Personalakten von Generalen und Offizieren der Nationalen Volksarmee (Bestand)
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BArch PERS 14
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1950-1990
Geschichte des Bestandsbildners: Ministerium für Nationale Verteidigung:
Ministerium für Abrüstung und Vert Verteidigung (v. 12.Apr. 1990 bis 02.Okt. 1990) Beschluß des Min. Rates v. 09.02.1956 über Bildung und Struktur des MfNV lt. Bef. 2/56 MfNV; lt. Bef. 1/56 MfNV begann die Aufstellung der NVA. Am 01.03.1956 nahmen das MfNV,die Stäbe der Luftstreitkräfte, der Seestreitkräfte sowie der Militärbezirke ihre Tätigkeit auf. Minister: Willil Stoph (1956-1960); Heinz Hoffmann (1960-1985); Heinz Keßler (1985-1989); Theodor Hoffmann (1989-1990); ab 12. April 1990 Rainer Eppelmann vorgesetzte Dienstelle: Nationaler Verteidigungsrat (1960) Nachgeordnete Dienstellen: Teilstreitkräfte, Grenztruppen (1961-1973), Zivilverteidigung (1976-1990) Standort:Strausberg
Bef. 1/90 MfNV vom 4.1.1990 über die Militärreform in der DDR
Bef. 11/90 MfNV vom 30.1.1990 über die Außerkraftsetzung von militärischen Bestimmungen
Bef. 14/90 MfNV vom 15.2.1990 über die Bildung eines Organes Rüstungskontrolle und Verifizierung im MfNV
Bef. 23/90 MfNV vom 28.2.1990 über Maßnahmen zur Berufsvorbereitung und Überleitung von Berufssoldaten und Zivilbeschäftigten der NVA in Arbeitsrechtsverhältnisse außerhalb der Streitkräfte der DDR
Bef. 25/90 MfNV vom 2.3.1990 über die Sicherung und berufliche Vorbereitung von Berufssoldaten, deren Planstellen durch Abrüstungsmaßnahmen und Strukturveränderungen entfallen
Politorgan beim Ministerium für Nationale Verteidigung DVP 2-1:
PO beim MfNV Aufstellung: 1.12.1975, Bef. 163/75 MfNV Aufgabe Politische Anleitung aller dem PO unterstellten Bereiche und Truppen
Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef des Hauptstabes DVP 2-2:
PO beim STMCHST Aufstellung: 1.12.1975, Bef. 163/75 und 175/75 MfNV Aufgabe: Politische Anleitung der unterstellten Einrichtungen Chefs: GM Deutsch DM Kusch
Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef Technik und Bewaffnung DVP 2-3:
PO beim STMCTB Aufstellung: 1.12.1975, Bef. 163/75 MfNV und 175/75 Aufgabe: Politische Anleitung aller unterstellten Einrichtungen, Truppenteile und Eiheiten
Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef der Rückwärtigen Dienste DVP 2-4:
PO beim STMCRD Aufgabe: Politische Anleitung der unterstellten Einrichtungen Aufstellung: 1.12.1975, Bef. 163/75 MfNV und 175/75
Politorgan beim Chef Militärbauwesen und Unterbringung DVP 2-5:
Das Politorgan wurde auf Befehl Nr. 163/75 und 175/75 des Ministers für Nationale Ver Verteidigung gebildet. Für den Bereich des Chefs Militärbauwesen und Unterbringung trat es mit Wirkung vom 1. Dez 1975 die Nachfolge der Politischen Verwaltung ( vgl. DVP 2-1) an. Der Chef des Politorgans wurde dem Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Hauptverwaltung unterstellt. Zugleich war er dem Chef Militärbauwesen und Unterbringung für die politische Arbeit im Bereich verantwortlich. Im Jahre 1985 erfolgte auf Befehl Nr. 52/85 die Umwandlung in eine Politabteilung.
Politabteilung Sonderobjekte DVP 2-6:
Aufgabe: Politische Führung der dem Ministerium f. NV direkt unterstellten Truppenteile
Politabteilung für Truppenteile der Bereiche Ausbildung und Ausrüstung DVP 2-7:
1972 mit der Bildung der Politverwaltung im MfNV aufgelöst
Ministerium für Nationale Verteidigung:
Funktionsvorgänger war der Stab der Kasernierten Volkspolizei 1952-1956 (DVH 3).
