B01-Bestand Nachlass Rudolf Mühlfenzl (Bestand)
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NL/51
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1961 - 2010
Form und Inhalt: Unter F90 wurden 2019 einige Fotos digitalisiert und erfasst. Ein paar Zeitungsartikel wurden im September 2019 gescannt. Die Aktenordner befinden sich in verschiedenen Räumen im Haus von Isabel Mühlfenzl und wurden 2017 inhaltlich in einer Liste vorsortiert sowie 2019 in einer Worddatei vom Historischen Archiv formal erfasst. Der Bestand umfasst Akten aus verschiedenen Berufsetappen von Rudolf Mühlfenzl:
1) Bayerischer Rundfunk
2) Münchner Kabelpilotgesellschaft
3) BLM: Bayerische Landeszentrale für neue Medien
4) Die Einrichtung
5) Veranstaltungen, Vorträge
6) Gremien, Ausschüsse, Mitgliedschaften
7) Korrespondenz
8) Persönliches: Beileidsbriefe
Personenbeschreibung: Rudolf Mühlfenzl wurde am 30. November 1919 in München geboren. Nach dem Abitur 1939 leistete er als Leutnant der Artillerie Kriegsdienst und erlitt mehrere Verwundungen. Nach dem Kriegsdienst kehrte er 1945 nach München zurück, wo er als Dramaturg im Neuen Münchner Theater engagiert wurde. Seine dramaturgischen Fähigkeiten wusste Mühlfenzl später im Wirtschaftsfunk geschickt einzusetzen, um die Wirtschaft im Hörfunk für alle Hörer/innen transparent zu machen und verständlich zu gestalten. Zum Sommersemester 1946 wurde Mühlfenzl an der Universität München immatrikuliert. Dort studierte er Neue Geschichte, Zeitungs- und Theaterwissenschaft sowie Volkswirtschaftslehre. An der Universität München wurde 1946 das Institut zur Erforschung der öffentlichen Meinung gegründet, wo Mühlfenzl von Beginn an mitarbeitete. Im Rahmen dieser Tätigkeit verfasste er einen Artikel für die "Neue Zeitung". Dies brachte ihm eine Stelle als Redakteur bei der "Neuen Zeitung" ein. Dort lernte er bereits an seinem ersten Arbeitstag Walter von Cube, leitendes Redaktionsmitglied, kennen.
Nur zwei Wochen später unterschrieb Rudolf Mühlfenzl bei Radio München einen Vertrag als "Hilfsredakteur" für den sich im Aufbau befindlichen Wirtschaftsfunk. Sein Vertrag begann zum 1. April 1948. Neben wirtschaftlichen Themen beschäftigte sich Mühlfenzl in seiner Anfangszeit bei Radio München auch mit der politischen Berichterstattung. Am 1. September 1948 wurde Rudolf Mühlfenzl Leiter des Wirtschaftsfunks. Ab 1. April 1961 fungierte er als Leiter der neugebildeten Gruppenredaktion "Wirtschaft" in Hörfunk und Fernsehen. Zum 1. April 1964 rückte er zum Hauptabteilungsleiter dieser Abteilung auf, die auch für die ersten Schritte im Fernsehen zuständig war. In dieser Funktion trug Rudolf Mühlfenzl ganz wesentlich zur Entwicklung des Studienprogramms bei, welches noch im selben Jahr eingeführt wurde. Ebenfalls in diesem Jahr heiratete er Dr. Isabel Schneider. Zwei Jahre Später wurde ihre Tochter Caroline geboren. In erster Ehe war Mühlfenzl mit der Schauspielerin Camilla Horn verheiratet. Am 1. April 1969 wurde Rudolf Mühlfenzl Chefredakteur des Fernsehens und in dieser Funktion zugleich Stellvertreter des Fernsehdirektors und Koordinator der Politik. Am 14. März 1983 verließ Mühlfenzl den Bayerischen Rundfunk, um als Direktor bei der Münchner Gesellschaft für Kabelkommunikation (MPK) beim ZDF-Studio in Unterföhring das Kabelpilotprojekt München zu realisieren. Es startete am 1. April 1984 in München mit 16 Fernseh- und 27 Hörfunkprogrammen.
Vom 1. Januar 1986 bis 31. Dezember 1989 war Rudolf Mühlfenzl Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM). In den Jahren 1990 und 1991 wirkte er als Rundfunkbeauftragter der neuen Bundesländer und wickelte in dieser Funktion den Deutschen Fernsehfunk sowie die Hörfunksender der DDR ab. 1991 wurde er zudem Berater des Mitteldeutschen Rundfunks. Neben seiner Tätigkeit für den Bayerischen Rundfunk war Rudolf Mühlfenzl ab 1955 Dozent an der Deutschen Journalistenschule in München, in den Jahren 1967/1968 an der neugegründeten Hochschule für Fernsehen und Film in München sowie ab 1987 an der Hochschule für Politik im Fach Medienpolitik. Darüber hinaus war er publizistisch tätig und veröffentliche zahlreiche Bücher und Zeitungsartikel. Für seine Verdienste bekam er 1970 den Bayerischen Verdienstorden, 1975 die Bayerische Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft, 1978 den Ludwig-Erhard-Preis, 1980 das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und 1988 die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber verliehen. Rudolf Mühlfenzl starb am 16. Januar 2000 im Klinikum Großhadern an den Folgen einer Lungenentzündung.
