Klage auf Erfüllung des Ehevertrag von 1663 durch die Beklagten. Die Klägerin erhebt Anspruch auf ein Drittel der Patrimonialgüter zu Leibzuchtsrecht, die Hälfte aller in der ersten Ehe ihres verstorbenen Gatten erworbenen Güter zu Leibzucht, alle beweglichen Güter, die Hälfte der während ihrer Ehe erworbenen Güter zu Eigentumsrecht und ein Haus in Köln als Witwensitz. Die Leibzuchtsrechte könnten durch eine Geldzahlung abgekauft und das Haus in Köln durch eine jährliche Rente von 70 Rltr., solange sie im Witwenstand bleibe, abgeleistet werden. Die Beklagten wenden ein, daß ihr Vater unter der Melancholie gelitten und daher wohl nicht mehr über alle Verstandeskräfte verfügt habe.
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Klage auf Erfüllung des Ehevertrag von 1663 durch die Beklagten. Die Klägerin erhebt Anspruch auf ein Drittel der Patrimonialgüter zu Leibzuchtsrecht, die Hälfte aller in der ersten Ehe ihres verstorbenen Gatten erworbenen Güter zu Leibzucht, alle beweglichen Güter, die Hälfte der während ihrer Ehe erworbenen Güter zu Eigentumsrecht und ein Haus in Köln als Witwensitz. Die Leibzuchtsrechte könnten durch eine Geldzahlung abgekauft und das Haus in Köln durch eine jährliche Rente von 70 Rltr., solange sie im Witwenstand bleibe, abgeleistet werden. Die Beklagten wenden ein, daß ihr Vater unter der Melancholie gelitten und daher wohl nicht mehr über alle Verstandeskräfte verfügt habe.
AA 0627, 3772 - M 904/2437
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VI: M-O
Reichskammergericht, Teil VI: M-O >> 1. Buchstabe M
1671 - 1682 (1663 - 1680)
Enthaeltvermerke: Kläger: Katharina Margaretha von Aldenbrück gen. Velbrück (Altenbrüggen gen. Vellbrüggen), Witwe des Johann Adolf von Wolff gen. Metternich zu Gracht und Stiefmutter der Beklagten Beklagter: Metternichsche Erben: Kinder des Johann Adolf von Wolff gen. Metternich aus erster Ehe mit Namen Hieronymus, Ritter des Malteserordens und Komtur, für sich und als Vormund für die Kinder seines verstorbenen ältesten Bruders Degenhard Adolf, kurköln. Stallmeisters, Johann Wilhelm, Hermann Werner, Ignatius und Ferdinand Ernst von Wolff gen. Metternich, die Vormünder der minderjährigen Kinder der Sophia Margaretha von Wolff gen. Metternich, verheiratete von Gymnich, Anna Adriana, Maria Agnes und Guda Maria von Wolff gen. Metternich, Stifts- und Klosterjungfrauen zu St. Maria im Kapitol in Köln, zu Oberwerth und Kapellen Prokuratoren (Kl..): Lic. Bernhard Henningh 1670 - Subst.: Dr. Johann Niklas Hoen Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Walraff 1671 - Subst.: Dr. Johann Leonhard Schommartz Prozeßart: Mandati de adimplendis pactis dotalibus sine, de non turbando in possessione vero cum clausula Instanzen: RKG 1671 - 1682 (1663 - 1680) Beweismittel: Ehevertrag von 1663 zwischen Johann Adolf von Wolff gen. Metternich zu Gracht, Sohn des Hermann von Wolff gen. Metternich und der Maria von Hochsteden, und Katharina Margaretha von Aldenbrück gen. Velbrück zu Garath, Tochter des Bernhard von Aldenbrück gen. Velbrück und der Sophia von Eyll zu Heideck (Q 2). Beschreibung: 2,5 cm, 100 Bl., gebunden; Q 1 - 31. Lit.: Karl Stommel, Johann AdolfFreiherr Wolff genannt Metternich zur Gracht, Köln 1986, S. 37.
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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28.04.2026, 8:44 AM CEST