Das Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV) wurde im Jan. 1956 im Zusammenhang mit der Formierung der Nationalen Volksarmee (NVA) geschaffen. Ihm oblagen die Führung der NVA sowie die Planung und Durchführung aller wesentlichen Aufgaben der Landesverteidigung. Änderung der Bezeichnung: Ministerium für Abrüstung und Verteidigung (vom 12. Apr. 1990 bis 2. Okt. 1990)
Auf Beschluß des Ministerrates der DDR vom 9.Februar 1956 über Bildung und Struktur des MfNV begann gemäß Befehl Nr. 1 des Ministers die Aufstellung der NVA. Am 1. März 1956 nahmen das MfNV, die Stäbe der Luftstreitkräfte, der Seestreitkräfte sowie der Militärbezirke ihre Tätigkeit auf.
Minister:
Willi Stoph (1956-1960)
Heinz Hoffmann (1960-1985)
Heinz Keßler (1985-1989)
Theodor Hoffmann (1989-1990)
Rainer Eppelmann (ab 12. April 1990)
Vorgesetzte Dienstelle: Nationaler Verteidigungsrat (1960).
Dem Minister waren Stellvertreterbereiche nachgeordnet: Stellvertreter und Chef der Politischen Hauptverwaltung (siehe DVP 1), Stellvertreter des Ministers und Chef des Hauptstabes, Stellvertreter des Ministers und Chef der Rückwärtigen Dienste, Stellvertreter des Ministers und Chef Ausrüstung (ab 1963 Technik und Bewaffnung). Den Stellvertreterbereichen waren Verwaltungen und Abteilungen nachgeornet, mit deren Hilfe sie ihren bereich führten.
Nachgeordnete Dienstellen: Teilstreitkräfte, Wehrkommandos, weitere Dienststellen und Einrichtungen, Grenztruppen (1961-1973), Zivilverteidigung (1976-1990).
Standort:Strausberg, Teile in Berlin(Ost)
Politorgan beim Ministerium für Nationale Verteidigung DVP 2-1:
Mit der Aufstellung des Ministeriums für Nationale Verteidigung zum 1. März 1956, wurde beim Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Verwaltung eine Abteilung Polit-Arbeit des Ministeriums eingerichtet. Diese hatte ausschließlich im Ministerium politische Arbeit zu leisten.
Im Jahre 1958 erfolgte die Bildung einer Kreisleitung der SED. Die Abteilung Polit-Arbeit wurde aufgelöst und an ihrer Stelle eine Gruppe zur Anleitung der politischen Arbeit im MfNV geschaffen. Die Kreisleitung der SED war somit für die Anleitung der Parteigrundorganisationen und die "Gruppe..." als Strukturelement der Politischen Verwaltung für die politische Arbeit im Ministerium zuständig. Auf Befehl Nr. 52/72 des Ministers wurde eine Politische Verwaltung des Ministeriums für Nationale Verteidigung gebildet. Die Kreisleitung der SED und auch die inzwischen errichteten Politabteilungen bei den Stellvertreterbereichen konnten damit aufgelöst werden. Diese organisatorische Veränderung verfolgte das Ziel, die Trennung zwischen Partei und politischer Arbeit wieder aufzuheben und die gesamte politische Beeinflussung von einem Strukturelement zu steuern. Bereits 1975 wurde die Zentralisierung wieder aufgehoben. Auf Befehl Nr. 163/75 und 175/75 des MfNV wurden aus der Politischen Verwaltung mit Wirkung vom 1. Dez. 1975 folgende Politorgane gebildet: - Politorgan beim Minister für die direkt unterstellten Bereiche und Truppen - Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef des Hauptstabes - Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef der Rückwärtigen Dienste - Politorgan beim Stellvertreter des Ministers Chef Technik und Bewaffnung - Politorgan beim Chef Militärbauwesen und Unterbringung. Die Chefs der Politorgane waren als Parteifunktionäre dem Chef der politischen Hauptverwaltung unterstellt. Sie waren zugleich dem Minister, dem jeweiligen Stellvertreter des Ministers oder Chef für die politische Arbeit in dem festgelegten Bereich verantwortlich. Auf Befehl des Ministers Nr. 52/ 86 erfolgte die Auflösung des Politorgans beim Minister. Beim Chef Militärbauwesen und Unterbringung wurde eine Politabteilung aufgestellt.
Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef des Hauptstabes DVP 2-2:
Das Politorgan wurde auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung Nr. 163/75 aufgestellt. Gleichzeitig erfolgte die Auflösung der Politischen Verwaltung des Ministeriums. Diese hatte von 1972 bis 1975 existiert.
Vor 1972 hatte die Politabteilung der unterstellten Truppenteile, Einheiten und Einrichtungen des Stellvertreters des Ministers und Chef des Hauptstabes die Aufgaben von der Politabteilung Sonderobjekte (1956 - 1965) übernommen. Im Ministerium selbst hatte die politische und Parteiarbeit eine Kreisleitung der SED (1958-1972) zu führen. Beim Chef der Verwaltung Aufklärung bestand - sicher auf Grund der besonderen Aufgabenstellung - eine eigene Politabteilung.
Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef Technik und Bewaffnung DVP 2-3:
Das Politorgan wurde auf Befehl Nr. 163/75 des Ministers für Nationale Verteidigung gebildet. Für den Bereich Technik und Bewaffnung trat es mit Wirkung vom 1. Dez 1975 die Nachfolge der Politischen Verwaltung ( vgl. DVP 2-1) an. Der Chef des Politorgans wurde dem Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Hauptverwaltung unterstellt. Zugleich war er dem Chef Technik und Bewaffnung für die politische Arbeit im Bereich verantwortlich.
Chef des Politorgans: Generalmajor Wolfgang Hammer
Politorgan beim Stellvrtreter des Ministers und Chef der Rückwärtigen Dienste DVP 2-4:
Das Politorgan wurde auf Befehl Nr. 163/75 und 175/75 des Ministers für Nationale Verteidigung gebildet. Für den Bereich der Rückwärtigen Dienste es mit Wirkung vom 1. Dez 1975 die Nachfolge der Politischen Verwaltung ( vgl. DVP 2-1) an. Der Chef des Politorgans wurde dem Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Hauptverwaltung unterstellt. Zugleich war er dem Chef der Rückwärtigen Dienste für die politische Arbeit im Bereich verantwortlich.
Chef des Politorgans: Generalmajor Dieter Wendt 1976-1990.
Politorgan beim Chef Militärbauwesen und Unterbringung DVP 2-5:
Das Politorgan wurde auf Befehl Nr. 163/75 und 175/75 des Ministers für Nationale Verteidigung gebildet. Für den Bereich des Chefs Militärbauwesen und Unterbringung trat es mit Wirkung vom 1. Dez 1975 die Nachfolge der Politischen Verwaltung ( vgl. DVP 2-1) an. Der Chef des Politorgans wurde dem Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Hauptverwaltung unterstellt. Zugleich war er dem Chef Militärbauwesen und Unterbringung für die politische Arbeit im Bereich verantwortlich. Im Jahre 1985 erfolgte auf Befehl Nr. 52/85 die Umwandlung in eine Politabteilung.
Politabteilung Sonderobjekte DVP 2-6:
Die Politabteilung Sonderobjekte bestand von 1956-1965. Sie war der Politischen Hauptverwaltung direkt unterstellt. Als Politorgan und als vorgesetztes Parteiorgan hatte die Poltabteilung Sonderobjekte folgende Dienststellen anzuleiten: Nachrichtenregiment 2, Nachrichten-Ausbildungsbataillon 12, Nachrichtenbetriebsabteilung, Funküberwachungszentrale, Zentrale Nachrichtenwerkstat, Zentrales Nachrichtengerätelager, Erprobungsstelle für Nachrichtengeräte, Wachregiment des MfNV, Wach-Bataillon des MfNV Eisenbahnpionier-Ausbildungsregiment, Objekt 4/62. Auf Befehl Nr. 136/64 des Ministers für Nationale Verteidigung wurde die Politabteilung aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden neu zu bildenden Politabteilungen ( beim Chef des Hauptstabes, beim Chef der Rückwärtigen Dienste bzw. Politorganen (Dienstbereiche der Chefs der Waffengattungen und Dienste, beim Sekretariat des Präsidiums der Armeesportvereinigung "Vorwärts") übertragen.
Politabteilung für Truppenteile der Bereiche Ausbildung und Ausrüstung DVP 2-7:
Die Politabteilung der Bereiche Ausbildung und Ausrüstung existierte bis 1972. Mit Befehl Nr.52/72 des Ministers für Nationale Verteidigung wurde sie in Verbindung mit der Neuaufstellung der Politischen Verwaltung im MfNV aufgelöst.