1) Bayerischer Rundfunk
2) Münchner Kabelpilotgesellschaft
3) BLM: Bayerische Landeszentrale für neue Medien
4) Die Einrichtung
5) Veranstaltungen, Vorträge
6) Gremien, Ausschüsse, Mitgliedschaften
7) Korrespondenz
8) Persönliches: Beileidsbriefe
Personenbeschreibung: Rudolf Mühlfenzl wurde am 30. November 1919 in München geboren. Nach dem Abitur 1939 leistete er als Leutnant der Artillerie Kriegsdienst und erlitt mehrere Verwundungen. Nach dem Kriegsdienst kehrte er 1945 nach München zurück, wo er als Dramaturg im Neuen Münchner Theater engagiert wurde. Seine dramaturgischen Fähigkeiten wusste Mühlfenzl später im Wirtschaftsfunk geschickt einzusetzen, um die Wirtschaft im Hörfunk für alle Hörer/innen transparent zu machen und verständlich zu gestalten. Zum Sommersemester 1946 wurde Mühlfenzl an der Universität München immatrikuliert. Dort studierte er Neue Geschichte, Zeitungs- und Theaterwissenschaft sowie Volkswirtschaftslehre. An der Universität München wurde 1946 das Institut zur Erforschung der öffentlichen Meinung gegründet, wo Mühlfenzl von Beginn an mitarbeitete. Im Rahmen dieser Tätigkeit verfasste er einen Artikel für die "Neue Zeitung". Dies brachte ihm eine Stelle als Redakteur bei der "Neuen Zeitung" ein. Dort lernte er bereits an seinem ersten Arbeitstag Walter von Cube, leitendes Redaktionsmitglied, kennen.
Nur zwei Wochen später unterschrieb Rudolf Mühlfenzl bei Radio München einen Vertrag als "Hilfsredakteur" für den sich im Aufbau befindlichen Wirtschaftsfunk. Sein Vertrag begann zum 1. April 1948. Neben wirtschaftlichen Themen beschäftigte sich Mühlfenzl in seiner Anfangszeit bei Radio München auch mit der politischen Berichterstattung. Am 1. September 1948 wurde Rudolf Mühlfenzl Leiter des Wirtschaftsfunks. Ab 1. April 1961 fungierte er als Leiter der neugebildeten Gruppenredaktion "Wirtschaft" in Hörfunk und Fernsehen. Zum 1. April 1964 rückte er zum Hauptabteilungsleiter dieser Abteilung auf, die auch für die ersten Schritte im Fernsehen zuständig war. In dieser Funktion trug Rudolf Mühlfenzl ganz wesentlich zur Entwicklung des Studienprogramms bei, welches noch im selben Jahr eingeführt wurde. Ebenfalls in diesem Jahr heiratete er Dr. Isabel Schneider. Zwei Jahre Später wurde ihre Tochter Caroline geboren. In erster Ehe war Mühlfenzl mit der Schauspielerin Camilla Horn verheiratet. Am 1. April 1969 wurde Rudolf Mühlfenzl Chefredakteur des Fernsehens und in dieser Funktion zugleich Stellvertreter des Fernsehdirektors und Koordinator der Politik. Am 14. März 1983 verließ Mühlfenzl den Bayerischen Rundfunk, um als Direktor bei der Münchner Gesellschaft für Kabelkommunikation (MPK) beim ZDF-Studio in Unterföhring das Kabelpilotprojekt München zu realisieren. Es startete am 1. April 1984 in München mit 16 Fernseh- und 27 Hörfunkprogrammen.
Vom 1. Januar 1986 bis 31. Dezember 1989 war Rudolf Mühlfenzl Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM). In den Jahren 1990 und 1991 wirkte er als Rundfunkbeauftragter der neuen Bundesländer und wickelte in dieser Funktion den Deutschen Fernsehfunk sowie die Hörfunksender der DDR ab. 1991 wurde er zudem Berater des Mitteldeutschen Rundfunks. Neben seiner Tätigkeit für den Bayerischen Rundfunk war Rudolf Mühlfenzl ab 1955 Dozent an der Deutschen Journalistenschule in München, in den Jahren 1967/1968 an der neugegründeten Hochschule für Fernsehen und Film in München sowie ab 1987 an der Hochschule für Politik im Fach Medienpolitik. Darüber hinaus war er publizistisch tätig und veröffentliche zahlreiche Bücher und Zeitungsartikel. Für seine Verdienste bekam er 1970 den Bayerischen Verdienstorden, 1975 die Bayerische Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft, 1978 den Ludwig-Erhard-Preis, 1980 das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und 1988 die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber verliehen. Rudolf Mühlfenzl starb am 16. Januar 2000 im Klinikum Großhadern an den Folgen einer Lungenentzündung.
Mühfenzl, Isabel
ca. 200 Aktenordner, Fotos
Bestand
Mühlfenzl, Rudolf
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
28.09.20252025, 10:23 AM CEST