Der Ulmer Bürger Heinrich der Sporer schenkt den Bedürftigen im Heiliggeistspital zu Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] einen jährlichen Zins von 32 Schilling Heller. Der Zins gefällt von einem Baumgarten in Ulm im Albrach [heute Gemarkung Neu-Ulm], den derzeit der Kümann innehat. Diesen Zins soll ein Priester des Spitals, der dort Geselle ist, einziehen, und zwar die Hälfte am 24. Juni ("ze sant Johans tag ze su/e/nwenden") und die andere Hälfte an Weihnachten. Dafür erhält er 2 Schilling Heller. Von den restlichen 30 Schilling Heller soll er jede Woche am Sonntag eine Messe für 1 Heller feiern und 6 Heller für die Bedürftigen in der Siechenstube des Spitals in den Stock legen. Bei Säumnis fällt der Zins im betreffenden Jahr an die armen Siechen im Gries [abgegangenes Spital der Armen Siechen mit Kapelle St. Leonhard, Bereich Friedenstraße 40].