Im April 1961, Dr. Stehkämper
Literatur:
Thormann, Hans Udo (Hg.), Franken und Franzosen im Vest 1773 bis 1813. Einflüsse und Einmärsche, Einwanderung und Einverleibung; herausgegeben als Beiband zu der Ausstellung ”Fremde - Feinde - Freunde“ Franzosen in Bottrop und im Land an Emscher und Lippe vom 16. bis 21. Jahrhundert, Bottrop 2010.
Das vorliegende Findbuch B 15 Herzogtum Arenberg, Recklinghausen - Akten wurde im Jahre 2010 von Susanne Rupprecht mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben. Kleinere Korrekturen und Nachverzeichnungen durch Thomas Reich.
Die Akte Nr. B 142 ist nicht angelegt.
Münster, den 11. Dezember 2013, Reich
1.061 Akten.; 1061 Akten.
Bestand
German
Theodor Penners, Das Herzoglich Arenbergische Archiv zu Meppen, in: Osnabrücker Mitteilungen 68 (1959), S. 1-53; Werner Burghardt, Bestandsübersicht des Herzoglich Arenbergischen Archivs im Vestischen Archiv Recklinghausen, in: Vestisches Jahrbuch 64 (1962), S. 115-134; Wilhelm Kohl u. Helmut Richtering, Behörden der Übergangszeit 1802-1816, Münster 1964, S. 103-108; Peter Brommer u.a. (Bearb.), Inventar des ”Herzoglich-Arenbergischen Archivs“ in Edingen/Enghien, 2 Teile, Koblenz 1984/97; Franz-Josef Heyen u. Hans-Joachim Behr (Hgg.), Die Arenberger. Geschichte einer europäischen Dynastie, Bd. 2, Die Arenberger in Westfalen und im Emsland, Koblenz 1990; Hans-Udo Thormann (Hg.), Franken und Franzosen im Vest 1773 bis 1813. Einflüsse und Einmärsche, Einwanderung und Einverleibung; herausgegeben als Beiband zu der Ausstellung ”Fremde - Feinde - Freunde“ Franzosen in Bottrop und im Land an Emscher und Lippe vom 16. bis 21. Jahrhundert, Bottrop 2010.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