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Die Klage richtet sich gegen die am 19. Jan. 1760 erfolgte Besetzung der Herrschaft Schönau durch jül. Soldaten, in deren Verlauf die Kläger gefangengenommen und alle in Schönau befindlichen de Blanche‘schen Unterlagen fortgeschafft wurden. Die Kläger betonen die Reichsunmittelbarkeit der Herrschaft Schönau wie ihrer Personen und stellen einen Zusammenhang her zu verschiedenen anhängigen Verfahren (u.a. ./. von Bongart und ./. Leerodt), in denen sie der jül.-berg. Regierung Parteilichkeit vorwerfen und sich durch die beklagten Vorgänge der Möglichkeit, ihre berechtigten Ansprüche durchzusetzen, beraubt sehen. Die jül.-berg. Regierung bestreitet dagegen die Reichsunmittelbarkeit der Herrschaft Schönau und der de Blanche, ein Streit darum sei ehemals am RHR geführt worden, so daß das RKG in dieser Sache ohnehin nicht mehr tätig werden könne, verwahrt sich gegen den Erlaß des Mandates ohne vorgängiges Schreiben um Bericht und sieht das Mandat in einer jül. Lehensangelegenheit als unzulässig an.
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Die Klage richtet sich gegen die am 19. Jan. 1760 erfolgte Besetzung der Herrschaft Schönau durch jül. Soldaten, in deren Verlauf die Kläger gefangengenommen und alle in Schönau befindlichen de Blanche‘schen Unterlagen fortgeschafft wurden. Die Kläger betonen die Reichsunmittelbarkeit der Herrschaft Schönau wie ihrer Personen und stellen einen Zusammenhang her zu verschiedenen anhängigen Verfahren (u.a. ./. von Bongart und ./. Leerodt), in denen sie der jül.-berg. Regierung Parteilichkeit vorwerfen und sich durch die beklagten Vorgänge der Möglichkeit, ihre berechtigten Ansprüche durchzusetzen, beraubt sehen. Die jül.-berg. Regierung bestreitet dagegen die Reichsunmittelbarkeit der Herrschaft Schönau und der de Blanche, ein Streit darum sei ehemals am RHR geführt worden, so daß das RKG in dieser Sache ohnehin nicht mehr tätig werden könne, verwahrt sich gegen den Erlaß des Mandates ohne vorgängiges Schreiben um Bericht und sieht das Mandat in einer jül. Lehensangelegenheit als unzulässig an.
Die Klage richtet sich gegen die am 19. Jan. 1760 erfolgte Besetzung der Herrschaft Schönau durch jül. Soldaten, in deren Verlauf die Kläger gefangengenommen und alle in Schönau befindlichen de Blanche‘schen Unterlagen fortgeschafft wurden. Die Kläger betonen die Reichsunmittelbarkeit der Herrschaft Schönau wie ihrer Personen und stellen einen Zusammenhang her zu verschiedenen anhängigen Verfahren (u.a. ./. von Bongart und ./. Leerodt), in denen sie der jül.-berg. Regierung Parteilichkeit vorwerfen und sich durch die beklagten Vorgänge der Möglichkeit, ihre berechtigten Ansprüche durchzusetzen, beraubt sehen. Die jül.-berg. Regierung bestreitet dagegen die Reichsunmittelbarkeit der Herrschaft Schönau und der de Blanche, ein Streit darum sei ehemals am RHR geführt worden, so daß das RKG in dieser Sache ohnehin nicht mehr tätig werden könne, verwahrt sich gegen den Erlaß des Mandates ohne vorgängiges Schreiben um Bericht und sieht das Mandat in einer jül. Lehensangelegenheit als unzulässig an.
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1760-1768, 1808 (1373-1762)
Enthaeltvermerke: Kläger: Gebrüder Johann Gottfried und [AdolfWerner de] Blanche de Radelo und zu Schönau (Kr. Aachen) und Joseph Frhr. von Broich Beklagter: Herzog Karl Theodor von Jülich-Berg und die jül.-berg. Regierung zu Düsseldorf Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Jacob Ernst Pfeiffer [1757] 1760 - Subst.: Lic. Johann Jakob Duill Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Wilhelm Weylach [1750] 1760 - Subst.: Lic. Ferdinand Wilhelm Brandt Prozeßart: Mandatum de relaxando captivo et de deoccupando castro ac territorio immediato Schoenaviensi sine, de resarciendo autem damno cum clausula Instanzen: RKG 1760-1768, 1808 (1373-1762) Beweismittel: [Johann Ulrich] Frhr. von Cramer, „Wetzlarische Nebenstunden“, Part. 9, Sect. 5: Qualität der Herrschaft Schönau als ein uraltes Sonnenlehen und eine freie Reichsherrschaft (22-24) (=Heft 9, Ulm 1758, S. 59-108 die gesamte Abhandlung). Zeugenaussagen der ledigen, aber großjährigen Jungfer Maria Agnes Emonts, dreier Knechte derer de Blanche und des Johann Wilhelm Frhr. von Broich, 1760 (36-42). Ordinaire Kayserlicher Freyer-Reichs-Stadt Aacher Zeitung vom 1. Feb. und 1. Juli 1760 (je 4 S.): u.a. Ankündigung von auf Haus Schönau stattfindenden Vieh- und anderen Verkäufen (48f., 53f.). Bericht des jül.