Ältere Universitätsregistratur (15.-19. Jh.)
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Tektonik
Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> B Akademische Zentralorgane >> Bc Verwaltungsorgane (Universitätsverwaltung) >> Bc 2 Universitätssekretariat
Tektonikbeschreibung: Die laufenden Kanzleigeschäfte der Universität wurden von den Universitätssekretären bzw. -notaren von Haus aus erledigt. Im Universitätshaus (heute: Alte Aula) war lediglich die Universitätsregistratur untergebracht. Noch am Anfang des 19. Jahrhunderts bezeichnete "Universitätssekretariat" den Inbegriff der Amtsobliegenheiten und Zuständigkeiten des Universitätssekretärs. Zur Unterstützung der Universitätssekretäre tätige Sekretariatsskribenten oder -dekopisten sind erst seit Ende des 17. Jahrhunderts belegt und noch für das im 18. Jahrhundert nicht durchgehend nachzuweisen. Sie wurden auf Vorschlag des Universitätssekretärs vom Rektor vereidigt und nach Arbeitsanfall vom Universitätssekretär und der Juristenfakultät sowie den übrigen Stellen bezahlt, die ihre Schreiberdienste in Anspruch nahmen. Seit 1800 erhielten sie ein Getreidedeputat, seit 1815 für ihre Arbeiten für das "Universitätssekretariat" ein Grundgehalt. Erst das Organische Statut von 1831 sah ausdrücklich die Anstellung eines nichtbeamteten Dekopisten (Schreibers) vor. Erst seit dieser Zeit verfügte die nunmehr vom Universitätsamtmann als Kanzleivorstand geleitete Verwaltungsstelle der Universität, seit 1832 in ihrer Funktion als Geschäftsstelle des Senats als "Universitätsamt" (Reyscher Nr. 247, Grundordnung des Senats), dagegen noch in der Verfassung von 1912 als Kanzlei bezeichnet, über besondere Geschäftsräume.
Aktenführung, Überlieferung: Untergebracht war die Universitätsregistratur vermutlich schon seit Mitte des 16. Jahrhunderts im "Sommerhäuslein" des Universitätshauses (Bis zu dessen Fertigstellung hatte Michael Rucker das "depositum schoelae" in seinem Haus in Verwahrung. 1549 Nov. 11, UAT 6/7b fol. 200'), einem nicht heizbaren, also vor Brandgefahr geschützten Saal im massiven Untergeschoss des Gebäudes, der geräumig genug war, um in Kriegszeiten auch als Verwahrort für Wertgegenstände und Getreidevorräte zu dienen (Senatsprotokolle 1635 und 1636) und auch von Festgesellschaften genutzt wurde. (Senatsprotokoll 1653: Es soll nicht mehr "verliehen" werden; 1656: Sommerhaus) Die Beschaffung der "Laden" ist für 1589 belegt (UAT 2/3 fol. 79.). Für die Ordnung der Registratur war zunächst das für die Bibliothek veranwortliche Mitglied der Artistenfakultät verantwortlich. Das "officium Registratoris" wurde aber schon 1594 vom "officium Bibliothecarii" getrennt (UAT 2/4 fol. 345). (Damals wurden Laubmaier und Hafenreffer mit der Ordnung der Registratur beauftragt!) und dem Universitätsekretär übertragen (UAT 2/4 fol. 355), dem dafür eine besondere Entlohnung ausgesetzt wurde (1598, UAT 2/5/104). Auch das nicht mehr kurrente Schriftgut der Fakultäten, der Syndikatur und anderer Stellen war hier untergebracht.
Provenienzbestände im Universitätsarchiv:
UAT 5 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I) 1477-1945
UAT 6 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I) 1476-1831
UAT 7 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1507-1825
UAT 8 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1478-1828
UAT 9 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1519-1828
UAT 10 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1499-1827
UAT 25 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1476-1843
UAT 26 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1493-1812
UAT 27 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1480-1821
UAT 28 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1415-1799
UAT 29 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1537-1781
UAT 30 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1492-1833
UAT 31 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1527-1791
UAT 32 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1517-1792
UAT 44 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (III) 1473-1942 (1961)
Aktenführung, Überlieferung: Untergebracht war die Universitätsregistratur vermutlich schon seit Mitte des 16. Jahrhunderts im "Sommerhäuslein" des Universitätshauses (Bis zu dessen Fertigstellung hatte Michael Rucker das "depositum schoelae" in seinem Haus in Verwahrung. 1549 Nov. 11, UAT 6/7b fol. 200'), einem nicht heizbaren, also vor Brandgefahr geschützten Saal im massiven Untergeschoss des Gebäudes, der geräumig genug war, um in Kriegszeiten auch als Verwahrort für Wertgegenstände und Getreidevorräte zu dienen (Senatsprotokolle 1635 und 1636) und auch von Festgesellschaften genutzt wurde. (Senatsprotokoll 1653: Es soll nicht mehr "verliehen" werden; 1656: Sommerhaus) Die Beschaffung der "Laden" ist für 1589 belegt (UAT 2/3 fol. 79.). Für die Ordnung der Registratur war zunächst das für die Bibliothek veranwortliche Mitglied der Artistenfakultät verantwortlich. Das "officium Registratoris" wurde aber schon 1594 vom "officium Bibliothecarii" getrennt (UAT 2/4 fol. 345). (Damals wurden Laubmaier und Hafenreffer mit der Ordnung der Registratur beauftragt!) und dem Universitätsekretär übertragen (UAT 2/4 fol. 355), dem dafür eine besondere Entlohnung ausgesetzt wurde (1598, UAT 2/5/104). Auch das nicht mehr kurrente Schriftgut der Fakultäten, der Syndikatur und anderer Stellen war hier untergebracht.
Provenienzbestände im Universitätsarchiv:
UAT 5 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I) 1477-1945
UAT 6 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I) 1476-1831
UAT 7 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1507-1825
UAT 8 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1478-1828
UAT 9 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1519-1828
UAT 10 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1499-1827
UAT 25 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1476-1843
UAT 26 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1493-1812
UAT 27 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1480-1821
UAT 28 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1415-1799
UAT 29 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1537-1781
UAT 30 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1492-1833
UAT 31 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1527-1791
UAT 32 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) 1517-1792
UAT 44 Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (III) 1473-1942 (1961)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:03 MEZ