Joachim Hepp von Haslach und Ehefrau Ottilia Bentelerin bekennen, daß Johann [III. Hablützel], Abt, sowie Prior und Konvent zu Weingarten ihren Sohn Christian in das Kloster aufgenommen haben. Er wird je ein Probejahr im Laien- und geistlichen Gewand dort verbringen. Sie übergeben ihn in den Orden und seine Zucht ("ruth") für den Fall, daß er Abt und Konvent zusagt und diese ihm eine Pfründe geben. Gegen den Sohn verhängte Strafen und Zuchtmaßnahmen werden sie nicht als gegen sich und die Verwandtschaft gerichtet ansehen. Solange der Sohn noch nicht zum Priester geweiht ist, versorgen ihn die Eltern mit Schuhen, Kleidung und sonstiger Notdurft. Wenn er in den Orden aufgenommen wird, geben sie ihm einen standesgemäßen Chormantel ("ehrliche corkappen"), der nach seinem Tod im Kloster bleibt. In Erbfällen erhält der Sohn einen Erbteil wie die anderen Kinder.
Vollständigen Titel anzeigen
Joachim Hepp von Haslach und Ehefrau Ottilia Bentelerin bekennen, daß Johann [III. Hablützel], Abt, sowie Prior und Konvent zu Weingarten ihren Sohn Christian in das Kloster aufgenommen haben. Er wird je ein Probejahr im Laien- und geistlichen Gewand dort verbringen. Sie übergeben ihn in den Orden und seine Zucht ("ruth") für den Fall, daß er Abt und Konvent zusagt und diese ihm eine Pfründe geben. Gegen den Sohn verhängte Strafen und Zuchtmaßnahmen werden sie nicht als gegen sich und die Verwandtschaft gerichtet ansehen. Solange der Sohn noch nicht zum Priester geweiht ist, versorgen ihn die Eltern mit Schuhen, Kleidung und sonstiger Notdurft. Wenn er in den Orden aufgenommen wird, geben sie ihm einen standesgemäßen Chormantel ("ehrliche corkappen"), der nach seinem Tod im Kloster bleibt. In Erbfällen erhält der Sohn einen Erbteil wie die anderen Kinder.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 1767
A 2.4.569
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 16. Jahrhundert
1569 Dezember 20 (den zwainzigisten tag deß monats Decembris)
22,6 x 31,9 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Joachim Hepp von Haslach und Ehefrau Ottilia Bentelerin
Empfänger: Johann [III. Hablützel], Abt, sowie Prior und Konvent zu Weingarten
Siegler: Michael [I. Rubin], Propst zu Waldsee
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S. in Holzkapsel
Empfänger: Johann [III. Hablützel], Abt, sowie Prior und Konvent zu Weingarten
Siegler: Michael [I. Rubin], Propst zu Waldsee
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S. in Holzkapsel
Benteler, Ottilia
Hablützel, Johann III.; Abt von Weingarten
Hepp, Christian
Hepp, Joachim
Hepp, Ottilia
Rubin, Michael I. Propst zu Waldsee
Waldsee, Michael I. Rubin; Propst
Weingarten, Johann III. Hablützel; Abt
Bad Waldsee RV; Chorherrenstift, Propst
Haslach : Tannhausen, Aulendorf RV; Einwohner
Weingarten RV; Kloster, Abt und Konvent
Weingarten RV; Kloster, Novizen
Weingarten RV; Kloster, Prior und Konvent
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:21 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 (Tektonik)
- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Tektonik)
- Augustinerkloster Kreuzlingen - Restituierte Klöster (Tektonik)
- Weingarten, Benediktinerkloster (Bestand)
- Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III (Bestand)
- Urkunden (Gliederung)
- 16. Jahrhundert (Gliederung)