-berg. Rates in Sachen jül.-berg. Fiskus ./. Gebrüder de Blanche und den jüngeren von Broich (62-129). Zeugenvernehmung des älteren de Blanche durch einen herzoglichen Kommissar 1760 über das Schlagen von Kupfermünzen (155-161). Prozesse des fiskal. Anwalts der Gebrüder de Blanche ./. Erbe Andreas Schleipen und Capitain, 1757, und andere (167-178). Prozesse Adelheid Esser ./. Henrich de Voß, 1753-1760 (179-185). Ehefrau Paulus Hecker ./. Mattheis Contzen (186f.). Weber ./. Kohlberg (alle 3 offenbar vor dem Gericht Schönau) (188-211). Haftbedingungen der Gebrüder de Blanche in Jülich (214-217). Bitte des Prokurators der Gebrüder de Blanche um ein RKG-Pönalmandat ./. den Herzog von Jülich und die jül.-berg. Regierung zu Düsseldorf sowie die Frhrn. von Leerodt und von Bongart als Herren zu Heyden und Vogt und Schöffen daselbst, exhib. 13. Sept. 1745, in Cons(ilio) 1. Sept. 1746, mit 47 die Herrschaft Schönau betr. Beilagen (218-240). Urkunde Gotthards Herr zu Heyden vom 30. Juli 1373 (241a-242). Ritter Kraft von Myllendonk ./. Maria von Merode, Frau zu Heyden, 1510 (242). Vertrag zwischen Dietrich Herrn zu Myllendonk und zu Schönau und Werner von Schönrath, Herrn zu Heyden und Blijt, 12. Dez. 1523 (242f.). Auszüge aus den RKG-Prozessen Wilhelm uff Meuenheyd ./. Lenz von der Wee, 1522 (260f.); Dietrich von Richterich (van Richtergen) ./. Arnd Dutsch, 1523 (RKG 4702 (R 633/2042)) (264- 269); Johann Ortmann ./. Wilhelm von Richterich (Richtergen), 1560 (RKG 4232 (O 162/1138)) (272-276); Peter Maubach von der Weiden ./. Peter Heupt (Heupts, Haupt) für seine Ehefrau Sabine (Bine) und Konsorten, 1572 (278-281); Christoph Schanternell und Konsorten ./. Johann Offermann und Konsorten, 1605 (RKG 4936 (S 354/1106)) (296-301); Kraft und Balthasar Frhrn. von Myllendonk als Herren von Schönau ./. Edmund von Richterich, 1602 (331-340, 347-350); diesselben ./. denselben, Dez. 1604 (341-346, 351-365); Amandus von Myllendonk ./. RKG-Präsident Adolf Frhr. von Myllendonk, 1634 (384-388); Adolf von Hillensberg und seine Ehefrau Anna Maria von Myllendonk ./. die Vettern Maximilian und Amandus von Myllendonk, 1675, ab 1676 Amandus’ Erbin ./. Maximilian von Myllendonk, spät. 1720 deren Erben, in specie Isaak Lambert de Blanche ./. Gotthard Kraft von Myllendonk und seine Ehefrau Margaretha Elisabeth (390-398, 404f.); Anna Maria (geb.) von Myllendonk, verwitwete von Hillensberg zu Schönau ./. Maria von Nesselrode, verwitwete von dem Bongart zu Heyden, 1668, später die de Blanche zu Schönau ./. Frhr. von Bongart zu Paffendorf und Frhr. von Leerodt, beide als Inhaber der Herrschaft Heyden (406-412); Maximilian Frhr. von Myllendonk, jetzt seine einzige Tochter N. Freifrl. von Myllendonk ./. 62 Isaak Blanche und Konsorten, hier Mandatum poenale de restituendo etc. vom 12. Jan. 1693 (432-438); der königl.-preuß. Obristleutnant Frhr. von Myllendonk zu Frohnenbruch (Kr. Moers) ./. Isaak de Blanche, hier 2 Schreiben der ausschreibenden Fürsten des Niederrheinisch-Westfälischen Kreises - Bischof Franz Arnold von Münster, Herzog Johann Wilhelm von Jülich-Berg und König Friedrich in Preußen als Herzog von Kleve und Mark - an Blanche, 1712, die Vollstreckung des RKG-Exekutionsmandats vom 15. Juli 1712 betr. (459-461); Henrich von (de) Rosen, pauper ./. Johann Gottfried de Blanche, 1726 (RKG 4810 (R 988/ 3310)) (467-469); die Vormünder der minderjähr. Kinder von Nievelstein ./. Witwe Tornaco und Sohn, 1737 (476-478). Auszüge aus dem Gerichtsprotokoll der Herrschaft Schönau 1592-1593 (303-306). De,sgl. aus den Empfangs-Registern der Herrschaft, Schatzung, Huldigung usw. betr., 1562-1604 (307- 314). Gerichtsprotokoll der Herrschaft Schönau in Sachen Erhard von (de) Brion ./. Helena Engels verwitwete Dooms, 1610-1611 (366- 379). Notariatsinstrument vom 21. März 1629 über den Empfang des Lehens und der Herrschaft Schönau durch Junker Amandus von Myllendonk (382f.). Desgl. vom 20. Jan. 1675 durch Maximilian Frhr. von Myllendonk (400-402). Schönauisches Weistum, 1740 (431-451). Geleitsbrief (Salvus Conductus) des Kaisers Karl VI. für Johann Gottfried de Blanche zu Schönau, der seine Unschuld am Tode des erschossenen Gerichtsboten der Herrschaft Heyden, Johann Deusch, erweisen will, 1724 (463-465). Beschreibung: 8,5 cm, 484 Bl., lose; Q 1-31, es fehlt Q 12, 48 Beilagen, die letzte (Bl. 482-484) am Anfang ggf. unvollständig.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.