Streit um die Abgaben(-freiheit) eines zum adligen Sitz Horl (Essen-Borbeck) gehörenden, innerhalb der Essener Friedpfähle liegenden Kamps. Die Appellantin hält ihn für seit alters her adlig-frei und wendet sich gegen die Heranziehung zum Dritten Pfennig seitens der Stadt und dessen durch die Vorinstanz angesetzte exekutive Eintreibung.
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AA 0627, 275 - B 507/2424
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1682-1686 (1611-1683)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johanna Hedwig von Cornberg, Witwe des Johann Degenhard von Bellinghausen zu Knippenburg, (Bekl.: Johann Degenhard) Beklagter: Jan Greveler (Joh. Greffler), als Rentmeister der Stadt Essen, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Franz Philipp Högelen 1682 - Subst.: Lic. Adolf Oppenheimer Prokuratoren (Bekl.): Dr. Friedrich Plönnies 1682 - Subst.: Dr. Johann Friedrich Stieber Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Bürgermeister und Rat der Stadt Essen 1680-1681 - 2. RKG 1682-1686 (1611-1683) Beweismittel: Acta priora (Q 7 = Bl. 27-37). Anschlag des 3. Pfennigs 1623-1675 (43f.). Vergleich zwischen dem in den Schulten- Brunings-Hof pfandweise immittierten Hans Heinrich Stecke und Christoph Covert wegen 1000 und mehr Rtlr., beigelegt durch Wilhelm Rorich von Bellinghausen, der den Nießbrauch des Hauses Hecht an sich gebracht hatte, und Stecke, 1675 (45f.). Auszug aus dem Protokoll der Stadt Essen 1611: Johann von Delwig zu Horl und seine Ehefrau Agnes von Palant verschreiben dem (Essener) Altbürgermeister Lic. Jonas von Basseroth und seiner Ehefrau eine Erbrente von 12 Rtlr. aus ihrem Kamp Erbland vor der Limbecker Pforte am Segeroder Pfad hinter den Gärten (47f.). Pfandverschreibung Johanns von Delwig und Agnes’ von Palant für die Eheleute Johann Pottgießer und Anna von Gendt über 1800 Rtlr., 1613 (60-62). Vergleich zwischen dem Herrn von Bellinghausen und Wilhelm Rorich von Bellinghausen wegen des Salariums von Wilhelms verstorbenem Vater, 1675 (75). Beschreibung: 1,5 cm, 75 Bl., geb.; Q 1-22.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
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28.04.2026, 08:16 MESZ
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- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
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