Dekanat Mark Lidzbarski
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2.1. Philosophische Fakultät
Philosophische Fakultät >> 02. Dekanatsakten 1876-1934
1915-1916
Enthält u.a.:Fakultätssitzung nebst Einladung und Protokoll: 15. Mai 1915, 3. Juli 1915, 23. Juli 1915, 10. Nov. 1915, 15. Dez. 1915, 26. Feb. 1916, 27. Feb. 1916, 19. April 1916, 1. Mai 1916, 15. Mai 1916 (nur Einladung). - Ministerialerlasse: für die Etatsjahre 1915/16 ist ein Arbeitstisch in der Zoologischen Station Rovigno gemietet, Ernennung des Privatdozenten Dr. Matthias Gelzer zu Freiburg zum ordentlichen Professor für Alte Geschichte und Nachfolger des abgegangenen Prof. Otto an der hiesigen Fakultät, nachträgliche Promotionen der im Felde gefallenen Kandidaten als Ehrung möglich, einheitliche Bestimmungen für die Zurückstellung oder Befreiung eines Universitätslehrers vom Heeresdienst, Anfrage ob der amerikanische Staaatsangehörige Hugh Stuart Fullerton als Lektor für Englisch an der hiesigen Universität erwünscht wäre (Anlagen u.a. mit Referenzschreiben, Gutachten von Prof. Spies), Maßnahmen zur Förderung des (Weiter-)Studiums von Heeresangehörigen die zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit im Lande sind, Anregung die lateinischen Sprachkurse und die griechischen Anfängerkurse für Kriegsteilnehmer mit Notreifeprüfungen zu erleichtern um Mängel ihrer Schulvorbildung zu ergänzen, Benennung eventueller Vertreter für die wahrscheinlich bald zum Militärdienst einzuberufenen Professoren Glagau, Dimroth und Spies, Frankierung von Postsendungen nach Östereich, die nach Konstantinopel berufenen Prof. Dr. Jacoby und Dr. Leick sind in der Liste der Universität Greifswald bis auf weiteres als beurlaubt zu führen, Aufforderung zur Sparsamkeit im Papierverbrauch, Verzicht des Ministers auf die Mitwirkung bei der Vergabe eines Ehrendoktortitels, Versetzung des Prof. Dr. Hermann Schöne nach Münster. - Mitteilungen des Kurators: der Nachfolger des Universitätskassensekretärs erhält keine Anteile an den Promotionsgebühren mehr, Privatdozent Dr. Kretschmer (Berlin) wurde beauftragt an der hiesigen Universität vertretungsweise Vorlesungen über Geographie zu halten, Prof. Dr. Otto Jaekel wurde der Titel Geheimer Regierungsrat verliehen, Aktenschrank für das Fakultätsarchiv ist bestellt. - Mitteilungen aus der Senatssitzung vom 13. Juli 1915 (u.a. Nachfolger des gefallenen Pedell Timm ist der Schutzmann Lange). - Protokoll der 5. außeramtlichen deutschen Rektorenkonferenz in Halle im Januar 1916. - Lehrkörper u.a.: Schriftwechsel von Dozenten bezüglich ihrer Einberufung zum Herresdienst, Feldpostbriefe, Verhandlungen über Vertretungen, persönl. Mitteilungen, die Fakultät beantragt die Verleihung des Prädikates "Professor" an die Privatdozenten Dr. Bergsträsser und Dr. Thaer, Urlaubsverlängerung für Dr. Bergsträsser befürwortet, die Entlassung von Bergsträsser aus dem Armeekorps wird abgelehnt und seine Beurlaubung zurückgezogen, Eingabe an den Minister betr. Ausmusterung von Fakultätsmitgliedern um den Unterricht aufrecht zu erhalten, Prof. Friederichsen kann vom Militärdienst nicht freigestellt werden, Bericht des Prof. Max Friederichsen vom "Kriegsschauplatz", Prof. Schöne teilt seine Berufung nach Münster mit, Prof. Milch meldet sich krank, Prof. Jacoby beantragt seine vorläufige Streichung aus der Liste des Lehrkörpers, Prof. Dimroth beantragt für Koll. Posner eine Unabkömmlichkeitserklärung, Koll. Lommatzsch teilt seine Rückkehr zum Heeresdienst mit, Prof. Spies teilt seine Einberufung mit, Prof. Starke hat sich freiwillig zum Heeresdienst gemeldet, Prof. Roth teilt seine Einberufung mit, Koll. Thaer erstattet Bericht über seine Militärverhältnisse, Stellungnahmen zur Unabkömmlichkeitserklärung für Privatdozenten Dr. Werner Richter und seine Erklärung zur Aufnahme einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Dienste des Vaterlandes, Koll. Erich Leick teilt seine Annahme der ordentlichen Professur für Botanik an der Universität Istambul mit, Anfrage des Dr. Becker aus Coblenz wegen Habilitation für deutsche Literatur. - Lehrwesen: Verhandlungen über Fortführung der Oberlehrerinnenkurse, Mitteilungen zu den eingerichteten Ergänzungskursen, Mitteilungen über die abzuhaltenden Vorlesungen von: Prof. Mie, Prof. Milch, Koll. Hausdorff, Dr. Pietsch, Koll. Schmekel, Dr. Heuckenkamp, Prof. Thiele.
Band: Bd. 2
Band: Bd. 2
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:27 MEZ