Der Wildbann in Artelshofen
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E 49/II Nr. 1422
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
08.07.1710 - 11.02.1711
Enthält
1710 August 18: Schreiben des Gottlieb Tucher, Pflegers zu Reicheneck, an Johann Christoph Tetzel in Artelshofen.
Anbei ein Extrakt eines Ratsverlasses mit der Bitte um Beantwortung.
Dabei:
1710 Juli 8: Ratsverlass (Extrakt). Adressat: G. Tucher, Pfleger zu Reicheneck.Wegen des Reichenecker Wildbanns sollen alle Ämter und Eigenherren Auskunft geben, ob es sich um Reichs- oder Böhmische Lehen handelt, wie und wann ihnen der Wildbann erlaubt worden ist, und wie weit sie bisher diesen - mit oder ohne Einsprüche von Nachbarn - genossen haben.
1711 Februar 4: Gottlieb Tucher an Tetzel, wie vor.
Die Landpfleger fragten am 31. Dezember (1710) nach, wo die Antwort bleibt. Daher nochmals die ernstliche Erinnerung, dem Befehl Folge zu leisten.
1711 Februar 11: Antwortschreiben Tetzels (Konzept). Bessere Auskunft wird Vetter Gustav Georg Tetzel erteilen können, der den meisten Nutzen von den fraglichen Liegenschaften hat. Anbei aber ein Extrakt aus dem Vertrag über Vorra, geschlossen 10. Juni 1600 zwischen Carl Tetzel und dem Rat der Stadt. Der Extrakt behandelt die Frage des Wildbanns und das Verhältnis zu Frau (Veronika) Harsdörffer und ihrem Sohn Wolf d.Ä.
Dabei: Antwortschreiben (Carl Tetzels?, undatiert, ca. 1590, Kopie um 1700) an Herrn Joachim Nützel mit Beschreibung der Jagdreviere.
Vom Amt Hohenstein, das dafür jährlich 1/4 Gulden erhält: Um den Siglitzhof, Harnbach, Raitenberg bis Treuf, Walsdorf und Rupprechtstegen.
Vom Amt Reicheneck, das dafür jährlich ein Fischessen erhält: Von Affalter bis ans Dünnholz, von da bis an den Bach, vom Bach bis Stöppach, von dort bis zum Treufer Brunnen, und von dort bis Harnbach. Eine Befragung von Einheimischen, darunter einige Betagte, ergab, dass von jeher in diesen Revieren gejagt wurde.
Rückseitig die Befragten:
Hans Hopfegartner, Wirt zu Artelshofen, Diling Scharrer, die Brüder Heinz und Hans d.J. Schwammberger, der Bader Hans Bayr, Fritz Paur, Hans Potzner, Hans Reinfelder, Conrad Pignolt, alle zu Unter- und Oberartelshofen, sowie Hans Schwammberger d.Ä. zu Enzendorf.
1710 August 18: Schreiben des Gottlieb Tucher, Pflegers zu Reicheneck, an Johann Christoph Tetzel in Artelshofen.
Anbei ein Extrakt eines Ratsverlasses mit der Bitte um Beantwortung.
Dabei:
1710 Juli 8: Ratsverlass (Extrakt). Adressat: G. Tucher, Pfleger zu Reicheneck.Wegen des Reichenecker Wildbanns sollen alle Ämter und Eigenherren Auskunft geben, ob es sich um Reichs- oder Böhmische Lehen handelt, wie und wann ihnen der Wildbann erlaubt worden ist, und wie weit sie bisher diesen - mit oder ohne Einsprüche von Nachbarn - genossen haben.
1711 Februar 4: Gottlieb Tucher an Tetzel, wie vor.
Die Landpfleger fragten am 31. Dezember (1710) nach, wo die Antwort bleibt. Daher nochmals die ernstliche Erinnerung, dem Befehl Folge zu leisten.
1711 Februar 11: Antwortschreiben Tetzels (Konzept). Bessere Auskunft wird Vetter Gustav Georg Tetzel erteilen können, der den meisten Nutzen von den fraglichen Liegenschaften hat. Anbei aber ein Extrakt aus dem Vertrag über Vorra, geschlossen 10. Juni 1600 zwischen Carl Tetzel und dem Rat der Stadt. Der Extrakt behandelt die Frage des Wildbanns und das Verhältnis zu Frau (Veronika) Harsdörffer und ihrem Sohn Wolf d.Ä.
