Testament
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A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. 0835
A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6) >> Bd. 2 Testamente
1601 Dezember 29, Zinstag (= Dienstag), Thomastag, in der 14. Römer Zins-Zahl (Indictio) bei der Regierung des Kaisers Rudolf II. im 26. Jahr
Regest: Zu Stockach, Reutlinger Gebiets und Herrschaft, in des Testators Behausung vor den Zeugen hat Georg Vogt, Bürger zu Stockach, seinen letzten Willen erklärt. Im Jahr 1596 hat er mit seiner Ehefrau Brigitha Wurstin von Wannweil, ebenfalls Reutlinger Gebiets, die seither verstorben ist, durch M. Georg Otho, gewesenen Syndicus und Stadtschreiber zu Reutlingen, ihren letzten Willen aufsetzen lassen, worin dem überlebenden Ehegatten - abgesehen von 400 fl, die der Tochter Anna des Michael Hipp von Wannweil samt einer Bettstatt und einer Kuh vermacht wurden - alles übrige Hab und Gut zu freier Verfügung zugesprochen wurde. Da ihm in seiner beschwerlichen Krankheit von seinen Verwandten vielfältig Liebe erzeigt worden ist, so will er sie dankbar bedenken. Sein Leichnam soll nach christlicher Ordnung begraben werden, seine Seele befiehlt er dem Schöpfer und Erlöser. Zum andern: er vermacht sein Martin Vogts Testatoris Bruders Hans selig Sohne ein halb Jauchart guten Ackers in den Rockenäckern liegend an des Martin Vogt Acker, ferner sein Gewehr, Harnisch, Büchsen, Kleider und alles, was zu seinem Leib gehört, neben dem Roß, Karren, Schiff und Geschirr. Zum dritten vermacht er Hans Hoß, dem Sohn des Adam Hoß, 31 fl, nämlich 21 auf Hans Straumeyer zu Hinterweylen, auf Hans Hoß 5 fl, auf Jacob Bausenhard auch von Hinterweylen 5 fl gewisser unleugbarer Schuld. Zum letzten ernennt er sein Bäslein Anna Hippin, weiland Michael Hipps selig Tochter zu Wannweil in seiner übrigen Verlassenschaft an Haus, Scheuern, Hof, Äckern, Wiesen, Gärten, allem baren und schuldigen Geld, Hausrat, Fahrnis zum einzigen, rechten, unzweiflichen Erben.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Zeugen: M. Israel Wieland, Pfarrer zu Dusslingen
Joh. Rockenstil, Vogt zu Gomeringen
Barthlin Schmidt, Schulmeister zu Dusslingen
Georg Braun, Schultheiß
Conrad Stotz, Martin Nez, alle zu Stockach
und Matheus Koler, Küfer und Bürger zu Derningen (= Derendingen)
Beglaubigt von M. Benedictus Grezinger, Stadtschreiber
Genetisches Stadium: Konz. oder Kopie
Bemerkungen: Stellenweise flüchtig geschrieben. Dem wesentlichen Inhalt nach, nicht durchweg im Wortlaut übereinstimmend mit der anderen Urkunde, die die Vorlage gewesen zu sein scheint.
Joh. Rockenstil, Vogt zu Gomeringen
Barthlin Schmidt, Schulmeister zu Dusslingen
Georg Braun, Schultheiß
Conrad Stotz, Martin Nez, alle zu Stockach
und Matheus Koler, Küfer und Bürger zu Derningen (= Derendingen)
Beglaubigt von M. Benedictus Grezinger, Stadtschreiber
Genetisches Stadium: Konz. oder Kopie
Bemerkungen: Stellenweise flüchtig geschrieben. Dem wesentlichen Inhalt nach, nicht durchweg im Wortlaut übereinstimmend mit der anderen Urkunde, die die Vorlage gewesen zu sein scheint.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