Amtsgericht Neuhaus/Elbe (Bestand)
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NLA HA, Hann. 72 Neuhaus/Elbe
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.11 Kurfürstentum/Königreich Hannover >> 1.11.12 Justiz >> 1.11.12.2 Untere Justizbehörden >> 1.11.12.2.6 Amtsgerichte im Obergerichtsbezirk Lüneburg
1612-1952
Bestandsgeschichte: Soweit bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges Akten des Amtsgerichts Neuhaus/Elbe in das Hauptstaatsarchiv nach Hannover gelangt sind, sind diese der Brandkatastrophe des 8./9. Oktober 1943 zum Opfer gefallen.
Mit einer Ablieferung des Amtsgerichts Lüneburg, Zweigstelle Bleckede (Acc. 44/74) wurden im Dezember 1974 vier Vormundschaftsbücher des Amtsgerichts Neuhaus/Elbe abgegeben, mit denen der Archivbestand neu eingericht worden ist. Weitere drei Vormundschaftsbücher wurden nachträglich in den Archivbestand eingeordnet.
Aufgrund einer Beständebereinigung mit dem Landeshauptarchiv Schwerin sind Akten zum Amtsgericht Neuhaus/Elbe im Jahr 1999 an das Hauptstaatsarchiv Hannover abgegeben worden (vgl. Acc. 52/99).
Bei der Verzeichnung einer Ablieferung des Amtsgerichts Soltau, welche über das Staatsarchiv Stade nach Hannover gelangte, wurde in einer Akte (vorläufige Signatur: Hann. 172 Soltau Acc. 2007/064 Nr. 23, S. 144a) ein Schriftwechsel mit dem Staatsarchiv Hannover aus dem Jahr 1952 gefunden. Infolge einer Besprechung mit dem Staatsarchivassessor Dr. Penners schildert der Soltauer Amtsgerichtsrat Karl Daub, dass er sich schon 1945 nach dem Verbleib der Akten des Amtsgerichtes Neuhaus/Elbe erkundigt habe. Wegen der am 1. Juni 1945 erfolgten Besetzung des Amtes Neuhaus/Elbe durch russische Streitkräfte sollte er auf den Rat des englischen Captains Tenner nicht mehr selbst nach Neuhaus/Elbe fahren. Der Captain erklärte ihm, dass nach seinem Augenschein damals "das frühere Amtsgericht Neuhaus/Elbe geräumt worden sei, anscheinend, um für ein Lazarett Raum zu schaffen, und das jedenfalls ein grosser Teil der Aktenbestände vernichtet worden sei." (Ausführliche Schilderung unter o.a. Signatur.)
Bestandsgeschichte: Hinzuweisen ist darauf, dass im Bestand des Amtes Hann. 74 Neuhaus/Elbe Höfeakten vorhanden sind (in dem Bestand unter der Klassifikation 02.04.02 verzeichnet), welche ebenfalls Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit wie Eheberedungen, (Altenteils-) Abfindungen, darüber entstandene Streitigkeiten, Testamente, Inventare von Nachlässen und Kontrakte beinhalten (s. dortiges Vorwort).
In den vorliegenden Archivbestand Hann. 72 Neuhaus/Elbe sind bislang folgende Ablieferungen eingegangen:
Acc. 52/99
Stand: August 2007
Findmittel: An den vorliegenden Archivbestand Hann. 72 Neuhaus/Elbe schließt die Überlieferung des Amtsgerichts Neuhaus/Elbe nach der Reichsjustizreform 1879 (Hann. 172 Neuhaus/Elbe) an. Bei der Abgrenzung zu diesem Archivbestand sind zeitliche Überschneidungen nicht zu vermeiden, so dass in entsprechenden Fällen auch die Findmittel zu diesem Archivbestand heranzuziehen sind.
Bearbeiter: N.N. (2006)
Anna Ostendorff (2007)
Mit einer Ablieferung des Amtsgerichts Lüneburg, Zweigstelle Bleckede (Acc. 44/74) wurden im Dezember 1974 vier Vormundschaftsbücher des Amtsgerichts Neuhaus/Elbe abgegeben, mit denen der Archivbestand neu eingericht worden ist. Weitere drei Vormundschaftsbücher wurden nachträglich in den Archivbestand eingeordnet.
Aufgrund einer Beständebereinigung mit dem Landeshauptarchiv Schwerin sind Akten zum Amtsgericht Neuhaus/Elbe im Jahr 1999 an das Hauptstaatsarchiv Hannover abgegeben worden (vgl. Acc. 52/99).
Bei der Verzeichnung einer Ablieferung des Amtsgerichts Soltau, welche über das Staatsarchiv Stade nach Hannover gelangte, wurde in einer Akte (vorläufige Signatur: Hann. 172 Soltau Acc. 2007/064 Nr. 23, S. 144a) ein Schriftwechsel mit dem Staatsarchiv Hannover aus dem Jahr 1952 gefunden. Infolge einer Besprechung mit dem Staatsarchivassessor Dr. Penners schildert der Soltauer Amtsgerichtsrat Karl Daub, dass er sich schon 1945 nach dem Verbleib der Akten des Amtsgerichtes Neuhaus/Elbe erkundigt habe. Wegen der am 1. Juni 1945 erfolgten Besetzung des Amtes Neuhaus/Elbe durch russische Streitkräfte sollte er auf den Rat des englischen Captains Tenner nicht mehr selbst nach Neuhaus/Elbe fahren. Der Captain erklärte ihm, dass nach seinem Augenschein damals "das frühere Amtsgericht Neuhaus/Elbe geräumt worden sei, anscheinend, um für ein Lazarett Raum zu schaffen, und das jedenfalls ein grosser Teil der Aktenbestände vernichtet worden sei." (Ausführliche Schilderung unter o.a. Signatur.)
Bestandsgeschichte: Hinzuweisen ist darauf, dass im Bestand des Amtes Hann. 74 Neuhaus/Elbe Höfeakten vorhanden sind (in dem Bestand unter der Klassifikation 02.04.02 verzeichnet), welche ebenfalls Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit wie Eheberedungen, (Altenteils-) Abfindungen, darüber entstandene Streitigkeiten, Testamente, Inventare von Nachlässen und Kontrakte beinhalten (s. dortiges Vorwort).
In den vorliegenden Archivbestand Hann. 72 Neuhaus/Elbe sind bislang folgende Ablieferungen eingegangen:
Acc. 52/99
Stand: August 2007
Findmittel: An den vorliegenden Archivbestand Hann. 72 Neuhaus/Elbe schließt die Überlieferung des Amtsgerichts Neuhaus/Elbe nach der Reichsjustizreform 1879 (Hann. 172 Neuhaus/Elbe) an. Bei der Abgrenzung zu diesem Archivbestand sind zeitliche Überschneidungen nicht zu vermeiden, so dass in entsprechenden Fällen auch die Findmittel zu diesem Archivbestand heranzuziehen sind.
Bearbeiter: N.N. (2006)
Anna Ostendorff (2007)
17,6
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST
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