Zitierweise: BArch PERS 14/...
Ministerium für Abrüstung und Vert Verteidigung (v. 12.Apr. 1990 bis 02.Okt. 1990) Beschluß des Min. Rates v. 09.02.1956 über Bildung und Struktur des MfNV lt. Bef. 2/56 MfNV; lt. Bef. 1/56 MfNV begann die Aufstellung der NVA. Am 01.03.1956 nahmen das MfNV,die Stäbe der Luftstreitkräfte, der Seestreitkräfte sowie der Militärbezirke ihre Tätigkeit auf. Minister: Willil Stoph (1956-1960); Heinz Hoffmann (1960-1985); Heinz Keßler (1985-1989); Theodor Hoffmann (1989-1990); ab 12. April 1990 Rainer Eppelmann vorgesetzte Dienstelle: Nationaler Verteidigungsrat (1960) Nachgeordnete Dienstellen: Teilstreitkräfte, Grenztruppen (1961-1973), Zivilverteidigung (1976-1990) Standort:Strausberg
Bef. 1/90 MfNV vom 4.1.1990 über die Militärreform in der DDR
Bef. 11/90 MfNV vom 30.1.1990 über die Außerkraftsetzung von militärischen Bestimmungen
Bef. 14/90 MfNV vom 15.2.1990 über die Bildung eines Organes Rüstungskontrolle und Verifizierung im MfNV
Bef. 23/90 MfNV vom 28.2.1990 über Maßnahmen zur Berufsvorbereitung und Überleitung von Berufssoldaten und Zivilbeschäftigten der NVA in Arbeitsrechtsverhältnisse außerhalb der Streitkräfte der DDR
Bef. 25/90 MfNV vom 2.3.1990 über die Sicherung und berufliche Vorbereitung von Berufssoldaten, deren Planstellen durch Abrüstungsmaßnahmen und Strukturveränderungen entfallen
Politorgan beim Ministerium für Nationale Verteidigung DVP 2-1:
PO beim MfNV Aufstellung: 1.12.1975, Bef. 163/75 MfNV Aufgabe Politische Anleitung aller dem PO unterstellten Bereiche und Truppen
Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef des Hauptstabes DVP 2-2:
PO beim STMCHST Aufstellung: 1.12.1975, Bef. 163/75 und 175/75 MfNV Aufgabe: Politische Anleitung der unterstellten Einrichtungen Chefs: GM Deutsch DM Kusch
Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef Technik und Bewaffnung DVP 2-3:
PO beim STMCTB Aufstellung: 1.12.1975, Bef. 163/75 MfNV und 175/75 Aufgabe: Politische Anleitung aller unterstellten Einrichtungen, Truppenteile und Eiheiten
Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef der Rückwärtigen Dienste DVP 2-4:
PO beim STMCRD Aufgabe: Politische Anleitung der unterstellten Einrichtungen Aufstellung: 1.12.1975, Bef. 163/75 MfNV und 175/75
Politorgan beim Chef Militärbauwesen und Unterbringung DVP 2-5:
Das Politorgan wurde auf Befehl Nr. 163/75 und 175/75 des Ministers für Nationale Ver Verteidigung gebildet. Für den Bereich des Chefs Militärbauwesen und Unterbringung trat es mit Wirkung vom 1. Dez 1975 die Nachfolge der Politischen Verwaltung ( vgl. DVP 2-1) an. Der Chef des Politorgans wurde dem Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Hauptverwaltung unterstellt. Zugleich war er dem Chef Militärbauwesen und Unterbringung für die politische Arbeit im Bereich verantwortlich. Im Jahre 1985 erfolgte auf Befehl Nr. 52/85 die Umwandlung in eine Politabteilung.
Politabteilung Sonderobjekte DVP 2-6:
Aufgabe: Politische Führung der dem Ministerium f. NV direkt unterstellten Truppenteile
Politabteilung für Truppenteile der Bereiche Ausbildung und Ausrüstung DVP 2-7:
1972 mit der Bildung der Politverwaltung im MfNV aufgelöst
Ministerium für Nationale Verteidigung:
Funktionsvorgänger war der Stab der Kasernierten Volkspolizei 1952-1956 (DVH 3).