Dabei: Antwortschreiben (Carl Tetzels?, undatiert, ca. 1590, Kopie um 1700) an Herrn Joachim Nützel mit Beschreibung der Jagdreviere.
Vom Amt Hohenstein, das dafür jährlich 1/4 Gulden erhält: Um den Siglitzhof, Harnbach, Raitenberg bis Treuf, Walsdorf und Rupprechtstegen.
Vom Amt Reicheneck, das dafür jährlich ein Fischessen erhält: Von Affalter bis ans Dünnholz, von da bis an den Bach, vom Bach bis Stöppach, von dort bis zum Treufer Brunnen, und von dort bis Harnbach. Eine Befragung von Einheimischen, darunter einige Betagte, ergab, dass von jeher in diesen Revieren gejagt wurde.
Rückseitig die Befragten:
Hans Hopfegartner, Wirt zu Artelshofen, Diling Scharrer, die Brüder Heinz und Hans d.J. Schwammberger, der Bader Hans Bayr, Fritz Paur, Hans Potzner, Hans Reinfelder, Conrad Pignolt, alle zu Unter- und Oberartelshofen, sowie Hans Schwammberger d.Ä. zu Enzendorf.
Archivale
Indexbegriff Person: Bair, Hans
Indexbegriff Person: Bauer, Fritz
Indexbegriff Person: Bozner, Hans
Indexbegriff Person: Harsdörffer, Veronika
Indexbegriff Person: Harsdörffer, Wolf d Ä
Indexbegriff Person: Hopfengärtner, Hans
Indexbegriff Person: Nützel, Joachim
Indexbegriff Person: Pignolt, Conrad
Indexbegriff Person: Reinfelder, Hans
Indexbegriff Person: Scharrer, Egidius
Indexbegriff Person: Schwammberger, Hans d.Ä.
Indexbegriff Person: Schwammberger, Hans d.J.
Indexbegriff Person: Schwammberger, Heinz
Indexbegriff Person: Schwanberger, Heinz siehe auch Schwammberger
Indexbegriff Person: Tetzel, Carl
Indexbegriff Person: Tetzel, Gustav Georg
Indexbegriff Person: Tetzel, Hans Christof
Indexbegriff Person: Tetzel, Johann Christof siehe auch Hans Chr
Indexbegriff Person: Tucher, Gottlieb
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Jagd und Fischerei
Indexbegriff Person: Bauer, Fritz
Indexbegriff Person: Bozner, Hans
Indexbegriff Person: Harsdörffer, Veronika
Indexbegriff Person: Harsdörffer, Wolf d Ä
Indexbegriff Person: Hopfengärtner, Hans
Indexbegriff Person: Nützel, Joachim
Indexbegriff Person: Pignolt, Conrad
Indexbegriff Person: Reinfelder, Hans
Indexbegriff Person: Scharrer, Egidius
Indexbegriff Person: Schwammberger, Hans d.Ä.
Indexbegriff Person: Schwammberger, Hans d.J.
Indexbegriff Person: Schwammberger, Heinz
Indexbegriff Person: Schwanberger, Heinz siehe auch Schwammberger
Indexbegriff Person: Tetzel, Carl
Indexbegriff Person: Tetzel, Gustav Georg
Indexbegriff Person: Tetzel, Hans Christof
Indexbegriff Person: Tetzel, Johann Christof siehe auch Hans Chr
Indexbegriff Person: Tucher, Gottlieb
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Jagd und Fischerei
Affalter
Artelshofen
Dünnholz (Flur zwischen Affalter und Stöppach)
Harnbach
Hohenstein
Raitenberg
Reicheneck
Rupprechtstegen
Siglitzhof
Stöppach
Treuf
Treufer Brunnen (bei Stöppach)
Vorra
Walsdorf
Pfleger, Reicheneck
Landpfleger
Rat der Stadt
Ratsverlass
Wildbann
Lehen
Lehen, Böhmen
Lehen, Reich
Vertrag
Extrakt
Rekognitionszins
Fischessen
Pfleger, Hohenstein
Flurname
Wirt
Bader
Zeugenaussage
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.0057, 12:01 MEZ