Die Konventualinnen des Sammlungsstifts in Ulm [abgegangen, Bereich Frauenstraße 22-26] Anna Josina Langmantel, Maria Helena Zech und Anna Elisabeth Baldinger verleihen mit Zustimmung ihrer Pfleger, der Ulmer Ratsälteren Daniel Baldinger und Christoph Erhard Schad von Mittelbiberach [Lkr. Biberach], ein Hofgut des Stifts in Pfuhl [Stadt Neu-Ulm] auf Lebenszeit an Leonhard Weckerlin. Dessen Vater Johann Weckerlin hat das Gut vor ihm bewirtschaftet und dann abgegeben. Zu dem Gut gehören Haus, Hofstatt, Stadel und Garten im Dorf, 31,5 Jauchert Äcker und 21,5 Tagwerk Mahd. Er hat das Gut in gutem Kulturzustand zu halten und dem Stift davon jährlich 8 Imi Roggen, 14 Imi Fesen, 14 Imi Hafer, 5 Gulden und 12 Kreuzer, 2 Fastnachtshühner oder für jedes Huhn 12 Kreuzer und 11 Hühner oder für jedes Huhn 6 Kreuzer nach Ulm zu liefern. Außerdem stehen dem Stift bei einem Besitzerwechsel 12 Pfund Heller als Weglöse zu. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben, unsachgemäßer Bewirtschaftung und nach seinem Tod fällt das Hofgut an das Stift zurück.