Das Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV) wurde im Jan. 1956 im Zusammenhang mit der Formierung der Nationalen Volksarmee (NVA) geschaffen. Ihm oblagen die Führung der NVA sowie die Planung und Durchführung aller wesentlichen Aufgaben der Landesverteidigung. Änderung der Bezeichnung: Ministerium für Abrüstung und Verteidigung (vom 12. Apr. 1990 bis 2. Okt. 1990)
Auf Beschluß des Ministerrates der DDR vom 9.Februar 1956 über Bildung und Struktur des MfNV begann gemäß Befehl Nr. 1 des Ministers die Aufstellung der NVA. Am 1. März 1956 nahmen das MfNV, die Stäbe der Luftstreitkräfte, der Seestreitkräfte sowie der Militärbezirke ihre Tätigkeit auf.
Minister:
Willi Stoph (1956-1960)
Heinz Hoffmann (1960-1985)
Heinz Keßler (1985-1989)
Theodor Hoffmann (1989-1990)
Rainer Eppelmann (ab 12. April 1990)
Vorgesetzte Dienstelle: Nationaler Verteidigungsrat (1960).
Dem Minister waren Stellvertreterbereiche nachgeordnet: Stellvertreter und Chef der Politischen Hauptverwaltung (siehe DVP 1), Stellvertreter des Ministers und Chef des Hauptstabes, Stellvertreter des Ministers und Chef der Rückwärtigen Dienste, Stellvertreter des Ministers und Chef Ausrüstung (ab 1963 Technik und Bewaffnung). Den Stellvertreterbereichen waren Verwaltungen und Abteilungen nachgeornet, mit deren Hilfe sie ihren bereich führten.
Nachgeordnete Dienstellen: Teilstreitkräfte, Wehrkommandos, weitere Dienststellen und Einrichtungen, Grenztruppen (1961-1973), Zivilverteidigung (1976-1990).
Standort:Strausberg, Teile in Berlin(Ost)
Politorgan beim Ministerium für Nationale Verteidigung DVP 2-1:
Mit der Aufstellung des Ministeriums für Nationale Verteidigung zum 1. März 1956, wurde beim Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Verwaltung eine Abteilung Polit-Arbeit des Ministeriums eingerichtet. Diese hatte ausschließlich im Ministerium politische Arbeit zu leisten.
Im Jahre 1958 erfolgte die Bildung einer Kreisleitung der SED. Die Abteilung Polit-Arbeit wurde aufgelöst und an ihrer Stelle eine Gruppe zur Anleitung der politischen Arbeit im MfNV geschaffen. Die Kreisleitung der SED war somit für die Anleitung der Parteigrundorganisationen und die "Gruppe..." als Strukturelement der Politischen Verwaltung für die politische Arbeit im Ministerium zuständig. Auf Befehl Nr. 52/72 des Ministers wurde eine Politische Verwaltung des Ministeriums für Nationale Verteidigung gebildet. Die Kreisleitung der SED und auch die inzwischen errichteten Politabteilungen bei den Stellvertreterbereichen konnten damit aufgelöst werden. Diese organisatorische Veränderung verfolgte das Ziel, die Trennung zwischen Partei und politischer Arbeit wieder aufzuheben und die gesamte politische Beeinflussung von einem Strukturelement zu steuern. Bereits 1975 wurde die Zentralisierung wieder aufgehoben. Auf Befehl Nr. 163/75 und 175/75 des MfNV wurden aus der Politischen Verwaltung mit Wirkung vom 1. Dez. 1975 folgende Politorgane gebildet: - Politorgan beim Minister für die direkt unterstellten Bereiche und Truppen - Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef des Hauptstabes - Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef der Rückwärtigen Dienste - Politorgan beim Stellvertreter des Ministers Chef Technik und Bewaffnung - Politorgan beim Chef Militärbauwesen und Unterbringung. Die Chefs der Politorgane waren als Parteifunktionäre dem Chef der politischen Hauptverwaltung unterstellt. Sie waren zugleich dem Minister, dem jeweiligen Stellvertreter des Ministers oder Chef für die politische Arbeit in dem festgelegten Bereich verantwortlich. Auf Befehl des Ministers Nr. 52/ 86 erfolgte die Auflösung des Politorgans beim Minister. Beim Chef Militärbauwesen und Unterbringung wurde eine Politabteilung aufgestellt.
Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef des Hauptstabes DVP 2-2:
Das Politorgan wurde auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung Nr. 163/75 aufgestellt. Gleichzeitig erfolgte die Auflösung der Politischen Verwaltung des Ministeriums. Diese hatte von 1972 bis 1975 existiert.
Vor 1972 hatte die Politabteilung der unterstellten Truppenteile, Einheiten und Einrichtungen des Stellvertreters des Ministers und Chef des Hauptstabes die Aufgaben von der Politabteilung Sonderobjekte (1956 - 1965) übernommen. Im Ministerium selbst hatte die politische und Parteiarbeit eine Kreisleitung der SED (1958-1972) zu führen. Beim Chef der Verwaltung Aufklärung bestand - sicher auf Grund der besonderen Aufgabenstellung - eine eigene Politabteilung.
Politorgan beim Stellvertreter des Ministers und Chef Technik und Bewaffnung DVP 2-3:
Das Politorgan wurde auf Befehl Nr. 163/75 des Ministers für Nationale Verteidigung gebildet. Für den Bereich Technik und Bewaffnung trat es mit Wirkung vom 1. Dez 1975 die Nachfolge der Politischen Verwaltung ( vgl. DVP 2-1) an. Der Chef des Politorgans wurde dem Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Hauptverwaltung unterstellt. Zugleich war er dem Chef Technik und Bewaffnung für die politische Arbeit im Bereich verantwortlich.
Chef des Politorgans: Generalmajor Wolfgang Hammer
Politorgan beim Stellvrtreter des Ministers und Chef der Rückwärtigen Dienste DVP 2-4:
Das Politorgan wurde auf Befehl Nr. 163/75 und 175/75 des Ministers für Nationale Verteidigung gebildet. Für den Bereich der Rückwärtigen Dienste es mit Wirkung vom 1. Dez 1975 die Nachfolge der Politischen Verwaltung ( vgl. DVP 2-1) an. Der Chef des Politorgans wurde dem Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Hauptverwaltung unterstellt. Zugleich war er dem Chef der Rückwärtigen Dienste für die politische Arbeit im Bereich verantwortlich.
Chef des Politorgans: Generalmajor Dieter Wendt 1976-1990.
Politorgan beim Chef Militärbauwesen und Unterbringung DVP 2-5:
Das Politorgan wurde auf Befehl Nr. 163/75 und 175/75 des Ministers für Nationale Verteidigung gebildet. Für den Bereich des Chefs Militärbauwesen und Unterbringung trat es mit Wirkung vom 1. Dez 1975 die Nachfolge der Politischen Verwaltung ( vgl. DVP 2-1) an. Der Chef des Politorgans wurde dem Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Hauptverwaltung unterstellt. Zugleich war er dem Chef Militärbauwesen und Unterbringung für die politische Arbeit im Bereich verantwortlich. Im Jahre 1985 erfolgte auf Befehl Nr. 52/85 die Umwandlung in eine Politabteilung.
Politabteilung Sonderobjekte DVP 2-6:
Die Politabteilung Sonderobjekte bestand von 1956-1965. Sie war der Politischen Hauptverwaltung direkt unterstellt. Als Politorgan und als vorgesetztes Parteiorgan hatte die Poltabteilung Sonderobjekte folgende Dienststellen anzuleiten: Nachrichtenregiment 2, Nachrichten-Ausbildungsbataillon 12, Nachrichtenbetriebsabteilung, Funküberwachungszentrale, Zentrale Nachrichtenwerkstat, Zentrales Nachrichtengerätelager, Erprobungsstelle für Nachrichtengeräte, Wachregiment des MfNV, Wach-Bataillon des MfNV Eisenbahnpionier-Ausbildungsregiment, Objekt 4/62. Auf Befehl Nr. 136/64 des Ministers für Nationale Verteidigung wurde die Politabteilung aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden neu zu bildenden Politabteilungen ( beim Chef des Hauptstabes, beim Chef der Rückwärtigen Dienste bzw. Politorganen (Dienstbereiche der Chefs der Waffengattungen und Dienste, beim Sekretariat des Präsidiums der Armeesportvereinigung "Vorwärts") übertragen.
Politabteilung für Truppenteile der Bereiche Ausbildung und Ausrüstung DVP 2-7:
Die Politabteilung der Bereiche Ausbildung und Ausrüstung existierte bis 1972. Mit Befehl Nr.52/72 des Ministers für Nationale Verteidigung wurde sie in Verbindung mit der Neuaufstellung der Politischen Verwaltung im MfNV aufgelöst.
Zitierweise: BArch PERS 14/...
Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV), 1956-1990
396 Aufbewahrungseinheiten; 3,8 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
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